29.10.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
BGH: Reicht der Schlüssel im Briefkasten?
Ein Mieter wirft seine Wohnungsschlüssel in den Briefkasten des Vermieters, statt sie persönlich zu übergeben. Ist die Wohnung damit rechtzeitig zurückgegeben? Der Bundesgerichtshof hat entschieden, worauf es in solchen Fällen ankommt.
In dem Fall hatten zwei Mieter mit ihrer Vermieterin vereinbart, ihre Wohnungen bis zum 31. März 2022 zurückzugeben. Dafür sollten sie jeweils rund 40.000 Euro Abfindung erhalten. Weil die persönliche Übergabe erst am Folgetag stattfand, verweigerte die Vermieterin die Zahlung. Die Mieter behaupteten jedoch, die Schlüssel noch am vereinbarten Tag eingeworfen zu haben. Der BGH stellte klar, dass ein Schlüsseleinwurf für eine wirksame Rückgabe ausreichen kann, wenn diese Vorgehensweise mit dem Vermieter abgestimmt wurde. Dieser muss den Einwurf nicht tatsächlich bemerkt haben. Auch mündliche Absprachen können trotz einer einfachen Schriftformklausel wirksam sein. Ob die Schlüssel tatsächlich rechtzeitig eingeworfen wurden, muss nun abermals das Landgericht klären.
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Bayern umwirbt Immobilienriesen
Berlin diskutiert über die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Bayern schlägt einen ganz anderen Kurs ein und wirbt um die betroffenen Unternehmen. Doch die erhoffte Zusammenarbeit könnte schwieriger werden als gedacht.
Die CSU-Fraktion hat Vertreter von Vonovia, Heimstaden und Covivio zu einer Sondersitzung des bayerischen Landtags eingeladen. Dort warnten Abgeordnete vor den Folgen der Berliner Vergesellschaftungspläne für Investitionen und den Wohnungsbau in ganz Deutschland. Gleichzeitig machte Bayern deutlich, dass Immobilieninvestoren im Freistaat willkommen seien. Die Hoffnung dahinter ist, dass Unternehmen künftig mehr Kapital in bayerische Wohnungsbauprojekte stecken könnten. Die Konzernvertreter begrüßten zwar den Austausch, dämpften aber die Erwartungen. Covivio verwies auf hohe Baukosten, die Neubauten erst bei Mieten von rund 20 Euro pro Quadratmeter wirtschaftlich machten. Heimstaden bezeichnete sich vor allem als Bestandshalter. Auch Vonovia machte keine konkreten Bauzusagen.
Zu wenig Wohnungen für Azubis
Wer für eine Ausbildung umziehen muss, findet oft kaum bezahlbaren Wohnraum. Bundesbauministerin Verena Hubertz will gegensteuern. Im Interview mit Haufe erklärt sie, wie mehr Azubi-Wohnungen entstehen sollen.
Auf rund 1,3 Millionen Auszubildende in Deutschland kommen lediglich etwa 20.000 Wohnheimplätze. Um das Angebot zu verbessern, hat das Bundesbauministerium ein Beratungsnetzwerk gegründet. Es soll Unternehmen, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften dabei unterstützen, neue Wohnmöglichkeiten für Azubis zu schaffen. Geplant sind unter anderem Beratung, der Austausch erfolgreicher Projekte und neue Kooperationen. Zusätzlich will der Bund die Förderung ausbauen. Ab 2027 soll das Programm „Junges Wohnen“, das auch Studierenden zugutekommt, jährlich eine Milliarde Euro erhalten. Das ist doppelt so viel wie bisher. Im Interview mit Haufe nennt Hubertz allerdings keine konkrete Zielzahl für zusätzliche Azubi-Wohnheimplätze durch das neue Netzwerk. Sie setzt darauf, dass sich künftig mehr Unternehmen und Investoren engagieren.
Achtung, Satire! Der schnelle Weg zum Immobilienmillionär
Mit Immobilien reich werden, am besten möglichst schnell. Auf dem Immocation-Festival in Leipzig treffen sich Privatinvestoren, Rendite-Coaches und Immobiliengurus. Die taz nimmt die Szene mit viel Spott unter die Lupe.
Auf dem Immocation-Festival dreht sich alles um den Traum vom großen Immobilienvermögen. Die taz berichtet in ihrer Satirerubrik „Die Wahrheit“ von einer Welt, in der möglichst hohe Renditen im Mittelpunkt stehen. Der Autor Andreas Hartmann beschreibt Immobilien-Influencer, die den schnellen Weg zum Reichtum versprechen, und Investoren, die selbst aus kleinen Wohnungen möglichst viel Geld herausholen wollen. So geht es unter anderem um Wohnungen, die in zahlreiche WG-Zimmer aufgeteilt werden, um höhere Mieten zu erzielen. Auch fragwürdige Methoden, mit denen bestehende Mieter zum Auszug bewegt werden sollen, werden aufs Korn genommen. Der bewusst überspitzte Text zielt auf die Rendite-Coaching-Szene und einzelne Geschäftspraktiken, nicht auf die klassische Immobilienvermittlung.
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Patrick Becker MagazinEventmarketing für Immobilienmakler

