31.07.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Kapitalanleger schwenken um: Mehrfamilienhäuser statt Eigentumswohnungen
Die Nachfrage nach Baufinanzierungen bleibt hoch. Kapitalanleger setzen verstärkt auf Mehrfamilienhäuser statt Eigentumswohnungen. Grund dafür sind stabile Zinsen und bessere Erträge durch Mieteinnahmen – besonders bei größeren Objekten mit niedrigeren Quadratmeterpreisen. Laut einer Analyse des Finanzierungsvermittlers Hüttig & Rompf stieg das Finanzierungsvolumen im zweiten Quartal 2025 deutlich an. Nur noch 62 Prozent der Kapitalanleger investierten allerdings in Eigentumswohnungen – im Quartal davor waren es 79 Prozent. Der Anteil der finanzierten Mehrfamilienhäuser wuchs dagegen von 6 auf über 16 Prozent. Gleichzeitig wurden größere Flächen gekauft, der durchschnittliche Quadratmeterpreis sank. Für Eigennutzer blieben die Gesamtkosten stabil, bei etwas mehr Fläche. Die Entwicklung deutet laut Hüttig & Rompf auf ein geändertes Investitionsverhalten hin, vor allem mit Blick auf langfristige Mieteinnahmen. Ob sich daraus ein dauerhafter Trend ergibt, bleibt aber offen.
Glasfaser-Pflicht: Neue Regeln sorgen für Kritik aus der Wohnungswirtschaft
Die Regierung will den Glasfaseranschluss in Mietshäusern zur Pflicht machen. Das sorgt für Aufregung. Wohnungsunternehmen und Netzbetreiber befürchten, dass zu viele Regeln den Ausbau von schnellem Internet eher bremsen als fördern. Laut Digitalminister Wildberger soll es ein Recht auf Glasfaser bis in jede Wohnung geben. Vermieter dürften das nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Wer den Anschluss nicht selbst umsetzt, soll mit Sanktionen rechnen müssen. Verbände wie GdW oder Haus & Grund sagen: Das würde den Ausbau eher bremsen als helfen. Sie wünschen sich verlässliche Regeln und Anreize statt neuer Vorschriften. Schon jetzt arbeiten Wohnungsunternehmen mit der Telekom zusammen. Fünf Millionen Wohnungen sollen laut Verbandsangaben mit Glasfaser versorgt werden. Die Regierung sammelt bis Ende August Meinungen zu den Plänen. Im Herbst soll ein Gesetzesentwurf kommen.
Grünen-Politiker Graf will Wohnkonzerne enteignen und strengere Regeln für Vermieter
Der Berliner Grünen-Politiker Werner Graf will große Wohnungskonzerne enteignen lassen und strengere Regeln für Vermieter durchsetzen. Ziel sind bezahlbare Mieten und mehr Investitionen in den Wohnungsbestand – notfalls mit Druck. Graf unterstützt die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ und spricht sich für ein neues „Bezahlbare-Mieten-Gesetz“ aus. Auch kleinere Vermieter sollen verpflichtet werden, Wohnungen instand zu halten und faire Mieten zu verlangen. Unternehmen, die vor allem hohe Gewinne ausschütten wollen, sollten nach Grafs Meinung nicht länger Teil des Berliner Wohnungsmarkts sein. Zugleich zeigt sich der Politiker offen für einen neuen Kurs in der Verkehrspolitik. Er will die Verkehrswende mit den Menschen gestalten, statt sie „am Reißbrett“ zu planen. Bus, Bahn, Radwege und Fußwege sollen weiter gestärkt werden – aber ohne Zwang für ganze Stadtteile.
Trend zum Alleinwohnen wächst – und mit ihm der Bedarf an kleinen Wohnungen
Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein – besonders in Großstädten. Laut Prognose könnte die Zahl der Singlehaushalte bis 2045 deutlich steigen. Das verändert die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung rechnet mit 18,7 Millionen Einpersonenhaushalten im Jahr 2045 – das wären rund sechs Prozent mehr als 2022. Besonders stark betroffen sind Stadtstaaten wie Berlin oder Hamburg, wo künftig über die Hälfte aller Haushalte nur aus einer Person bestehen könnte. In Süddeutschland und in Ballungsräumen wird die Haushaltszahl insgesamt leicht steigen, während ostdeutsche Regionen und Teile Westdeutschlands mit Rückgängen rechnen müssen. Trotz gleichbleibender Bevölkerungszahl steigt der Wohnraumbedarf. Vor allem kompakte Wohnungen für ein bis zwei Personen werden künftig gebraucht.
Digitale Baugenehmigung startet durch – MV wird bundesweites Vorbild
Die digitale Baugenehmigung aus Mecklenburg-Vorpommern soll Planen und Bauen schneller machen. Das bundesweite Modellprojekt gilt als Hoffnungsträger für weniger Bürokratie und mehr Tempo – besonders beim Wohnungsbau. Das System folgt dem Prinzip „Einer für alle“ (EfA) und soll deutschlandweit eingeführt werden. Erste Pilotstädte wie Rostock und Leipzig melden Fortschritte, obwohl technische Hürden wie Schnittstellen zur Fachsoftware bleiben. 13 Bundesländer und über die Hälfte der Kommunen nutzen die Lösung bereits. Ziel ist eine einheitliche, digitale Genehmigungspraxis für ganz Deutschland. Die neue Zuständigkeit im Finanzministerium soll für frischen Schwung sorgen. Auch der Einsatz von KI und klaren IT-Standards spielt eine Rolle. Besonders relevant ist das für Bereiche mit hoher Bautätigkeit, in denen schnelle Genehmigungen dringend gebraucht werden – etwa in Ballungsräumen oder angespannten Wohnungsmärkten.