08.07.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Rekord bei faulen Krediten – Gefahr für Immobilienfinanzierungen?
Bei deutschen Banken gibt es so viele faule Kredite wie sonst nirgends in Europa. Vor allem Insolvenzen und Probleme bei Gewerbeimmobilien sind schuld. Noch ist keine Krise da – aber die Risiken steigen. Laut einer Analyse von Bearingpoint wuchs die Zahl sogenannter notleidender Kredite (NPL) in Deutschland 2024 um fast 25 Prozent – im EU-Schnitt waren es nur 1,1 Prozent. Grund ist vor allem die Zunahme an Unternehmenspleiten und sinkende Werte im Gewerbeimmobilienmarkt. Das Volumen dieser Kredite liegt in Deutschland nun bei 40 Milliarden Euro.
Trotzdem sehen Experten aktuell keine akute Gefahr für das Bankensystem – unter anderem wegen besserer Überwachung und höherer Rücklagen. Problematisch könnte aber der wachsende Schattenbankensektor werden, der eng mit klassischen Banken vernetzt ist.
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Zinsanstieg erwartet – Experten raten zum Kauf
Bauzinsen könnten bis Ende 2025 steigen. Fachleute raten: Wer kaufen will, sollte sich jetzt gute Konditionen sichern. Denn ein deutlicher Rückgang der Zinsen ist laut Experten nicht in Sicht. Das zeigt eine neue Umfrage des Verbraucherportals biallo.de unter 14 Banken und Kreditvermittlern. Die Mehrheit der befragten Experten rechnet mit einem leichten Zinsanstieg, teils bis zu 4 Prozent. Derzeit liegen die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen bei rund 3,50 Prozent. Die Empfehlung der Fachleute: Wer seine Wunschimmobilie findet, sollte handeln und sich die aktuell noch moderaten Zinsen sichern. Trotzdem gilt: Nicht überstürzt kaufen – die Finanzierung muss zum eigenen Budget passen. Wer vorbereitet ist, kann im richtigen Moment schnell zuschlagen.
Projektentwickler ziehen ins Ausland – Deutschland wird zu kompliziert
Der Wohnungsmarkt in Deutschland belebt sich wieder. Doch viele Projektentwickler schauen sich zunehmend im Ausland um. Die Gründe dafür sind hohe Baukosten, lange Verfahren und strenge Regeln. In anderen Ländern geht vieles schneller und günstiger. Zwar wurden im ersten Halbjahr 2025 wieder mehr Wohnungen und Wohnportfolios verkauft. Doch beim Neubau ziehen sich viele zurück. Der Bau dauert hier oft sechs bis acht Jahre – in den USA oder Polen geht das in zwei bis drei Jahren. Dazu kommen ständig neue Vorschriften, unsichere Förderungen und hohe Standards. In Ländern wie Finnland oder Irland gibt es weniger Regeln und bessere Erträge. Auch Tokio wird für langfristige Investments immer beliebter. Experten sagen: Die Flucht ins Ausland ist kein Trend, sondern eine Folge der schwierigen Lage in Deutschland.
Benkos Luxus kommt unter den Hammer
Luxusvilla am Gardasee, Promi-Gästebuch, Buddha-Büste: Beim Verkauf von Rene Benkos Besitztümern wird alles versteigert – sogar Raumspray. Die Auktion soll Geld für Gläubiger bringen. Es geht um Milliarden-Schulden. Benko, Gründer der insolventen Signa-Gruppe, sitzt in Wien in Untersuchungshaft. In seiner früheren Villa in Sirmione am Gardasee werden nun rund 1.800 Gegenstände versteigert. Von Silberbesteck über Fitnessgeräte bis zu Schlappen und Sonnencreme ist alles dabei.
Im Gästebuch stehen Namen wie Berlusconi und Tina Turner – das aktuelle Gebot dafür liegt bei über 12.000 Euro. Die Auktion läuft noch bis 14. Juli, auch Online-Gebote sind möglich. Trotz großer Nachfrage kann laut Insolvenzverwalter nur ein kleiner Teil der Schulden gedeckt werden. Benkos Gläubiger bleiben wohl auf Milliarden sitzen.