23.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
BGH: Keine Maklerprovision für Verwalter
Ein aktuelles BGH-Urteil schafft Klarheit bei der Vergütung von Hausverwaltern. Betroffen sind Vereinbarungen zur Vermietung von Wohnungen aus dem eigenen Verwaltungsbestand. Die Entscheidung könnte bestehende Vertragsmodelle infrage stellen.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Hausverwalter für die Vermittlung von Mietverträgen über Wohnungen aus dem von ihnen verwalteten Bestand keine Maklerprovision verlangen dürfen. Das gilt nicht nur gegenüber Mietern, sondern auch gegenüber Vermietern. Im konkreten Fall musste eine Verwaltungsgesellschaft rund 16.800 Euro an die Eigentümerin zurückzahlen, die sie für 13 Neuvermietungen erhalten hatte. Der BGH stellte klar, dass das Provisionsverbot des Wohnungsvermittlungsgesetzes ohne Einschränkung greift, wenn der Vermittler zugleich Verwalter der vermieteten Wohnungen ist. Ziel der Regelung sei auch der Schutz von Mietern vor indirekten Kostenbelastungen durch höhere Mieten. Nicht betroffen sind laut BGH reine WEG-Verwalter.
ANZEIGE

Schneller zum Notartermin: So vermarkten Top-Makler 2026
Längere Vermarktungszeiten stellen Makler aktuell vor Herausforderungen. Welche Hebel jetzt den Unterschied in der Vermarktungsstrategie machen, zeigt Ihnen Derik Kampeter (Head of Field Sales bei immowelt) live im Webinar.
Erfahren Sie in unter einer Stunde, wie Sie jetzt Ihre Klicks und Anfragen steigern, Prozesse effizienter gestalten und sich vom Wettbewerb abheben.
Hohe Neumieten bremsen Umzüge und verknappen das Marktangebot
Steigende Neuvertragsmieten verändern das Verhalten vieler Mieter. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Wohnungswechsel zunehmend vermieden werden. Das hat Folgen für die Dynamik auf dem Mietmarkt.
Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Heimstaden wohnen Mieter in Deutschland heute durchschnittlich 18 Jahre in derselben Wohnung. Als Hauptgrund nennen die Studienautoren die Sorge vor deutlich höheren Mieten bei einem Umzug. Während die Zahl der Mieter mit kurzer Wohndauer seit 2016 spürbar gesunken ist, wächst der Anteil langjähriger Bewohner. Gleichzeitig sind die Bestandsmieten laut Umfrage weniger stark gestiegen als die Verbraucherpreise. Anders sieht es bei Neuvermietungen aus: Nach Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung legten die Neuvertragsmieten in vielen Großstädten deutlich stärker zu. Trotz der Kostenbelastung zeigen sich die meisten Mieter mit ihrer Wohnsituation zufrieden.
Regierung plant Milliardenkürzung beim Wohngeld
Die Bundesregierung will die Ausgaben für das Wohngeld deutlich senken. Nach den Plänen könnten viele Haushalte ihren Anspruch verlieren. Aus der Wohnungswirtschaft kommt bereits deutliche Kritik.
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Wohngelds in die Ressortabstimmung gegeben. Ziel ist es, die staatlichen Ausgaben um insgesamt zwei Milliarden Euro zu reduzieren. Nach Angaben der Ministerin könnte rund ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte künftig aus dem Förderkreis herausfallen. Bestehende Bewilligungen sollen jedoch unangetastet bleiben. Das Wohngeld war zuletzt Anfang 2025 im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Anpassung um durchschnittlich 15 Prozent erhöht worden. Verbände der Wohnungswirtschaft warnen vor den Folgen der Kürzungen und verweisen auf den anhaltenden Druck auf den Mietmärkten. Sie sehen das Wohngeld weiterhin als wichtiges Instrument zur Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte.
Schweiz: Trotz Wohnraummangel bleiben Häuser ohne Käufer
Wohnraum ist knapp, doch nicht jede Immobilie findet einen Abnehmer. In Teilen der Schweiz stehen Einfamilienhäuser monatelang zum Verkauf. Die Entwicklung zeigt, wie stark Lage und Finanzierbarkeit den Markt beeinflussen.
Vor allem ältere Eigentümer in der Schweiz haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Häuser zu verkaufen. Laut Berichten von Bluewin.ch bleiben selbst nach Preisnachlässen viele Immobilien über Monate am Markt. Als zentrale Gründe gelten abgelegene Standorte und hohe Kaufpreise, die für viele Haushalte kaum finanzierbar sind. Banken verlangen für die Finanzierung häufig hohe Einkommen und Eigenkapitalquoten. Die Beispiele verdeutlichen, dass selbst in angespannten Wohnungsmärkten nicht jede Immobilie automatisch Nachfrage erzeugt. Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild in einigen ländlichen Regionen, insbesondere in Teilen Ostdeutschlands. Dort erschweren vor allem strukturelle Standortnachteile die Vermarktung von Einfamilienhäusern trotz anhaltender Wohnraumknappheit.
Aktuelle Beiträge
e-learningNeubauprojekt auf immowelt anlegen
MagazinImmobilienfotos mit ChatGPT bearbeiten
