12.09.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Vorsicht! Abweichung von Muster-Widerrufsformular birgt Gefahren für Maklerprovision
Verwenden Makler keine Muster-Widerrufsbelehrung, sondern ein selbst erstelltes Formular, tragen sie das Risiko, dass die Informationen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Falls sie dies nicht tun, droht der Verlust der Maklerprovision.
Die Sparkasse schickte im Namen einer Maklergesellschaft ein Exposé an potenzielle Käufer, begleitet von Verbraucherinformationen und einem Widerrufsformular, das leicht vom gesetzlichen Muster abwich. Nach dem Kauf widerriefen die Käufer den Maklervertrag und forderten die Rückzahlung der Provision. Der Fall landete schließlich vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Dieser entschied, dass das Widerrufsrecht aufgrund der fehlerhaften Belehrung weiterhin bestand. Geringfügige Abweichungen im Widerrufsformular, wie unklare Formulierungen zum Fristbeginn und zu den Widerrufsadressen, führten schlussendlich dazu, dass die Käufer die Provision zurückerhielten. Der BGH bestätigt damit seine bisherige Rechtsprechung und betonte die Wichtigkeit der Einhaltung des gesetzlichen Muster-Widerrufsformulars.
So viel geben Eigentümer für energetische Sanierungen aus
Jeder 4. Immobilieneigentümer hat in den letzten 12 Monaten energetische Sanierungen an seiner Immobilie durchgeführt. Im Schnitt wurden mehrere Zehntausend Euro in die Hand genommen.
Laut einer immowelt Umfrage investierten Immobilieneigentümer im Durchschnitt 37.000 Euro in energetische Sanierungen, Am häufigsten wurden Fenster (47,1 Prozent) und Heizungen (43,4 Prozent) erneuert sowie Dämmungen (42,3 Prozent) verbessert. Mehr als die Hälfte der Eigentümer (55,1 Prozent) nahmen staatliche Fördermittel in Anspruch. 31 Prozent der Befragten erhielten direkte Zuschüsse, 13,9 Prozent ein zinsvergünstigtes Darlehen, und jeder 10. Eigentümer kombinierte beides. Über zwei Drittel (68,2 Prozent) der Eigentümer (68,2 Prozent) empfanden den Zugang zu staatlichen Förderungen als einfach.
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Immobilien- und Kapitalmarkt 2024: Herausforderungen und Chancen
Der Immobilienmarkt kämpft mit steigenden Baukosten und Zinsen, Fachkräftemangel sowie strengeren Energieauflagen, die Projekte verteuern. Erfahren Sie am 30. September, ob die hohen Immobilienpreise nachhaltig sind und sich Investitionen noch lohnen.
Nach Brückeneinsturz: Bauwirtschaft drängt auf Sanierungen
Nach dem Teileinsturz der Carolabrücke in Dresden fordern Kommunen und die Bauwirtschaft verstärkte Investitionen in die Infrastruktur. Zehntausende Brücken in Deutschland würden sich in einem schlechten Zustand befinden und benötigen dringend Sanierungen.
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie fordert, Brückensanierungen zur obersten Priorität zu machen. Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller betonte, dass der Vorfall die Empfindlichkeit der Verkehrsinfrastruktur verdeutlicht und dass dringende politische Maßnahmen erforderlich seien. Brückenexperte Prof. Martin Mertens von der Hochschule Bochum hob hervor, dass viele Großbrücken, insbesondere jene, die vor 1980 gebaut wurden, stark sanierungsbedürftig seien. Rund 30.000 Brücken in Deutschland gelten als problematisch. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine Investitionsoffensive zur Verbesserung der Infrastruktur.
Gefahr Hochwasser: Fast 400.000 Menschen in Deutschland betroffen
In den kommenden Jahren werden voraussichtlich Hunderttausende Deutsche von Hochwasser betroffen sein, so eine vorsichtige Schätzung einer Studie. Dabei ist das Risiko an zwei Flüssen besonders hoch.
Fast 400.000 Menschen in Deutschland sind unmittelbar durch Hochwasser gefährdet, wie eine Studie des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion zeigt. Insbesondere entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse, wo rund 190.800 Einwohner betroffen sind, ist das Risiko hoch. Auch an der Elbe leben etwa 98.800 Menschen in besonders gefährdeten Gebieten. Diese Berechnungen basieren auf Plänen der Bundesländer zum Hochwasserrisikomanagement. Die Autoren weisen darauf hin, dass sich die Betroffenenzahlen aufgrund zukünftiger Veränderungen verschieben könnten. Frühere Hochwasser, wie das an der Oder, deuten darauf hin, dass das berechnete Ausmaß sogar noch unterschätzt sein könnte.
Extremwetter: Diese 5 Städte sind besonders gefährdet
Eine Studie prognostiziert die Entwicklung des Klimarisikos bis 2050 und analysiert dessen Auswirkungen auf deutsche Städte. In einer Großstadt ist die Gefahr besonders groß.
Eine Analyse des Immobiliendienstleisters JLL zeigt, dass Klimarisiken für deutsche Städte bis 2050 deutlich zunehmen werden, insbesondere durch Extremwetter wie Hochwasser, Hitze und Starkregen. Am stärksten gefährdet ist Frankfurt am Main, das den höchsten Klimagefahrenwert aller 18 untersuchten Städte aufweist. Aber auch Leipzig, Saarbrücken, Dresden und Erfurt befinden sich unter den Top 5 und müssen sich auf erhöhte Temperaturen, stärkere Niederschläge und häufiger auftretende Hochwasser einstellen. Die Auswirkungen des Klimawandels erfordern laut JLL umfassende Maßnahmen zur Anpassung, wie Schwammstadt-Konzepte und Hitzeaktionspläne.
Mieten für WG-Zimmer explodieren
Laut einer Analyse von Empirica sind die Preise für Zimmer in Wohngemeinschaften in den letzten 5 Jahren um bis zu 33 Prozent gestiegen. Besonders in den Metropolen ist die Lage kritisch.
Der Standardpreis für ein WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten liegt aktuell bei 482 Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent seit dem Wintersemester 2019 entspricht. In München sind die Zimmer mit 750 Euro am teuersten, gefolgt von Hamburg, Berlin und Frankfurt mit 600 Euro. Die günstigsten Städte sind Halle, Siegen und Hildesheim mit Preisen um 325 Euro. In den letzten 5 Jahren stiegen die Mieten in München um 25 Prozent, die stärksten Anstiege gab es aber in Hamburg und Berlin mit einem Plus von 33 Prozent. Auch in kleineren Städten wie Freiburg (+28 Prozent) müssen Studenten für die Miete eines WG-Zimmers deutlich mehr bezahlen als noch vor 5 Jahren.
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