01.08.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Teure Dienstleistungen bremsen – Zinssenkung rückt in weite Ferne
Die Inflation in Deutschland ist im Juli nicht wie erwartet gesunken. Vor allem teure Lebensmittel und Dienstleistungen halten die Preise oben – und dämpfen die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen durch die EZB. Die Inflationsrate lag wie im Juni bei 2,0 Prozent. Energie wurde günstiger, doch Dienstleistungen verteuerten sich um 3,1 Prozent, Nahrungsmittel um 2,2 Prozent. Die Kerninflation lag unverändert bei 2,7 Prozent. Laut Experten steigen die Lohnkosten nicht mehr so stark, was den Preisdruck bei Dienstleistungen etwas abschwächt. Für die Geldpolitik der EZB sind die Zahlen entscheidend: Eine weitere Zinssenkung im Herbst gilt als unwahrscheinlich. Viele Marktbeobachter rechnen damit, dass der Einlagensatz von 2,0 Prozent für den Rest des Jahres unverändert bleibt.
Für Immobilienzinsen bedeutet das: Sie bleiben voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau. Mehr über den Zusammenhang von von EZB-Leitzins und Bauzinsen lesen Sie im Ratgeber von immowelt.
Trotz Rekordetat: Wohnungsbau braucht mehr Hilfe – sonst bleiben Projekte liegen
Das Kabinett hat den Haushaltsentwurf für 2026 beschlossen. Milliarden sollen in den Wohnungsbau fließen. Doch die Branche schlägt Alarm: Ohne neue Förderprogramme bleiben tausende Wohnungen weiter nur auf dem Papier existent. Zwar bekommt das Bauministerium mit 7,6 Milliarden Euro im Jahr 2026 so viel Geld wie nie. 4 Milliarden davon sind für sozialen Wohnraum eingeplant. Auch Neubau und Sanierungen sollen gefördert werden. Doch der Immobilienwirtschaft reicht das nicht. Sie fordert die Rückkehr der KfW-55-Förderung, die 2022 gestoppt wurde, und längere Fristen für Bauprojekte. Viele Vorhaben hängen in der Warteschleife, weil frühere Förderzusagen durch neue Regeln wertlos wurden. Laut Verband könnten 51.000 Wohnungen gebaut werden – wenn die Politik jetzt handelt.
Finanzamt, Hypothek, Insolvenzprüfung: Gröners Vermögen rückt in den Fokus
Christoph Gröner soll dem Finanzamt Millionen schulden. Mehrfach wurde eine Hypothek auf seine Villa eingetragen. Auch ein mögliches Privatinsolvenzverfahren steht im Raum – mitten in einer schwierigen Phase für die Branche. Laut Berichten soll das Finanzamt bis zu 14 Millionen Euro von ihm gefordert haben. In Berlin wurde eine Sicherungshypothek über 13 Millionen Euro ins Grundbuch eingetragen und später wieder gelöscht. Doch eine zweite Hypothek folgte. Parallel prüft das Amtsgericht Leipzig die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über Gröners Privatvermögen. Laut Schuldnerverzeichnis soll Gröner zwei Mal zur Abgabe einer Vermögensauskunft aufgefordert worden sein. Die Entwicklung betrifft einen der bekanntesten Projektentwickler im Land – und wirft Fragen zur finanziellen Stabilität großer Bauakteure auf, während der Immobilienmarkt insgesamt unter Druck steht.
Solarboom, Kostenexplosion, China-Risiko: Offshore-Windkraft in der Krise
Der Ausbau der Windkraft auf See stockt. Hohe Baukosten, niedrige Strompreise und Unsicherheit bei Technik aus China sorgen für fehlende Investitionen. Das hat Folgen für Versorgungssicherheit, langfristige Strompreise und Standortentwicklung. Bei einer Auktion im Juni boten nur zwei Firmen auf eine Nordsee-Fläche und zahlten statt Milliarden nur 180 Millionen Euro. Grund sind stark gestiegene Kosten, vor allem für Stahl, sowie fallende Strompreise durch den Solarboom. Viele Offshore-Projekte rechnen sich nicht mehr. Auch fehlen große Hafenflächen für die schweren Bauteile. Die Branche fordert ein neues Vergütungssystem mit festen Einnahmen, um Investitionen zu sichern. Bisher lehnt die Politik das ab. Ob das Ziel von 70 Gigawatt Offshore-Leistung bis 2045 erreicht wird, ist fraglich. Ebenso wie die Frage, wie stabil und planbar die Stromversorgung künftig bleibt.