12.10.2026
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Bestandsimmobilien werden billiger, Neubauhäuser teurer
Für Käufer von bestehenden Wohnungen und Häusern gibt es etwas Entlastung. Bei Neubauten sieht es anders aus. Neue Zahlen zeigen, wie weit sich die Preise inzwischen auseinanderentwickeln.
Im September 2026 sind die Kaufpreise für Bestandsimmobilien im Europace-Hauspreisindex gesunken. Eigentumswohnungen kosteten 0,66 Prozent weniger als im August und 0,53 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im Monatsvergleich um 0,69 Prozent günstiger. Gegenüber September 2025 lagen ihre Preise um 0,12 Prozent niedriger. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser wurden dagegen binnen eines Jahres um 2,92 Prozent teurer. Ihr Preisindex erreichte mit 245,80 Punkten einen neuen Höchststand. Über alle Wohnimmobilien hinweg gingen die Preise zum Vormonat um 0,35 Prozent zurück, lagen aber 0,84 Prozent über dem Vorjahr. Hohe Kreditzinsen und mögliche Sanierungskosten bleiben für Käufer eine Belastung.
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Bund verlängert Förderung für EH55-Neubauten
Für viele bereits geplante Neubauten bleibt staatliche Hilfe verfügbar. Der Bund legt Geld nach, damit der Fördertopf nicht vorzeitig leer ist. Allerdings gelten klare Bedingungen für die Kredite.
Die Bundesregierung stellt zusätzliches Geld für Neubauten nach dem Energiestandard EH55 bereit. Die bisher eingeplanten 800 Millionen Euro hätten nicht bis zum Jahresende gereicht. Nun sollen Förderanträge bis Ende 2026 möglich bleiben. Gefördert werden Häuser, die nur 55 Prozent der Energie eines festgelegten Vergleichsgebäudes benötigen. Die Wärme muss vollständig aus erneuerbaren Energien kommen. Außerdem muss die Baugenehmigung bereits vorliegen. Bauherren können dann günstigere Kredite der staatlichen KfW-Bank beantragen. Wie viel Geld der Bund nachlegt, war zunächst unklar. Der Wohnungsverband GdW rechnet mit 250 Millionen Euro. Laut Bauministerium werden derzeit rund 52.100 zuvor genehmigte Wohnungen umgesetzt. Auch die künftige Höhe der Förderzinsen steht noch nicht fest.
Bauen wird teurer: Preise steigen um 5,5 Prozent
Neue Wohnungen zu bauen kostet weiter mehr Geld. Einige Arbeiten verteuern sich besonders stark. Der Anstieg trifft nicht nur Neubauprojekte, sondern auch Eigentümer, die bestehende Häuser reparieren oder modernisieren lassen.
Der Neubau von Wohngebäuden war im August 2026 um 5,5 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Besonders stark stiegen die Preise für Dacharbeiten mit 7,6 Prozent. Zimmer- und Holzbauarbeiten kosteten 7,2 Prozent mehr. Mauerarbeiten verteuerten sich um 4,2 Prozent, Betonarbeiten um 4,3 Prozent. Auch Elektro- und Heizungsarbeiten wurden teurer. Wer ein bestehendes Wohngebäude instand halten ließ, musste im Durchschnitt 6,0 Prozent mehr zahlen. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflation lag zuletzt bei 3,3 Prozent. Zusammen mit hohen Bauzinsen erschweren die Kosten neue Wohnprojekte. Das betrifft private Bauherren ebenso wie größere Investoren. Vor allem in Großstädten bleibt es dadurch schwierig, dringend benötigte Wohnungen zu bauen.
Immobilienbetrug: 1,1 Millionen Euro auf falsches Konto überwiesen
Eine Käuferin aus München verliert beim Wohnungskauf eine Millionensumme. Die Täter nutzten offenbar eine laufende E-Mail-Unterhaltung, um eine falsche Zahlung auszulösen. Der Fall zeigt ein Risiko bei der Abwicklung von Immobilienkäufen.
Eine 60 Jahre alte Frau hat beim Kauf einer Wohnung in München rund 1,1 Millionen Euro an Betrüger überwiesen. Nach bisherigen Ermittlungen hatten Unbekannte Zugriff auf ein E-Mail-Postfach. So konnten sie Nachrichten zwischen der Käuferin und ihrem Makler verändern. Kurz vor der geplanten Schlüsselübergabe erhielt die Frau eine Zahlungsaufforderung mit einer falschen Kontonummer. Die Nachricht wirkte echt. Erst als die Übergabe nicht stattfand und der Makler nachfragte, fiel der Betrug auf. Ein Teil des Geldes war bereits ins europäische Ausland geflossen. Rund 900.000 Euro konnten gesichert werden. Die Polizei rät, geänderte Kontodaten telefonisch über eine bekannte Nummer zu prüfen und die IBAN mit den Angaben im Notarvertrag zu vergleichen.
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