24.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Länder wollen Vergesellschaftung von Wohnungen ausbremsen
Die Bauminister der Länder positionieren sich deutlich gegen die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände. Sie sehen Risiken für Investitionen und setzen stattdessen auf mehr Neubau und bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsmarkt.
Auf einer Sonderkonferenz haben die Bauminister der Länder die Bundesregierung aufgefordert, Investitionen in den Wohnungsmarkt stärker zu schützen. Hintergrund sind die Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in Berlin. Nach Einschätzung der Bauminister könnte eine Umsetzung solcher Pläne die Investitionsbereitschaft im Mietwohnungsbau bundesweit beeinträchtigen und negative Folgen für Finanzmärkte sowie die öffentliche Hand haben. Statt Eingriffen in Eigentumsrechte setzt die Konferenz auf eine höhere Bautätigkeit, um das Angebot an Wohnraum zu erhöhen und den Mietanstieg zu bremsen. Zudem fordern die Länder zusätzliche Investitionsanreize und bessere steuerliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau. Die Beschlüsse wurden im Rahmen der Sonder-Bauministerkonferenz veröffentlicht.
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Heizungsgesetz: Verband will klagen
Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt für heftige Kontroversen. In einer Expertenanhörung prallten die Interessen von Eigentümern, Mietern und Klimaschützern aufeinander. Nun droht sogar eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.
Bei einer Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie haben Sachverständige den Entwurf des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) teils scharf kritisiert. Haus & Grund bemängelt zusätzliche Nachweis- und Aufbewahrungspflichten sowie eine stärkere Belastung von Eigentümern durch die CO2-Kostenaufteilung. Der Deutsche Mieterbund fordert dagegen weitergehenden Mieterschutz und eine vollständige Übernahme des CO2-Preises durch Vermieter. Besonders weit gehen die Einwände von Umweltverbänden und Juristen. Sie halten zentrale Teile des Gesetzes für verfassungswidrig und kündigen im Falle einer Verabschiedung eine Verfassungsbeschwerde an. Zugleich sieht der Entwurf mehr Freiheit beim Heizungstausch vor und erlaubt unter bestimmten Bedingungen weiterhin den Einbau von Gas- und Ölheizungen.
Wohnraummangel verschärft Kampf um Fachkräfte
Unternehmen suchen händeringend Personal, doch vielerorts fehlt der passende Wohnraum. Experten sehen darin ein wachsendes Hindernis für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften.
Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die Erwerbsbevölkerung in Deutschland bis 2036 um rund 4,3 Millionen Menschen schrumpfen könnte. Gleichzeitig wird der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zunehmend zum Problem für die Fachkräftegewinnung. Laut dem Sachverständigenrat für Integration und Migration fehlen gerade in wirtschaftsstarken Regionen oft passende Wohnungen für Zuwanderer und Beschäftigte mit mittleren Einkommen. Als Lösungsansätze nennen Experten eine stärkere Zusammenarbeit von Kommunen und Unternehmen sowie Investitionen in Mitarbeiterwohnungen. Das IW verweist darauf, dass Mitarbeiterwohnen die Rekrutierung erleichtern kann, obwohl bislang nur wenige Unternehmen entsprechende Projekte planen. Als Vorbild gilt Wien, das seit Jahren konsequent auf Wohnungsbau und kommunale Wohnprojekte setzt.
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Parkplatzsuche frustriert Mieter stärker als die Miethöhe
Die Zufriedenheit deutscher Mieter sinkt seit Jahren. Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Faktoren im Alltag besonders belasten und warum viele trotz hoher Wohnkosten auf einen Umzug verzichten.
Wie eine aktuelle Allensbach-Studie zeigt, fühlt sich nur noch jeder sechste Mieter in Deutschland rundum wohl in seiner Wohnung. Besonders kritisch sehen viele den Energieverbrauch ihres Zuhauses sowie die tägliche Parkplatzsuche. Die finanzielle Belastung bleibt hoch, vor allem in den sieben größten Städten und bei Mietern mit neueren Verträgen. Gleichzeitig deutet die Umfrage auf die Folgen der Wohnungsnot hin: Mieter bleiben deutlich länger in ihren Wohnungen als noch vor einigen Jahren. Bei der Wohnlage stehen kurze Wege zu Supermärkten, Ärzten und Apotheken im Vordergrund. Trotz der Kostenbelastung wären einige Mieter bereit, für bessere Energieeffizienz oder ein vollständig saniertes Bad mehr Miete zu zahlen.
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