07.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Baukredite im Aufwind – Nachfragewelle durch Zinsanstieg
Im März ist das Neugeschäft mit privaten Immobilienkrediten stark gestiegen – auf 22 Milliarden Euro. Grund war ein Vorzieheffekt: Viele Käufer sicherten sich rechtzeitig günstigere Zinsen, bevor es teurer wurde.
Erstmals seit der Zinswende 2022 erlebt der Immobilienkreditmarkt wieder einen kräftigen Schub: Im März 2025 stieg das Neugeschäft mit privaten Baufinanzierungen auf 22,2 Milliarden Euro – ein Plus von 16 Prozent gegenüber Februar und sogar 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Experten sprechen von einem Vorzieheffekt, ausgelöst durch den angekündigten Anstieg der Zinsen im Zuge eines neuen Finanzpakets der Bundesregierung. Käufer sicherten sich in kurzer Zeit noch alte Konditionen. Auch Sparkassen und Vermittler melden Rekordzahlen. Die Bafin hatte bereits reagiert und den Kapitalpuffer für Banken halbiert – ein Signal, das die Kreditkonditionen künftig weiter entspannen könnte.
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Neuer Chef für Vonovia: Vodafone-Finanzvorstand übernimmt ab 2026
Führungswechsel bei Deutschlands größtem Wohnungskonzern: Luka Mucic löst Rolf Buch an der Vonovia-Spitze ab.
Nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze von Vonovia macht Rolf Buch Platz für einen Nachfolger: Zum Jahresende übernimmt Luka Mucic, derzeit noch Finanzchef bei Vodafone, den Vorstandsvorsitz. Der Dax-Konzern bleibt trotz angespannter Märkte auf Wachstumskurs – im ersten Quartal stiegen die Mieteinnahmen weiter, der Gewinn kletterte auf 515 Millionen Euro. Für den geplanten Übergang will Buch seinen Nachfolger noch einarbeiten. Die Weichen für Kontinuität bei Vonovia sind damit gestellt.
Studie zeigt: Hier lohnt sich der Wohnungskauf 2025 am meisten
Trotz gestiegener Zinsen sind Immobilien weiter gefragt. Eine neue Studie zeigt, wo sich der Kauf besonders rechnet – und welche Städte zwar hohe Renditen versprechen, aber auch Risiken bergen.
Nach der Preisdelle der vergangenen Jahre gibt der Immobilienmarkt wieder Chancen – vor allem abseits der Metropolen. Das aktuelle Rendite-Risiko-Ranking von Lübke Kelber analysiert 111 Städte in Deutschland und zeigt: Besonders in Leipzig, Hanau, Erlangen oder Paderborn finden Käufer lohnenswerte Standorte mit solider Rendite. Während Großstädte wie Berlin, Hamburg und Frankfurt weiter attraktiv bleiben, drohen in teuren Lagen wie Köln oder Düsseldorf Unterrenditen. Die Studie berücksichtigt sowohl Standortattraktivität als auch die sogenannte Fair-Value-Rendite – und warnt: Nicht jede hohe Rendite ist automatisch ein guter Deal. Wer die richtige Mischung aus Potenzial und Sicherheit sucht, findet sie 2025 eher in Städten der zweiten Reihe.
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Immobilienbranche will Bürokratie radikal verschlanken
ZIA und VDP wollen die Nachhaltigkeitsberichterstattung bei Immobilienfinanzierungen auf 29 zentrale Fragen reduzieren. Der neue Standard soll Kreditvergabe vereinfachen – und europaweit Schule machen.
Beim Antrag auf einen Immobilienkredit mussten Eigentümer zuletzt oft absurde Fragen beantworten – etwa, wie viel Wasser durch ihre Toilette fließt oder welcher Müll im Haus anfällt. Jetzt will die Branche den Aufwand drastisch reduzieren: ZIA (Zentraler Immobilienausschuss) und VDP (Verband deutscher Pfandbriefbanken) liefern einen neuen Vorschlag, der das Chaos beenden soll. Der Katalog umfasst künftig nur noch 29 Fragen und fokussiert sich auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte wie Heizart, Energieverbrauch und Emissionen. So könnte der bürokratische Aufwand für rund 5 Millionen Kreditfälle pro Jahr deutlich sinken – ohne die Klimaziele aus den Augen zu verlieren.
Behördenfehler: Familie verliert Haus – Land Brandenburg sichert Hilfe zu
Eine Familie soll ihr selbst gebautes Haus in Rangsdorf abreißen – wegen eines Behördenfehlers. Justizminister Grimm spricht von Mitverantwortung des Landes und verspricht weitere Unterstützung.
Im jahrelangen Rechtsstreit um ein Grundstück in Rangsdorf hat Brandenburgs Justizminister Benjamin Grimm (SPD) finanzielle Hilfe für die betroffene Familie zugesagt. Das Ehepaar hatte 2010 das Grundstück ersteigert und ein Haus gebaut – bis das Landgericht 2014 urteilte, dass der ursprüngliche Eigentümer nicht ausreichend ermittelt wurde. Inzwischen wurde der Familie vom Bundesgerichtshof zwar ein Anspruch auf Erstattung der Baukosten zugesprochen, doch das Grundstück müssen sie laut OLG räumen. Grimm nennt den Fall klar einen Behördenfehler, den das Land nun zumindest finanziell ausgleichen müsse. Ein „echtes Happy End“ sei aber nicht mehr möglich.