13.09.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
EZB senkt Leitzinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer gestrigen Sitzung die Leitzinsen erneut gesenkt. Auch für Immobilienkäufer könnten dies gute Nachrichten sein.
Mit der Absenkung reagiert die EZB auf die abnehmende Inflation und die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen im Euroraum. Der Einlagesatz, der für die Finanzmärkte als Richtwert gilt, wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. Der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Banken Geld leihen, wurde um 0,6 Prozentpunkte auf 3,65 Prozent gesenkt. Es ist die zweite Zinssenkung der Notenbanker in diesem Jahr. Der erste Zinsschritt war im Juni erfolgt, im Juli hielten sie die Zinsen konstant. Dieser Schritt kann dazu führen, dass Banken nun bessere Kreditkonditionen unter anderem bei Baufinanzierungen anbieten. Gleichzeitig bekommen allerdings Sparer weniger Zinsen auf ihre Anlagen. Die EZB hat bewusst keinen festen Zinspfad vorgegeben. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, dass künftige Zinsschritte von der wirtschaftlichen Entwicklung und den Inflationszahlen abhängen werden. Die Zentralbank wird ihre geldpolitischen Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung neu treffen. Die nächste Sitzung ist bereits für Oktober angesetzt.
Banken rechnen mit erhöhtem Zahlungsverzug bei Kreditnehmern
Banken gehen davon aus, dass immer mehr Schuldner in Zahlungsverzug geraten. Dies übt zusätzlichen Druck auf die Immobilienpreise aus.
Eine neue Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt, dass 78 Prozent der befragten Bankmanager in Deutschland in den nächsten 18 Monaten mit einer Zunahme notleidender Immobilienkredite rechnen. Besonders stark betroffen sind Projektentwicklungen, Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Die Finanzaufsicht Bafin warnte bereits vor möglichen Kreditausfällen im Zusammenhang mit der Immobilienkrise. Die steigenden Zinsen und Baukosten seit 2022 verschärfen die Lage, und viele Banken denken über den Verkauf notleidender Kredite nach. 88 Prozent der Bankmanager streben daher eine Umschuldung und Restrukturierung von Krediten an.
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Immobilien- und Kapitalmarkt 2024: Herausforderungen und Chancen
Der Immobilienmarkt kämpft mit steigenden Baukosten und Zinsen, Fachkräftemangel sowie strengeren Energieauflagen, die Projekte verteuern. Erfahren Sie am 30. September, ob die hohen Immobilienpreise nachhaltig sind und sich Investitionen noch lohnen.
Jeder 3. Verbraucher setzt bereits auf Wärmepumpe, Solar und Co.
Die Energiewende gewinnt an Fahrt: Etwa ein Drittel (31 Prozent) der Privathaushalte nutzt bereits Wärmepumpen, Solaranlagen und ähnliche Technologien, und der Trend zeigt nach oben. Hauptmotivation für den Umstieg ist vor allem das Einsparen von Kosten.
Photovoltaikanlagen sind mit 15 Prozent besonders verbreitet, wie aus dem „Energiewendebarometer“ der staatlichen KfW-Bank hervorgeht. Weitere 6 Prozent der Haushalte planen in den kommenden zwölf Monaten die Anschaffung einer Energiewendetechnologie. Die Motivation ist vorwiegend wirtschaftlich, mit Kosteneinsparungen als Hauptgrund. Obwohl die meisten Befragten (82 Prozent) die Energiewende für wichtig erachten, ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Gleiches gilt auch für die Bereitschaft zur eigenen Beteiligung. Finanzierungsprobleme (41 Prozent) und Zweifel an der Rentabilität (37 Prozent) sind häufige Hürden.
Zwangsversteigerungen nehmen zu – diese Kostenfallen lauern
In Deutschland steigen die Zahlen von Zwangsversteigerungen. Doch lasen sich dadurch wirklich Schnäppchen finden?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden rund 6.909 Immobilien in Deutschland zwangsversteigert, und für das ganze Jahr rechnen Experten mit etwa 14.000 Zwangsversteigerungen. Grund dafür sind häufig gestiegene Zinsen, die viele Eigentümer nicht mehr bedienen können. Auch bei Scheidungen oder Erbstreitigkeiten kann es zur Versteigerung kommen. Trotz steigenden Angebots sollten Interessenten vorsichtig sein, da Zwangsversteigerungen oft mit Risiken behaftet sind: Experten raten, sich vorab möglichst viele Informationen über die Immobilie zu beschaffen, da sie oft ungesehen verkauft wird. Schnäppchen sind selten, da immer das Risiko besteht, dass der Zustand schlechter ist als erwartet. Käufer sollten sich zudem ein festes Preislimit setzen und mögliche Sanierungskosten einkalkulieren. Außerdem ist es wichtig, frühzeitig mit der Bank über eine Finanzierung zu sprechen, da die Zahlung schnell erfolgen muss. Nach dem Zuschlag kann es auch Schwierigkeiten geben, wenn der bisherige Eigentümer nicht freiwillig auszieht.
