25.06.2026
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Mieten fressen Einkommen auf: Fast jede zweite Stadt über Belastungsgrenze
Hohe Wohnkosten sind längst kein reines Großstadtproblem mehr. Eine neue Analyse zeigt deutliche Unterschiede zwischen den deutschen Städten und macht sichtbar, wie stark Familien durch Mieten belastet werden.
Die aktuelle Leistbarkeitsstudie von immowelt untersucht die Wohnkostenbelastung von Familien in den 107 kreisfreien Städten Deutschlands. Grundlage ist eine dreiköpfige Familie mit einem Vollzeit- und einem Teilzeitverdiener. Demnach überschreiten Familien in 48 Städten die häufig genannte Belastungsgrenze von 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Besonders hoch ist die Belastung in München, wo 42,1 Prozent des verfügbaren Einkommens für eine 90-Quadratmeter-Wohnung aufgewendet werden müssen. Auch Berlin, Potsdam, Rostock und Frankfurt zählen zu den teuersten Standorten. Am günstigsten schneiden Wolfsburg, Salzgitter, Schweinfurt, Emden und Chemnitz ab. Die Studie zeigt, dass steigende Mieten zunehmend auch Städte außerhalb der klassischen Metropolen unter Druck setzen.
EU-Solarpflicht kommt: Das gilt bald für Neubauten
Die EU treibt den Ausbau von Solarenergie auf Gebäuden voran. Mit der neuen Gebäuderichtlinie gelten in den kommenden Jahren schrittweise verpflichtende Vorgaben für Neubauten und bestimmte Bestandsgebäude.
Die EU-Gebäuderichtlinie EPBD sieht erstmals eine europaweite Solarpflicht für verschiedene Gebäudetypen vor. Ab Ende 2026 greifen die Vorgaben zunächst für neue öffentliche Gebäude und neue Nichtwohngebäude mit mehr als 250 Quadratmetern Nutzfläche. Bis 2029 werden alle neuen Wohngebäude und neue überdachte Parkplätze einbezogen. Für bestehende Wohngebäude sieht die Richtlinie hingegen keine generelle Solarpflicht vor, auch nicht bei Dachsanierungen. Die Mitgliedstaaten können Ausnahmen etwa für denkmalgeschützte Gebäude, statisch ungeeignete Dächer oder unverhältnismäßig hohe Kosten vorsehen. Deutschland hat die Umsetzungsfrist der EU-Richtlinie bislang nicht vollständig eingehalten und plant die Umsetzung über das Gebäudemodernisierungsgesetz.
Jeder Fünfte lebt allein: Einpersonenhaushalte nehmen weiter zu
Immer mehr Menschen wohnen ohne Mitbewohner oder Familie unter einem Dach. Besonders in Großstädten und bei älteren Menschen sind Einpersonenhaushalte weit verbreitet und prägen die Wohnraumnachfrage zunehmend.
Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, lebten 2025 rund 17,3 Millionen Menschen in Deutschland allein. Das entspricht 20,9 Prozent der Bevölkerung und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16,5 Prozent. Gegenüber 2005 ist die Zahl der Alleinlebenden um 22,3 Prozent gestiegen. Besonders häufig wohnen Menschen ab 65 Jahren allein, bei den über 85-Jährigen betrifft dies sogar mehr als die Hälfte. Gleichzeitig ist der Anteil auch bei den 25- bis 34-Jährigen überdurchschnittlich hoch. Auffällig sind regionale Unterschiede: In Großstädten lebt mehr als jeder Vierte allein, in kleineren Gemeinden dagegen deutlich seltener. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts verdeutlichen den langfristigen Trend zu kleineren Haushalten und dessen Bedeutung für den Wohnungsmarkt.
Hitze belastet Immobilien stärker: Südwestdeutschland wird zum Hotspot
Extreme Sommerhitze wird für Städte und Gebäude zunehmend zur Herausforderung. Neue Analysen zeigen, wo die Belastung besonders hoch ist und warum Anpassungen im Gebäudebestand immer wichtiger werden.
Mehrere Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Energiedienstleisters Techem zeigen, dass vor allem Städte und Regionen im Südwesten Deutschlands von steigenden Temperaturen betroffen sind. Mannheim, Worms und Ludwigshafen weisen laut DUH die höchsten sommerlichen Oberflächentemperaturen auf. Gleichzeitig steigt der Kühlbedarf von Gebäuden besonders im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen deutlich an. Als Ursachen gelten unter anderem versiegelte Flächen und fehlendes Stadtgrün. Die Analysen verdeutlichen den wachsenden Anpassungsbedarf im Gebäudesektor. Maßnahmen wie Verschattung, bessere Dämmung, Begrünung und hitzeresiliente Stadtplanung gewinnen für Eigentümer, Bestandshalter und Projektentwickler zunehmend an Bedeutung.
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