15.07.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wärmewende verliert Vertrauen: Eigentümer kritisieren Politik und Förderung
Viele Hauseigentümer wollen klimafreundlich sanieren, doch hohe Kosten, unsichere Regeln und komplizierte Förderprogramme bremsen sie aus. Neue Studien zeigen: Die Wärmewende braucht einfachere Förderung und mehr sozialen Ausgleich. Laut einer Umfrage von co2online zweifeln viele Eigentümer an der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Rund ein Drittel macht Investitionen vom Förderbescheid abhängig, doch die Antragstellung gilt weiter als aufwendig. Auch Mieter werden bei der aktuellen Bundesförderung kaum berücksichtigt. Studien fordern deshalb zusätzliche Fördermittel, etwa einen Bonus für Vermieter mit sozialverträglichen Mieten und gezielte Hilfen für Sozialwohnungen. Die Deutsche Energie-Agentur betont zudem, dass klimagerechte Sanierungen nur gelingen, wenn soziale Aspekte stärker beachtet werden. Laut Allianz-Studie könnte der Umbau langfristig den Immobilienwert deutlich steigern – trotz anfänglicher Mehrkosten.
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Energiepreise: Millionen wechseln Anbieter – und sparen kräftig
Millionen Haushalte haben 2024 ihren Strom- oder Gasvertrag gewechselt – so viele wie nie zuvor. Grund sind große Preisunterschiede: Wer wechselt, spart oft mehrere Hundert Euro pro Jahr. Laut Bundesnetzagentur haben 7,1 Millionen Strom- und 2,2 Millionen Gaskunden ihren Anbieter gewechselt – Rekordwerte. Ursache sind Nachwirkungen der Energiekrise, durch die Grundversorger teurer geblieben sind. Neukunden zahlen deutlich weniger: Im Schnitt 24,6 Cent pro Kilowattstunde Strom statt 44,2 Cent in der Grundversorgung. Insgesamt sparten deutsche Haushalte 2024 rund 2,2 Milliarden Euro durch Anbieterwechsel. Zugleich nehmen aber auch Strom- und Gassperrungen zu – bei Strom um 20 Prozent auf 245.000 Fälle. Sozialverbände schlagen Alarm: Die gestiegenen Preise gefährden zunehmend die Grundversorgung einkommensschwacher Haushalte.
Wohnungsbau in Bayern: Fördergelder nur auf dem Papier?
Die bayerische Staatsregierung hebt den Förderstopp für sozialen Wohnungsbau auf – doch laut SPD ist das nur ein Trick: Es gibt kein neues Geld, und Auszahlungen dauern Jahre.
Die SPD spricht von einer „Mogelpackung“. Denn die versprochenen 400 Millionen Euro stammen zum Großteil aus dem bestehenden Haushalt oder wurden aus künftigen Jahren vorgezogen. Neue Projekte müssten oft zwei Jahre auf die erste Auszahlung warten. Das erschwere Kommunen und Genossenschaften die Planung und zwinge manche Bauherren sogar zum Projektstopp. Die Regierung verteidigt ihr Vorgehen als pragmatische Lösung, um angestoßene Bauprojekte zu retten. Besonders im Bereich kommunaler und studentischer Wohnraumförderung soll das Geld helfen. Doch langfristig fehlt es dann in den kommenden Jahren an Mitteln – und der Wohnungsbau bleibt ausgebremst.
Schneller raus aus dem Mietvertrag: Hamburg will Schutz bei häuslicher Gewalt verbessern
Hamburg will Betroffenen von häuslicher Gewalt helfen: Künftig sollen sie leichter aus gemeinsamen Mietverträgen aussteigen können. Derzeit blockieren oft bürokratische Hürden einen schnellen Auszug aus der Wohnung. SPD und Grüne fordern deshalb eine Mietrechtsänderung und bringen dazu einen Antrag in die Bürgerschaft ein. Wer aktuell mit dem gewalttätigen Partner einen Mietvertrag unterzeichnet hat, kann nur gemeinsam kündigen. Verweigert der Partner die Zustimmung, bleibt oft nur eine Klage – ein belastender Weg für Betroffene. Hamburgs Justizsenatorin Gallina hatte sich bereits im Mai im Kreis der Länder für eine Reform starkgemacht. Nun soll Hamburg im Bundesrat offiziell eine entsprechende Gesetzesinitiative unterstützen. Die Bürgerschaft stimmt am Mittwoch über den Vorstoß ab. Das Ziel: mehr Schutz und schnellere Hilfe bei Gewalt in der Partnerschaft.
Lieber Bingo als Party: Wie gemeinsames Wohnen Generationen verbindet und Kosten senkt
Jung und Alt unter einem Dach: In Florida lebt eine 31-Jährige im Seniorenheim, in München hilft ein Student einer Rentnerin im Tausch gegen ein Zimmer – immer mehr Menschen entdecken neue Wohnformen mit Generationenmix. Die 31-jährige Liz wohnt für rund 1.700 Euro im Monat in einer Seniorenanlage in Florida. Statt Party sucht sie Gemeinschaft, Ruhe und klare Regeln. In München hat die 87-jährige Helga einen Studenten aufgenommen, der ihr für ein kostenloses Zimmer monatlich 16 Stunden hilft. Auch in Australien leben junge Menschen mit Rentnern in Wohngemeinschaften zusammen. Diese Beispiele zeigen: Altersübergreifendes Wohnen bietet nicht nur günstigen Wohnraum, sondern auch soziale Nähe und gegenseitige Unterstützung – ein Trend mit Potenzial für angespannte Wohnungsmärkte und alternde Gesellschaften.