BGH urteilt über Kostenverteilung in der WEG – mit Folgen für Eigentümer in ganz Deutschland
Im Oktober verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) zwei entscheidende Fälle zur Neuverteilung von Kosten in Wohnungseigentümergemeinschaften. Es wird geklärt, ob es zukünftig möglich ist, Eigentümer per Mehrheitsbeschluss ungleich stärker finanziell zu belasten. Diese Urteile könnten weitreichende Auswirkungen haben.
Am 18. Oktober 2024 wird der BGH in zwei wichtigen Verfahren zur Kostenverteilung in Wohnungseigentümergemeinschaften entscheiden. In einem Fall geht es um die Beteiligung einer Eigentümerin ohne Garagenstellplatz an den Instandhaltungskosten der Garage. Im zweiten Verfahren wird über die Änderung des Kostenverteilungsschlüssels einer Wohnanlage verhandelt, bei der die Betriebskosten bisher nach Miteigentumsanteilen aufgeteilt wurden. Die Klägerinnen, die Gewerbeeinheiten besitzen, die einen geringerer Miteigentumsanteil ausmachen als Wohnungen, könnten durch die neue Verteilung nach beheizbarer Wohnfläche einen viermal höheren Kostenanteil tragen müssen. Diese Urteile könnten Signalwirkung haben, ob Eigentümer per Mehrheitsbeschluss ungleich stärker belastet werden dürfen.
Das sind die reichsten Immobilien-Investoren in Deutschland
Viele der reichsten Immobilienfamilien Deutschlands stammen aus traditionellen Branchen wie Möbelhandel und Brauereien. Durch Investitionen in Immobilien vergrößern sie ihre Vermögen immer weiter. Doch wer ist auf Platz 1?
Laut der Reichen-Liste des „Manager Magazins“ gibt es 226 Milliardäre in Deutschland, 20 davon in der Immobilienbranche. Trotz gestiegener Zinsen und zahlreicher Insolvenzen gibt es Unternehmer, die ihr Vermögen weiter ausbauen. An der Spitze steht die Familie Otto, die durch den gleichnamigen Versandhandel reich wurde, mit einem geschätzten Vermögen von 13,6 Milliarden Euro. Die Otto-Familie hat neben ihren E-Commerce- und Start-up-Beteiligungen auch bedeutende Investitionen im Immobiliensektor, vor allem über die ECE Projektmanagement GmbH. Dieses Unternehmen zählt zu den führenden Betreibern von Einkaufszentren in Europa. Auf Platz zwei folgt Roger Akelius, Gründer von Akelius Residential Property AB, einem der größten Immobilien-Unternehmen Europas. Sein geschätztes Vermögen beläuft sich auf 13 Milliarden Euro. Insgesamt soll Akelius weltweit über 50.000 Wohneinheiten besitzen. Familie Baus, Gründer von Bauhaus, belegt mit 6,8 Milliarden Euro Platz 3 im Ranking.
Bau-Fail in Mannheim: Was ein fehlendes „M“ ausmacht
Von Zuhause zum Schimpfwort: In Mannheim entsteht derzeit eine neue Siedlung. Die Form der vier neu gebauten Häuser sollte ein Wort ergeben. Blöderweise fehlt ein Buchstabe – mit skurrilen Folgen.
In Mannheim werden derzeit vier Hochhäuser gebaut, die zusammen das Wort „HOME“ bilden sollen, also auf deutsch Zuhause. Allerdings sprang der Investor für das „M“-Gebäude ab, wodurch derzeit nur die Buchstaben „HOE“ stehen, was auf Englisch ein Schimpfwort ist. Die anderen Gebäude sind fast fertig, während das „M“ noch fehlt. Die Hochhäuser sollen Teil des neuen Stadtteils Franklin auf einem ehemaligen US-Militärgelände werden. Die Verantwortlichen suchen nun nach einer Lösung, um das Projekt zu vollenden. Aktuell gibt es Gespräche mit einem neuen Investor, der das „M“ bauen möchte.
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