02.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
BGH klärt, wann Makler Provision teilen müssen
Wann greift der Halbteilungsgrundsatz bei der Maklerprovision? Ein aktuelles BGH-Urteil schafft mehr Klarheit und zeigt, worauf es beim Vertragsabschluss und bei besonderen Nutzungsabsichten des Käufers ankommt.
Der Bundesgerichtshof stellt klar, dass es für die Anwendung des Halbteilungsgrundsatzes auf die für den Makler erkennbare Beschaffenheit und Nutzung des Objekts ankommt. Entscheidend ist, ob spätestens beim Abschluss des Maklervertrags erkennbar war, dass der Käufer ein Mehrfamilienhaus als Einfamilienhaus nutzen wollte. Ist eine solche Absicht aus den objektiven Gegebenheiten nicht ersichtlich, darf sich der Makler auf die erkennbare Objektart verlassen. Eine erst später geäußerte oder umgesetzte Nutzungsabsicht führt nicht automatisch zur Anwendung des Halbteilungsgrundsatzes. Das Urteil schafft damit mehr Klarheit für die Gestaltung und Prüfung von Maklerverträgen.
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Finanzierungsklima fällt auf neuen Tiefstand
Die Bedingungen für Investitionen in der Wohnungswirtschaft verschlechtern sich weiter. Vor allem neue Projekte geraten unter Druck, während Unternehmen bei Investitionen in den Bestand deutlich weniger zurückhaltend sind.
Der WOWI-GIX für das Finanzierungs- und Investitionsklima der deutschen Wohnungswirtschaft sinkt im vierten Quartal 2026 von 43,9 auf 41,7 Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Noch stärker verschlechtert sich das Finanzierungsklima. Der WOWI-FKX fällt von 39 auf 36,5 Punkte, während der Investitionsindex bei 46,8 Punkten liegt. Als Belastungen nennt die Erhebung steigende Zinsen, Inflationsrisiken, strengere Anforderungen der Banken, unsichere Förderbedingungen und regulatorischen Druck. Besonders kritisch bewerten Wohnungsunternehmen Investitionen in den Neubau. Die Investitionsbereitschaft im Bestand zeigt sich dagegen vergleichsweise stabil. Neue Vorhaben werden dadurch schwerer kalkulierbar und planbar.
Immobilienmarkt kommt nur langsam in Bewegung
Die Erwartungen in der Immobilienbranche haben sich spürbar verändert. Viele Marktteilnehmer bleiben trotz erster positiver Signale vorsichtig und rechnen weiterhin mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen.
Der aktuelle Trendindex der EXPO REAL zeigt eine deutlich zurückhaltendere Einschätzung der Marktlage als im Vorjahr. 40 Prozent der befragten Aussteller und Besucher bewerten die Lage als zurückhaltend oder sehr zurückhaltend. 2025 lag dieser Anteil noch bei 22 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Optimisten von 44 auf 25 Prozent. Damit hat sich das Stimmungsbild innerhalb eines Jahres klar verschoben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unsicherheiten bei Finanzierung, Investitionen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Branche weiterhin prägen. Von einer breiten Trendwende lässt sich aus den aktuellen Erwartungen der Befragten noch nicht sprechen.
immowelt: Neue CCO-Position erweitert die Führungsspitze
immowelt erweitert seine Führungsebene um eine neue kommerzielle Spitzenfunktion. Die Position übernimmt eine Managerin mit langjähriger Erfahrung im digitalen Vertrieb und in leitenden Unternehmensfunktionen.
Isabel Kreidler wird erste Chief Commercial Officer bei Immowelt. Mit ihrer Ernennung führt das Immobilienportal erstmals eine CCO-Funktion in seiner Führungsstruktur ein. Kreidler bringt Erfahrung aus digitalen Vertriebs- und Führungspositionen mit. Vor ihrer Tätigkeit bei Contorion arbeitete sie bei Google im Bereich Sales and Operations für die DACH-Region. 2019 wechselte sie zu Contorion und übernahm dort zunächst eine leitende Vertriebsfunktion. Ab Januar 2022 war sie Co-Geschäftsführerin und verantwortete unter anderem die Vertriebsaktivitäten sowie den Bereich People and Culture. Bei Immowelt übernimmt sie nun die neu geschaffene kommerzielle Spitzenfunktion und erweitert damit die bestehende Führungsstruktur des Unternehmens.
80 Prozent der Mehrfamilienhäuser sind für Wärmepumpen geeignet
Wärmepumpen könnten in deutlich mehr Mehrfamilienhäusern funktionieren als vielfach angenommen. Eine umfangreiche Auswertung zeigt, welche Rolle vorhandene Heizkörper spielen und wann vergleichsweise überschaubare Anpassungen ausreichen.
Laut einer Auswertung von Wärmedaten aus 1,1 Millionen Wohnungen eignen sich rund 40 Prozent des deutschen Mehrfamilienhausbestands bereits ohne Heizkörpertausch für Niedertemperatursysteme. Werden Heizkörper ersetzt, steigt der Anteil auf rund 80 Prozent. Mit speziellen Niedertemperaturheizkörpern mit Gebläse sieht die Analyse sogar bei rund 90 Prozent der Gebäude technisches Potenzial. Bei den verbleibenden zehn Prozent wären größere Maßnahmen wie Flächenheizungen oder zusätzliche Dämmung notwendig. Für 2025 weist die Untersuchung bei Wärmepumpen mit durchschnittlich 8,80 Euro pro Quadratmeter die niedrigsten reinen Raumheizungskosten unter den betrachteten Heizsystemen aus. Für Eigentümer und Bestandshalter erweitert das die technischen Optionen bei der künftigen Wärmeplanung.



