23.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Auf Eigentümer kommt neue Versicherungspflicht zu
Die Bundesregierung will Hauseigentümer künftig verpflichtend gegen Hochwasser und andere Naturgefahren absichern. Auch bestehende Gebäudeversicherungen sollen ausgeweitet werden. Für Vermieter könnte eine zusätzliche Einschränkung hinzukommen.
Nach den Plänen von Justizministerin Stefanie Hubig und Finanzminister Lars Klingbeil sollen neue Wohngebäudeversicherungen künftig automatisch Elementarschäden abdecken. Bestehende Verträge sollen ebenfalls erweitert werden. Reagieren Eigentümer nicht auf ein entsprechendes Angebot, greift der zusätzliche Schutz nach einem Jahr automatisch. Im Schadensfall ist eine Selbstbeteiligung von höchstens 20.000 Euro vorgesehen. Eine günstigere Mindestversicherung mit bis zu 100.000 Euro Eigenanteil wird geprüft. Zudem erwägt die Regierung, Vermietern die Umlage der Versicherungskosten auf Mieter gesetzlich zu untersagen. Bislang sind mehr als 40 Prozent der Wohngebäude nicht gegen Elementarschäden versichert. Der zusätzliche Schutz kostet je nach Region und Risikolage durchschnittlich 92 bis 200 Euro jährlich, in besonders gefährdeten Gebieten deutlich mehr.
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Wegen Enteignungsplänen: Banken warnen vor höheren Bauzinsen
Die geplante Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne in Berlin sorgt bei Immobilienfinanzierern für erhebliche Bedenken. Banken warnen vor steigenden Kreditkosten, die auch private Immobilienkäufer treffen könnten. Erste Auswirkungen zeigen sich offenbar bereits.
Der Verband Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) warnt, dass die Berliner Vergesellschaftungspläne die Immobilienfinanzierung bundesweit verteuern könnten. Hintergrund ist die mögliche Entwertung von Grundschulden, die Banken als Kreditsicherheit dienen. Bereits jetzt seien Finanzierer bei neuen Wohnungsbauprojekten zurückhaltender, obwohl noch kein Gesetz beschlossen wurde. Linke, Grüne und SPD wollen laut Sondierungspapier private Wohnungskonzerne mit mindestens 10.000 Wohnungen gegen Entschädigung vergesellschaften. Die Linke verspricht sich davon eine dämpfende Wirkung auf die Mieten. Der vdp befürchtet dagegen, dass sich Investoren zurückziehen und die Wohnungsnot verschärft wird. Banken könnten künftig genauer prüfen, welche Bauvorhaben sie finanzieren. Vom Bund fordert der Verband deshalb ein zügiges Gesetz gegen Enteignungen.
Gen Z will ins Eigenheim
Junge Menschen wollen häufiger Wohneigentum erwerben als noch vor fünf Jahren. Doch hohe Kosten und fehlendes Eigenkapital erschweren den Einstieg. Viele Kaufinteressenten zeigen sich deshalb bei der Immobiliensuche kompromissbereit.
Laut der aktuellen Wohntraumstudie des Baufinanzierers Interhyp interessieren sich 80 Prozent der Mieter zwischen 23 und 30 Jahren für einen Immobilienkauf. Besonders groß ist die Hürde beim Eigenkapital. Junge Käufer bringen aktuell durchschnittlich rund 95.000 Euro mit. Zwei Drittel der Kaufinteressenten rechnen mit finanzieller Unterstützung durch ihre Familie. Mit dieser Hilfe halten 67 Prozent einen Kauf für machbar, ohne Unterstützung nur 32 Prozent. Bei begrenztem Budget würden 65 Prozent auch außerhalb der Stadt oder ländlich wohnen. 41 Prozent wären bereit, weniger Wohnfläche zu akzeptieren, 40 Prozent einen anderen Immobilientyp.
Kapitalpuffer fällt weg: Werden Immobilienkredite 2027 günstiger?
Ab nächstem Jahr sollen Banken bei Immobilienkrediten weniger Eigenkapital vorhalten müssen. Das könnte die Finanzierung von Wohneigentum erleichtern. Doch Experten dämpfen die Hoffnung auf deutlich sinkende Bauzinsen und neue Kaufimpulse.
Die Bundesregierung plant, den zusätzlichen Kapitalpuffer für Wohnimmobilienkredite im Januar 2027 abzuschaffen. Die Finanzaufsicht Bafin hatte ihn 2022 eingeführt, um Banken gegen mögliche Verluste bei fallenden Immobilienpreisen abzusichern. Seit Mai 2025 beträgt er noch ein Prozent. Durch den Wegfall könnten Banken mehr Kapital für neue Kredite einsetzen und ihre Finanzierungskosten senken. Eine deutliche Verbilligung für Immobilienkäufer erwarten Fachleute jedoch nicht. Entscheidend für die Bauzinsen bleiben vor allem die langfristigen Kapitalmarktzinsen. Aktuell liegen zehnjährige Finanzierungen bei rund 4,5 Prozent. Auch die Prognosen bleiben verhalten. Bei einer Interhyp-Umfrage erwartet jeweils etwa ein Drittel der Banken steigende, gleichbleibende oder fallende Bauzinsen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten.
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