27.03.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Kommt der Wohnungsbau-Turbo nun doch?
Union und SPD haben sich auf ein umfangreiches Bau- und Wohnungspaket geeinigt: schnellere Genehmigungen, steuerliche Förderung für Käufer und ein vereinfachtes KfW-Fördersystem. Doch beim Mietrecht und der Zukunft des Heizungsgesetzes knirscht es weiter.
Die designierte Bundesregierung plant, bereits in den ersten 100 Tagen ein Reformpaket für schnelleres Bauen auf den Weg zu bringen – inklusive „Wohnungsbau-Turbo“ und vereinfachtem Nachverdichten in Städten. Auch der Gebäudetyp E soll realisiert werden, sodass Abweichungen vom Stand der Technik nicht mehr zu Schadenersatzforderungen führen. Hauskäufer und Sanierer sollen künftig durch Steuererleichterungen, Bürgschaften und staatliche Eigenkapitalhilfen besser unterstützt werden. Für mehr Übersicht soll es nur noch zwei KfW-Programme geben – eines für Neubau, eines für Sanierung. Die umstrittene Abschaffung des Heizungsgesetzes steht im Raum, Förderungen sollen jedoch bestehen bleiben. Die Mietpreisbremse soll verlängert und verschärft werden, zudem sind Belohnungen für günstige Vermietungen geplant.
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Klimaziel bleibt: Neue Regierung = Neustart für die Wärmewende?
Union und SPD bekennen sich zur Wärmewende im Gebäudebereich – trotz offener Streitpunkte in den Koalitionsverhandlungen. Die Klimaziele bleiben, doch der Weg dorthin soll künftig pragmatischer, technologieoffener und mit weniger Regeln verlaufen.
Die künftige Bundesregierung will die Wärmewende weiter vorantreiben – auch wenn das umstrittene Heizungsgesetz abgeschafft werden soll. Das machten Vertreter von Union und SPD bei einer Veranstaltung in Berlin deutlich. Der SPD-Abgeordnete Helmut Kleebank betonte, dass das Klimaziel 2045 weiterhin gelte und die Wärmewende aktiv gestaltet werden müsse. Der CDU-Politiker Carl-Philipp Sassenrath forderte weniger Bürokratie und mehr Investitionsspielraum für Unternehmen. Die Energieeffizienz bleibe wichtig, müsse aber praktikabel umgesetzt werden. Beide Politiker äußerten sich nicht konkret zu den Inhalten der Koalitionsverhandlungen, machten aber klar: Die Wärmewende steht – nur der Weg dorthin wird neu gedacht. Wie genau, soll nach Abschluss der Verhandlungen feststehen.
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Stimmung am Immobilienmarkt hellt sich stellenweise auf
Die Lage am Immobilienmarkt hellt sich weiter auf. Das zeigt das aktuelle Immobilienklima der Deutschen Hypo – besonders bei Büros und Hotels ist die Stimmung besser geworden. Beim Wohnen dagegen geht es leicht bergab.
Im März ist das Immobilienklima der Deutschen Hypo um 2,4 Prozent auf 99,8 Punkte gestiegen. Damit nähert sich der Markt wieder einer positiven Grundstimmung. Vor allem die Aussichten auf Mieteinnahmen haben sich verbessert. Auch bei Büro- und Hotelimmobilien ist die Stimmung deutlich besser als noch im Februar. Dagegen hat sich die Lage im Wohnbereich leicht verschlechtert – das Wohnklima ging um 3,2 Prozent zurück. Insgesamt bleiben die Experten vorsichtig, sehen aber mehr Chancen am Markt als noch zu Jahresbeginn. Ein echter Aufschwung wird 2025 nicht erwartet, aber erste Signale geben Anlass zur Hoffnung.
Vonovia beendet Zusammenarbeit mit Quarterback
Vonovia hat seine Beteiligung am Leipziger Projektentwickler Quarterback auf null abgeschrieben – ein Schritt mit Signalwirkung. Rund 340 Millionen Euro gelten als verloren, insgesamt verschwinden fast 1,5 Milliarden Euro aus den Büchern.
Der Wohnungskonzern Vonovia hat seine Beteiligung am Projektentwickler Quarterback vollständig abgeschrieben. Statt wie einst geplant auf Quarterback zu setzen, konzentriert sich Vonovia künftig auf die hauseigene Buwog-Plattform. Die drastischen Wertberichtigungen summieren sich laut Geschäftsbericht auf fast 1,5 Milliarden Euro – ein Tiefschlag für das Neubaugeschäft. Grund ist die anhaltende Krise bei Projektentwicklern, ausgelöst durch hohe Baukosten, Zinsen und falsch kalkulierte Grundstückspreise. Trotz Verlusten übernimmt Vonovia nun Grundstücke aus der Quarterback-Pipeline im Wert von über einer Milliarde Euro. Die Branche bleibt angespannt: Experten und Investoren sehen auch für 2025 keine grundlegende Wende in der Projektentwicklung. Neue Zinssteigerungen könnten die Lage weiter verschärfen.
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Sachsen streicht Rückbauhilfe – und lässt Wohnungsgenossenschaften allein
Sachsen streicht im Doppelhaushalt 2025/26 das Rückbauprogramm für Wohngebäude und bekommt scharfe Kritik aus der Wohnungswirtschaft. Gerade in Ostdeutschland kämpfen viele Genossenschaften mit Leerstand und Altschulden – und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.
Die Streichung des Landesrückbauprogramms in Sachsen trotz weiter hohem Bedarf ist ein „fatales Signal“, so der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften und warnt vor wachsender Unsicherheit bei Planung und Investitionen. Auch der vdw Sachsen zeigt sich enttäuscht: Bis 2030 sei der Rückbaubedarf auf 5.000 Wohnungen beziffert worden. Dass das Programm 2024 nicht vollständig ausgeschöpft wurde, sei auf den späten Start zurückzuführen – rund 300 Wohnungen wurden trotzdem abgerissen. Die Wohnungswirtschaft fordert eine Fortsetzung des Rückbaus und die Verbesserung bestehender Förderinstrumente. Bereits jetzt geraten kommunale Wohnungsgesellschaften in Ostdeutschland vermehrt in Schieflage – teils mit massiven Folgen für die soziale Wohnraumversorgung.