08.12.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Vor der EZB-Sitzung am 18. Dezember: Was passiert 2026 mit den Bauzinsen?
Vor der letzten EZB-Sitzung des Jahres richten Experten ihren Blick auf die Bauzinsen. Sie erklären, warum 2026 trotz stabiler Märkte eher mit leichtem Auftrieb bei den Finanzierungskosten zu rechnen ist. Nach einem weitgehend konstanten Zinsniveau im Jahr 2025 erwarten Fachleute eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung mit leichter Steigung. Ausschlaggebend sind stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, eine mögliche weitere Inflationsabschwächung und hohe Staatsfinanzierungsbedarfe, die die Renditen von Bundesanleihen nach oben ziehen könnten. Der Immobilienmarkt bleibt durch knappen Neubau und begrenztes Angebot geprägt, weshalb Experten mit erneut steigenden Preisen rechnen. Für die Branche bedeutet ein moderat höheres Zinsniveau keine spürbare Entlastung, da höhere Finanzierungskosten sowohl Projektentwicklungen als auch Transaktionen weiter belasten.
Immobilienfrust bei Bauunternehmer: „Der Neubau ist so gut wie tot“
Die Lage im Wohnungsbau spitzt sich weiter zu. Ein erfahrener Bauunternehmer zeichnet ein deutliches Bild der Krise. Er erklärt, warum höhere Kosten und komplexe Vorgaben den Neubau in Deutschland nahezu zum Stillstand bringen. Thomas Reimann ist Bauunternehmer und Präsident des Verbands Baugewerblicher Unternehmer Hessen. Er verweist auf tausende Normen und gesetzliche Auflagen, die bezahlbares Bauen kaum noch möglich machen. Hinzu kommen stark gestiegene Baupreise, ein Rückgang der Fertigstellungen und historische Tiefstände bei den Genehmigungen. Auch andere Branchenexperten erwarten für das kommende Jahr weitere Rückgänge, da Projekte oft nicht mehr umgesetzt werden. Politische Maßnahmen wie der Bauturbo greifen bisher nicht. Hoffnung setzt die Branche auf vereinfachte Standards wie den Gebäudetyp E, dessen Umsetzung jedoch frühestens 2027 erwartet wird.
Heikle Immobiliendeals: So viel Geld soll eine bayerische Behörde verloren haben
Ein brisanter Bericht zu den US-Immobilieninvestitionen der Bayerischen Versorgungskammer (BKV) weckt neue Zweifel an Umfang und Kontrolle der Anlagen. Er deutet darauf hin, dass die bisherigen Verlustzahlen das wahre Ausmaß nur ansatzweise widerspiegeln. Nach internen Angaben könnten die Abschreibungen deutlich höher ausfallen als bislang kommuniziert und im schlimmsten Fall mehrere hundert Millionen Euro erreichen. Hintergrund sind Beteiligungen an prominenten, teils problematischen Immobilienprojekten in Manhattan, Chicago und Beverly Hills, an denen auch der wegen Steuerbetrugs verurteilte Entwickler Michael Shvo beteiligt war. Die Affäre beschäftigt inzwischen die bayerische Politik, die Staatsanwaltschaft und die Kammer selbst, in der bereits personelle Konsequenzen gezogen wurden. Parallel stehen weitere Klagen in den USA im Raum, während externe Untersuchungen klären sollen, wie es zu den riskanten Investments kommen konnte.
Grundsicherung ab 2026: Schärfere Regeln für hohe Mieten?
Ab 2026 soll die neue Grundsicherung das Bürgergeld ablösen. Dabei werden die Regeln rund um Mietkosten, Karenzzeit und Mietpreisbremse verschärft. Das dürfte für Leistungsbeziehende wie auch für Vermieter und Wohnungswirtschaft spürbare Folgen haben. Künftig müssen Beziehende ihre Vermieter rügen, wenn die Miete über der zulässigen Mietpreisbremse liegt, und diesen Schritt gegenüber dem Jobcenter belegen. Gleichzeitig soll der bisherige Schutz der Karenzzeit entfallen, sodass Kostensenkungsverfahren deutlich früher einsetzen können, etwa durch Untervermietung, Verhandlungen oder einen Umzug. Sozialverbände warnen vor zusätzlichem Druck in angespannten Wohnungsmärkten. Das Arbeitsministerium stellt begleitend Unterstützung in Aussicht, indem Jobcenter bei Streitigkeiten mit Vermietern Prozesse begleiten, Kosten für Beratung teilweise übernehmen und die Miete bis zu einer gerichtlichen Entscheidung weiterzahlen.
Neue Vermietungsregeln auf den Kanaren verändern Marktbedingungen für Eigentümer und Investoren
Auf den Kanaren greifen neue Regeln für die touristische Vermietung. Diese zwingen Eigentümer und Investoren zu grundlegenden Anpassungen und stellen in vielen Fällen bisherige Geschäftsmodelle infrage. Hintergrund ist ein umfassendes Gesetz, das Wohnraum stärker schützen und die touristische Nutzung deutlich einschränken soll. Auf den großen Inseln dürfen Neubauten künftig über Jahre nicht mehr in die Ferienvermietung gehen, und neue Genehmigungen werden nur noch erteilt, wenn Gemeinden dies ausdrücklich in ihrer Raumplanung vorsehen. Bestehende Genehmigungen verlieren ihren Bestandsschutz und werden zeitlich befristet. Zudem gelten strengere Vorgaben innerhalb von Eigentümergemeinschaften und klare Obergrenzen für den Anteil touristisch nutzbarer Wohnungen. Für Investoren bedeutet dies eine spürbare Verschärfung des Marktzugangs und steigenden Beratungsbedarf.
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