30.01.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
BGH: Maklern droht Schadensersatz bei Diskriminierung
Wenn Makler Wohnungssuchende diskriminieren, kann es teuer werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) sprach einer Interessentin, die wegen ihres ausländisch klingenden Namens benachteiligt wurde, Schadensersatz zu.
Die Klägerin hatte mit ihrem pakistanischen Namen zunächst eine Absage erhalten, während sie unter einem deutsch klingenden Namen einen Besichtigungstermin für die Mietwohnung bekam. Der BGH sah darin einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und sprach der Frau 3.000 Euro Schadenersatz zu. Dabei stellte das Gericht klar, dass auch Makler für diskriminierendes Verhalten haften, selbst wenn sie im Auftrag des Vermieters handeln. Andernfalls entstünde eine Schutzlücke für Wohnungssuchende, die meist mit Maklern in Kontakt stehen. Das Urteil setzt damit ein deutliches Signal gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt.
Mit KI: Baukredite sollen in 30 Minuten zugesagt werden
Statt tagelanger Wartezeiten soll künftig eine halbe Stunde genügen, um die Zusage für eine Immobilienfinanzierung zu bekommen. Die Direktbank ING will Baufinanzierungen mithilfe künstlicher Intelligenz drastisch beschleunigen.
Möglich wird dies durch die automatisierte Erfassung von Objektdaten sowie eine digitale Bonitätsprüfung, jeweils mit Zustimmung der Kunden. Die finale Entscheidung über einen Kredit soll weiterhin ein Mensch treffen. Das neue Angebot mit dem Namen „Instant Baufi“ soll im zweiten Quartal 2026 starten und zunächst über die Tochter Interhyp verfügbar sein. Zum Marktstart sollen 15 bis 20 Prozent der Finanzierungen KI-gestützt bearbeitet werden, der Anteil soll später steigen. Trotz des stärkeren KI-Einsatzes rechnet die ING nicht mit einem Abbau von Arbeitsplätzen.
Gaspreise für Neukunden auf 20-Monats-Tief
Gas ist für Neukunden so günstig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise haben dagegen bislang keine Auswirkungen für Haushalte.
Die Gaspreise für Neukunden sind laut Verivox auf rund 8 Cent pro Kilowattstunde gefallen und erreichen damit den niedrigsten Stand seit Mai 2024. Vor einem Jahr lagen die Preise noch etwa 20 Prozent höher. Zwar sind die Gas-Großhandelspreise zuletzt wegen niedriger Speicherstände und kühler Witterung gestiegen, diese Entwicklung wirkt sich aber bislang nicht auf private Haushalte aus. Grund dafür sind langfristige Lieferverträge, durch die Preisänderungen an den Börsen oft erst mit Verzögerung ankommen. Verivox erwartet steigende Verbraucherpreise erst, wenn das höhere Großhandelsniveau dauerhaft anhält. Für Neukunden kann ein Tarif mit Preisgarantie aktuell spürbare Einsparungen gegenüber der teuren Grundversorgung bringen.
Bafin warnt vor Liquiditätsengpässen bei offenen Immobilienfonds
Die Bafin schlägt Alarm bei offenen Immobilienfonds. Erstmals spricht die Finanzaufsicht offen von Liquiditätsnöten einzelner Produkte.
Auslöser sind anhaltende Mittelabflüsse, Wertverluste und Vermietungsprobleme vor allem im Gewerbeimmobiliensegment. Der Rücknahmestopp des Fonds Wohnselect D verdeutlicht, dass selbst verschärfte Liquiditätsregeln wie Mindesthaltedauer und Kündigungsfristen Risiken nicht vollständig verhindern. Seit August 2023 sind aus offenen Fonds mehr als 13 Milliarden Euro abgeflossen und damit mehr als während der Finanzkrise. Besonders Büro- und Einzelhandelsimmobilien belasten die Fonds, deren Preise seit 2022 zweistellig gefallen sind. Die Bafin warnt, dass schwache Nachfrage, strukturelle Marktprobleme und geringe Liquiditätsquoten den Sektor weiter unter Druck setzen.
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