10.02.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Hauptsache, die Wähler sind zufrieden? Expertenrat sieht Klimaziele bei Kehrtwende in Gefahr
Die deutsche Klimapolitik zeigt Fortschritte, doch ohne gezielte Maßnahmen werden die Klimaziele für 2030 wohl nicht erreicht. Besonders der Gebäudesektor müsse stärker in den Fokus rücken, und Förderungen sozial gerechter gestaltet werden, so der Expertenrat.
Im aktuellen Zweijahresgutachten empfiehlt das fünfköpfige Gremium das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beizubehalten, da es eine zentrale Maßnahme zur Reduzierung von CO₂-Emissionen sei. Eine Abkehr davon, wie es etwa die CDU im Wahlkampf ankündigt, könnte die Klimaziele gefährden. Die Experten fordern daher eine bessere Koordination und langfristige Planung, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen.
Auch die Klimaschutzgesetz-Novelle steht im Fokus: Die Kontrolle der Emissionsmengen wird künftig sektorenübergreifend erfolgen, um eine flexiblere Umsetzung der Klimaziele zu ermöglichen. Dennoch zeigen aktuelle Projektionen, dass eine Lücke von 32 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen im Gebäudesektor bis 2030 besteht. Kritisiert wird jedoch, dass bisher vor allem wohlhabende Haushalte von den Maßnahmen profitieren.
Sind Wärmepumpen schon Schnee von gestern?
Die Bundesregierung setzt auf Wärmepumpen als Heizlösung in der Wärmewende – Energieexperte Timo Leukefeld hält diese Strategie für falsch. Die Anschaffungs- und Betriebskosten seien zu hoch, während der Heizbedarf in Deutschland langfristig sinke.
Durch energetische Sanierungen und den Klimawandel wird das Heizen immer weniger relevant, so Leukefeld. Dennoch würden derzeit Heizsysteme verbaut, „die für sibirische Winter ausgelegt sind“, so der Ingenieur. Er sieht die Lösung stattdessen in Infrarotheizungen, die mit Solarstrom betrieben werden.
Diese sind laut Leukefeld zudem wirtschaftlicher als Wärmepumpen: Die geringeren Anschaffungskosten und die nahezu wartungsfreie Technik sprächen klar für diese Lösung. In einem künftigen Niedrigenergie-Haus könne eine PV-betriebene Infrarotheizung „wirtschaftlich und ökologisch überhaupt nicht getoppt werden“, betont der Experte im Interview mit dem Focus.
Lesen Sie außerdem in unserem Artikel, ob die Infrarotheizung eine echte Alternative zur Wärmepumpe ist.
Mietendeckel um jeden Preis? Linke fordert Sonderrechte für Senioren
Bezahlbares Wohnen ist das zentrale Wahlkampfthema der Linken. Nun legt die Partei einen Sechs-Punkte-Plan vor, um ältere Menschen auf angespannten Wohnungsmärkten zu schützen.
Besonders brisant ist der Vorschlag, dass Vermieter Mieter ab 75 Jahren nicht mehr wegen Eigenbedarfs kündigen dürfen. Die Begründung: Alte Menschen mit wenig Geld hätten auf angespannten Wohnungsmärkten kaum Chancen eine neue Wohnung in ihrem Viertel zu finden. Neben dem brisanten Vorstoß bekräftigt die Linke erneut ihre Forderung nach einem gesetzlichen Recht auf Wohnungstausch – etwa für Senioren, die nach dem Tod eines Partners in eine kleinere Wohnung ziehen möchten. Laut einer Umfrage befürworten drei Viertel der Deutschen ein Einfrieren der Mieten für 6 Jahre. Co-Parteichef Jan van Aken kündigte an, für einen Mietendeckel zu kämpfen.
Die Linke sieht darin eine Chance für die Bundestagswahl. In Umfragen kratzt die Partei wieder an der Fünf-Prozent-Hürde. Zudem setzt sie auf die „Mission Silberlocke“: Mit Direktmandaten von Gregor Gysi, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch will sie ihren Wiedereinzug ins Parlament sichern.
Nach 12 Jahren auf dem Markt: Michael Jordans Villa verkauft
Die ikonische Villa von Basketballlegende Michael Jordan stand über 7 Jahre lang zum Verkauf – und blieb dennoch unverkauft. Mit verschiedenen Marketingstrategien wie einer Preisgestaltung rund um die Zahl 23 und exklusiven Jordan-Sneakern für Käufer, versuchte ein Makler die Aufmerksamkeit der richtigen Interessenten zu gewinnen.
Das Anwesen war schwer zu bewerten, da es mit 5.200 Quadratmetern weit größer ist als vergleichbare Immobilien. Mit einem Fitnessstudio, Zigarrenlounge, einem Golfplatz und einem Pool in Form eines Basketballkorbs war es ein echtes Unikat. Doch trotz hoher medialer Aufmerksamkeit und Besichtigungsterminen ließ sich kein Käufer finden.
Letztlich verließ der Immobilienmakler das Unternehmen, bevor das Geschäft abgeschlossen wurde – für 9,5 Millionen Dollar ging die Villa am Ende über den Ladentisch.