08.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnviertel unter Druck – reichen Förderprogramme nicht mehr?
Viele Wohnviertel in Deutschland geraten sozial unter Druck – Armut, Alterung und Einsamkeit nehmen zu. Eine neue Studie zeigt: Klassische Förderprogramme reichen längst nicht mehr aus.
Armut, Migration, Wohnungsmangel und Überalterung – in immer mehr Wohnquartieren ballen sich die sozialen Probleme. Laut einer Studie des Instituts Inwis (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung) im Auftrag des GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) sind Hunderte Viertel stark belastet, erhalten aber keine gezielte Förderung. Die Wohnungswirtschaft sei mit der Situation zunehmend überfordert, warnen Experten – und fordern von Politik und Gesellschaft sofortiges Handeln. Der GdW schlägt unter anderem eine Bundeskompetenzstelle „Zusammenleben im Quartier“, flexible Fördermodelle und mehr Personal vor. Ziel sei es, gefährdete Nachbarschaften zu stabilisieren, bevor sie kippen.
Landlust mit Tücken – was beim Immobilienkauf auf dem Dorf wichtig ist
Schloss, Resthof oder Reetdachhaus – die Sehnsucht nach Landidylle wächst. Doch wer sich den Traum vom Leben im Grünen erfüllen will, braucht mehr als nur Romantik: Es lauern finanzielle, rechtliche und bauliche Stolperfallen.
Immer mehr Städter zieht es aufs Land – sei es wegen Ruhe, Platz oder der Möglichkeit, Wohnträume zu verwirklichen. Der Sozialbericht 2024 bestätigt den Trend zur Stadtflucht. Doch wer alte Bauernhöfe oder romantische Gutshäuser kaufen will, sollte sich vorbereiten: Die Finanzierung ist oft schwierig, die Sanierung teuer, und der Denkmalschutz stellt zusätzliche Hürden. Experten warnen vor vermeintlichen Schnäppchen und raten zu frühzeitiger Klärung von Genehmigungen, Energieversorgung und sozialer Einbindung im Dorfleben. Denn auf dem Land zählt nicht nur der Quadratmeterpreis, sondern auch die Machbarkeit – und der Anschluss an die Gemeinschaft.
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Benko bleibt in U-Haft – neue Razzien in Signa-Affäre
Die österreichische Justiz hat die U-Haft für René Benko verlängert. Parallel dazu wurden bei Ermittlungen zu Betrug und Untreue erneut Signa-Räume in Wien durchsucht.
Im Fall René Benko spitzt sich die Lage weiter zu: Die Untersuchungshaft des Signa-Gründers wurde um 2 Monate verlängert – wegen „dringendem Tatverdacht“ und „Tatbegehungsgefahr“. Gleichzeitig durchsuchten Ermittler in Wien erneut Immobilien und Geschäftsräume der Signa-Gruppe. Der Verdacht: Betrug und Veruntreuung in Millionenhöhe, unter anderem gegenüber einem saudi-arabischen Staatsfonds. Auch die italienische Justiz ermittelt – wegen Verdacht auf Korruption, Ausschreibungsmanipulation und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Benkos Anwalt weist alle Vorwürfe zurück. Doch nach dem Zusammenbruch seines Firmenimperiums reißen die schlechten Nachrichten nicht ab.
Klimaanlage erlaubt – BGH schützt bauliche Veränderung trotz Lärmbefürchtung
Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Eine genehmigte bauliche Veränderung – etwa der Einbau einer Klimaanlage – darf nicht wegen möglicher späterer Lärmprobleme gekippt werden. Entscheidend sind allein die baulichen Auswirkungen.
In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof klargestellt: Der Einbau einer Klimaanlage in einer Eigentumswohnung darf nicht allein deshalb untersagt werden, weil andere Eigentümer Lärmbelästigung befürchten. Für die Genehmigung kommt es laut Gericht nicht auf mögliche spätere Störungen durch den Betrieb an, sondern nur auf die unmittelbaren baulichen Veränderungen – etwa Eingriffe in die Fassade. Die Entscheidung stärkt die Rechtsposition bauwilliger Eigentümer. Gleichzeitig bleibt die Tür für spätere Abwehransprüche offen: Sollten unzumutbare Geräusche auftreten, können sich Nachbarn weiterhin auf Unterlassung berufen. Die Nutzung kann außerdem nachträglich geregelt werden – etwa durch Hausordnungen.