23.04.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Mittelstädte und Mieten: Die Dynamik im großen Überblick
Die Mietpreise in vielen Mittelstädten ziehen deutlich an. Neue Auswertungen zeigen große Unterschiede zwischen den Regionen. Vor allem im Umland großer Städte wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt.
Daten von immowelt zur Entwicklung von Angebotsmieten zwischen 2022 und 2026 zeigen deutliche Unterschiede in deutschen Mittelstädten. Besonders hohe Preise finden sich vor allem in Süddeutschland sowie im Umfeld von wirtschaftsstarken Metropolen. Gleichzeitig verzeichnen Städte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen teils starke Zuwächse. Haupttreiber ist die steigende Nachfrage aus Großstädten, die ins Umland ausweicht. Dort steigen die Mieten spürbar an. Einige Städte zeigen jedoch nur geringe Veränderungen oder stagnierende Preise. Insgesamt gewinnen Mittelstädte weiter an Bedeutung und rücken stärker in den Fokus des Wohnungsmarktes.
Immobilienpreise ziehen wieder an und nähern sich Rekordniveau
Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen weiter und nähern sich früheren Höchstständen. Vor allem in Metropolen zeigt sich eine deutliche Dynamik. Gleichzeitig sorgen geopolitische Risiken für Unsicherheit am Markt.
Wie aus Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken hervorgeht, haben sich Wohnimmobilien im Schlussquartal 2025 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert. Grundlage sind reale Abschlüsse von mehr als 700 Banken. Besonders stark fiel der Anstieg in den großen Städten aus, wo auch die Mieten weiter zulegen. Für 2026 erwartet der Verband erneut steigende Preise. Gleichzeitig erhöhen gestiegene Kapitalmarktzinsen die Finanzierungskosten deutlich, wodurch Kredite wieder teurer werden. Hintergrund sind Inflationsrisiken infolge geopolitischer Spannungen. Trotz der Unsicherheit bleibt die Kreditvergabe lebhaft, insbesondere bei Wohn- und Mehrfamilienhäusern.
Treiben Niederländer die Mietpreise an der Grenze in die Höhe?
In der deutschen Grenzregion zu den Niederlanden ziehen die Mieten spürbar an. Ein wichtiger Grund liegt im Nachbarland. Neue Daten zeigen, wie stark der Druck vom niederländischen Wohnungsmarkt inzwischen ist.
Daten von immowelt und dem niederländischen Wohnungsportal Pararius zeigen eine zunehmende Verflechtung der Wohnungsmärkte beider Länder. In den Niederlanden sind die Mieten im privaten Sektor zuletzt deutlich gestiegen, gleichzeitig wird Wohnraum knapper. Das führt dazu, dass mehr Menschen auf günstigere Angebote in deutschen Grenzregionen ausweichen. Dort steigen die Mieten entsprechend an, insbesondere in Städten nahe der Grenze. Auch in den niederländischen Grenzprovinzen zeigt der Pararius-Mietmonitor steigende Preise. Haupttreiber sind fehlender Neubau und hohe Nachfrage. Die Entwicklung verstärkt den Druck auf den Wohnungsmarkt in den betroffenen deutschen Regionen.
Grüne planen Grunderwerbsteuerbefreiung für Familien beim Erstkauf
Die Grünen legen ein Maßnahmenpaket zur Entlastung vor. Im Fokus steht auch der Immobilienmarkt, wo Familien gezielt beim Eigentumserwerb unterstützt werden sollen. Ein Vorschlag könnte den Zugang zu Wohneigentum deutlich verändern.
Kern des Positionspapiers von Parteichefin Franziska Brantner und Fraktionschefin Katharina Dröge ist ein umfassender Entlastungsplan im Volumen von rund 35 Milliarden Euro. Für den Immobilienmarkt besonders relevant ist die geplante Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums durch Familien. Ziel ist es, den Vermögensaufbau zu erleichtern. Im Gegenzug soll für weitere Käufe ein höherer Steuersatz gelten. Ergänzt wird der Vorschlag durch weitere Maßnahmen zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen, etwa bei Energie und Steuern. Aufgrund der Oppositionsrolle der Grünen gelten die Umsetzungschancen derzeit jedoch als gering.
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Verwalterentgeltstudie 2026: Höhere Basissätze für Verwalter
Immobilienverwalter verlangen bei neuen Verträgen höhere Gebühren. Vor allem Zusatzleistungen spielen eine größere Rolle. Gleichzeitig sind viele Verwalter stark ausgelastet und planen weiteres Wachstum.
Die Verwalterentgeltstudie 2026 zeigt, dass die Preise für Immobilienverwaltung steigen. Neue Verträge liegen oft über den bisherigen Vergütungen. In der WEG-Verwaltung bewegen sich die monatlichen Gebühren pro Einheit je nach Größe etwa zwischen 30 und 48 Euro. Kleine Anlagen sind dabei teurer als große. Zusätzlich rechnen viele Verwalter extra Leistungen gesondert ab, zum Beispiel bei Sanierungen oder Neuvermietungen. Laut Studie gibt es weiterhin Spielraum, alte Verträge anzupassen. Die Branche ist stark ausgelastet und viele Unternehmen wollen ihren Bestand ausbauen.
Urteil: Vermieter dürfen Wohnung nicht heimlich betreten
Ein zurückbehaltener Zweitschlüssel kann für Vermieter teuer werden. Betreten sie damit die Wohnung ohne Zustimmung des Mieters, gilt dies als schwerer Eingriff in die Privatsphäre, die eine automatische Mietminderung rechtfertigt.
Das Amtsgericht Bielefeld hat entschieden, dass das heimliche Betreten einer Wohnung durch den Vermieter im rechtlichen Sinn einen erheblichen Mangel darstellt. Im konkreten Fall hatte die Vermieterin einen Zweitschlüssel einbehalten und die Wohnung ohne Zustimmung betreten. Die Mieterin konnte den Vorfall per Video nachweisen und forderte daraufhin einen Teil der Miete zurück. Das Gericht gab ihr recht und stellte klar, dass Mieter allein über den Zugang zur Wohnung bestimmen. Sofern kein Notfall vorliegt, verletzt bereits kurzes unbefugtes Betreten die Privatsphäre erheblich und mindert automatisch die Miete. Eine vorherige Ankündigung der Mietminderung ist somit nicht erforderlich. Zu viel gezahlte Miete muss vom Vermieter erstattet werden.
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