25.02.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnungspolitik: Was kommt auf die Immobilienwirtschaft zu?
Die Union hat die Bundestagswahl gewonnen und muss nun eine Regierung bilden. Für eine Koalition kommen die SPD oder eine Kenia-Regierung mit Grünen und Sozialdemokraten infrage. Die Parteien haben jedoch teils gegensätzliche Vorstellungen zur Wohnungspolitik.
CDU und CSU setzen auf den Abbau von Bauvorschriften, steuerliche Anreize für Eigenheimkäufer und ein Ende der Mietpreisbremse. Die SPD will dagegen das Vorkaufsrecht von Kommunen stärken, Kurzzeitvermietungen begrenzen und Mieten für Studierende deckeln. Die Grünen sprechen sich für strengere Mietregulierungen, eine kreislauforientierte Bauwirtschaft und eine stärkere Förderung klimafreundlicher Sanierungen aus.
Im Bereich Energiepolitik will die Union das Heizungsgesetz abschaffen, während SPD und Grüne an Sanierungsförderungen und sozial gestaffelten Maßnahmen festhalten.
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Perspektive wechseln – Umsatz steigern: Warum sich der Vermietungsmarkt für Immobilienprofis lohnt
Während der Fokus oft auf dem Kaufen und Verkaufen von Objekten liegt, wird ein riesiges Potenzial übersehen: der Vermietungsmarkt. Warum also nicht einmal die Perspektive wechseln?
In diesem Live-Webinar erfahren Sie, warum Vermieter die spannendste Zielgruppe für Makler sind und wie Sie das Vermietungsgeschäft als Türöffner für spätere Verkaufsaufträge nutzen.
Für Immobilienmakler und Immobilienverwalter gemäß der Fortbildungspflicht laut § 15b der Makler- und Bauträgerverordnung sowie § 34c der Gewerbeordnung. Für die erfolgreiche Teilnahme am Webinar erhalten Sie ein Zertifikat (1 Stunde).
Darum wird die Wohnungsnot noch schlimmer
Bezahlbare Wohnungen sind in Deutschland Mangelware – und Besserung ist nicht in Sicht. Experten warnen: Die Krise am Wohnungsmarkt wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen.
Laut dem Deutschen Mieterbund sind nicht mehr nur Menschen mit geringem Einkommen betroffen. Auch Menschen mit mittleren Einkommen finden kaum mehr eine passende und bezahlbare Wohnung. Die von der Politik versprochene Bauoffensive blieb aus: Statt der geplanten 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurden 2024 nur knapp über die Hälfte realisiert. Gleichzeitig steckt die Baubranche in der Krise, Fachkräfte fehlen, und steigende Baukosten schrecken Investoren ab. Dadurch verschärft sich die Lage für Mieter weiter – auch, weil sich immer weniger Menschen Wohneigentum leisten können und länger in Mietwohnungen bleiben, wie Ökonom Matthias Günther vom Pestel Institut klarstellt.
Besonders kritisch ist die Lage im sozialen Wohnungsbau: Von einst vier Millionen Sozialwohnungen in Westdeutschland sind nur noch 1,1 Millionen übrig. Klar ist indes: Wohnungen, die heute nicht gebaut werden, fehlen in den nächsten Jahren. Die Krise dürfte sich also weiter zuspitzen.
Bau- und Immobilienexperten im Bundestag: Personalkarussell dreht sich
Auch personell ordnet sich der Bundestag nach der Wahl neu. So mancher Bau- und Immobilienexperte unter den Politikern muss auf jeden Fall Platz machen, bei anderen ist die Zukunft noch ungewiss.
Mit dem Ausscheiden der FDP verliert die Immobilienbranche einen ihrer prominentesten Fürsprecher: Bauexperte Daniel Föst wird dem neuen Bundestag nicht mehr angehören. Dafür rückt die Linke wieder als Fraktion ins Parlament, was neue Debatten über Mietregulierungen erwarten lässt. In der Union, die als stärkste Kraft aus der Wahl hervorging, bleibt Mietrechtsexperte Jan-Marco Luczak im Bundestag, ebenso wie CSU-Bauexperte Michael Kießling. Auch bei den Grünen setzen mit Hanna Steinmüller und Kassem Taher Saleh weiterhin zwei Abgeordnete stark auf Wohn- und Mietenpolitik.
Unklar ist, ob Bauministerin Klara Geywitz im Amt bleibt. Ohne eigenes Mandat könnte sie nur in einer neuen Regierung erneut Ministerin werden. Bis zur Bildung einer neuen Koalition führt sie ihre Aufgaben geschäftsführend weiter.
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Streicht die Union mit dem Heizungsgesetz auch die Förderungen?
Die Union will das umstrittene Heizungsgesetz wieder abschaffen, doch wie geht es mit den damit verbundenen Förderungen für einen Heizungstausch weiter?
Die sind einer Sprecherin des zuständigen Ministeriums zufolge unabhängig von dem Wahlergebnis im Rahmen einer vorläufigen Haushaltsführung zunächst sicher. Denn auch ohne verabschiedeten Bundeshaushalt würden bestehende Verpflichtungen erfüllt, sodass Förderzusagen weiterhin gelten. Da mit einer Verabschiedung des neuen Haushalts frühestens Mitte des Jahres gerechnet wird, dürfte die Förderung zum Heizungstausch auch mindestens bis Mitte 2025 bestehen bleiben. Wie es danach weitergeht hängt von den Entscheidungen der neuen Regierung ab.