30.06.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Prognose: Immobilienpreise sollen deutlich steigen
Die Preise für Wohneigentum in Deutschland sollen weiter steigen, wie eine Einschätzung der Volks- und Raiffeisenbanken zeigt. Potenzielle Käufer stehen vor immer größeren Herausforderungen.
Konkret rechnet der Bankenverband BVR für selbstgenutzte Wohnimmobilien mit einem Anstieg von 3,2 Prozent in diesem Jahr und weiteren 3,1 Prozent 2026. Die Preise haben sich vielerorts von den Einkommen entkoppelt, in Großstädten stiegen sie seit 2007 über ein Drittel stärker. Im Schnitt müssen Käufer mehr als sechs Jahreseinkommen aufbringen, in München fast 15. Gleichzeitig sinkt die Zahl neuer Wohnungen, während die Baukosten steigen. Die Politik will mit schnelleren Genehmigungen und vereinfachten Regeln gegensteuern.
Bundesjustizministerin will Schlupflöcher bei Mietpreisbremse schließen
Die Mietpreisbremse soll besser greifen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant strengere Regeln für möblierte Wohnungen. Vermieter sollen bestehende Lücken nicht länger ausnutzen können.
Hubig kritisiert, dass manche Vermieter mit minimaler Möblierung hohe Zuschläge verlangen und so die Mietpreisbremse umgehen. Die Zuschläge müssen bisher nicht transparent ausgewiesen werden und sind für Mieter schwer nachvollziehbar. Künftig soll klar geregelt werden, was für Möbel verlangt werden darf. Hubig verweist auf eigene Erfahrungen mit überteuerten Angeboten in Berlin und spricht von einem systematischen Problem. Die Mietpreisbremse gilt grundsätzlich auch für möblierte Wohnungen, erlaubt aber Zuschläge. Sie greift in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt und limitiert die Miete bei Neuvermietung auf zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete.
Immobilienfinanzierer weiter pessimistisch
Die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern bleibt angespannt. Banken rechnen mit mehr Insolvenzen und schwierigen Jahren.
Laut einer Umfrage von EY-Parthenon unter 36 Kreditinstituten erwarten drei von vier Finanzierern steigende Insolvenzzahlen in den nächsten zwölf Monaten. Besonders Büro- und Einzelhandelsobjekte gelten als Problemfälle, hier rechnen 70 Prozent beziehungsweise zwei Drittel mit weiteren Preisrückgängen. Wohnimmobilien gelten dagegen als vergleichsweise stabil mit niedrigen Refinanzierungsrisiken. Viele Banken setzen ihre Konditionen für Beleihung und Vorverkauf restriktiver an, bleiben aber bei Problemkrediten vor allem bei Verlängerungen mit Anpassungen. Eine Erholung des Marktes erwarten die meisten Institute frühestens in drei bis fünf Jahren.
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Internationaler Vergleich: Deutsche Städte mit guter Lebensqualität und moderaten Immobilienpreisen
Eine neue Rangliste vergleicht die Lebensqualität in 69 Städten weltweit. Deutsche Städte schneiden dabei solide ab. Auch beim Thema Immobilienpreise bleiben sie im internationalen Vergleich erschwinglich.
Die Analyse der Deutschen Bank sieht Luxemburg bei der Lebensqualität an der Spitze, gefolgt von Kopenhagen, Amsterdam, Wien und Helsinki. Frankfurt ist die beste deutsche Stadt auf Platz sieben, München erreicht Rang zwölf und Berlin liegt auf Platz 20. Gesondert wurde auch die Erschwinglichkeit von Immobilien ausgewertet – hier schneidet Deutschland laut Report vergleichsweise gut ab. Sowohl beim Wohnungskauf als auch beim Mieten rangieren Berlin, Frankfurt und sogar München unter dem Preisniveau vieler Vergleichsstädte. Die Studie zeigt aber auch hohe Nebenkosten in Deutschland, vor allem wegen teurem Strom.
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