18.06.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Prognose von EZB-Chefvolkswirt: So geht es mit der Inflation weiter
Die Teuerung im Euroraum hat zuletzt wieder leicht zugenommen. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist man im Hinblick auf die weitere Entwicklung trotzdem optimistisch.
Für das kommende Jahr sei man zuversichtlich, was die Erreichung des Notenbank-Ziels von 2,0 Prozent Teuerung angeht, so EZB-Chefvolkswirt Philip Lane im Interview mit Reuters. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 soll der Zielwert erreicht sein. Im Mai war die Inflationsrate im Euroraum auf 2,6 Prozent angestiegen, nachdem sie im April noch bei 2,4 Prozent gelegen war. Dennoch hat die EZB Anfang Juni erstmals seit fast 5 Jahren die Zinsschraube gelockert.
Baukrise: Fertighäuser weniger stark betroffen als konventioneller Neubau
Die Flaute der Bauindustrie bekommen auch Fertighausanbieter zu spüren. Im Vergleich zu konventionellen Neubauten stehen Fertighäuser jedoch besser dar.
Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr 19.900 Wohngebäude im Fertigteilbau errichtet – das sind 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Wohngebäude in konventioneller Bauweise verzeichneten im selben Zeitraum einen Rückgang um 7,5 Prozent auf 76.900 Einheiten. Verantwortlich für den Rückgang im Fertigbau sind vor allem die rückläufigen Fertigstellungen von Einfamilienhäusern (-4,1 Prozent). Die Zahl der Fertigstellungen bei Zweifamilien-Fertighäusern (+6,0 Prozent) sowie Gebäuden mit mindestens drei Wohnungen (+12 Prozent) stieg dagegen im Vergleich zum Vorjahr.
Heizungsstreit: Zuspruch für Wärmepumpe von überraschender Seite
Der Absatz von Wärmepumpen ist zuletzt stark eingebrochen. Nun spricht sich ausgerechnet einer der prominentesten Kritiker des Heizungsgesetzes für mehr Wärmepumpen aus.
Auf einer Veranstaltung des Unternehmens Enpal, das Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen verkauft, signalisierte der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz seine Unterstützung für die Wärmewende. Im Jahr 2023 hätte eine viel höhere Zahl von Wärmepumpen eingebaut werden müssen, sagte Merz. Der Streit zwischen seiner Partei und der Regierung über das Heizungsgesetz im vergangenen Jahr habe sich vor allem um das Wie gedreht. Zwar lehne er es ab, die Wärmepumpe einseitig vorzuschreiben. Beim Ziel, Emissionen im Wohnungssektor zu verringern, sei man sich mit der Bundesregierung jedoch einig, so Merz.
Dunkle Geschäfte im Osten: Wie Rechtsextreme Immobilien nutzen
In zahlreichen Ecken Ostdeutschlands haben sich Rechtsextreme in Immobilien eingenistet. Dort laufen Geschäfte, die nicht nur die Sicherheit, sondern auch den sozialen Frieden der Regionen bedrohen.
So befanden sich 61 Prozent der bundesweit 210 Objekte der rechtsextremen Szene im Jahr 2022 in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin. Das zeigt eine Veröffentlichung der ostdeutschen Innenministerien sowie der Berliner Senatsverwaltung für Inneres. Demnach hat sich die Zahl von Immobilien im Osten, die durch Rechtsextremisten genutzt werden, seit 2017 vervierfacht. Bei etwa der Hälfte der Objekte der rechtsextremen Szene handelt es sich um Gewerbeimmobilien wie ehemalige Gaststätten, Hotels oder Firmengelände. Genutzt werden diese beispielsweise für Schulungen, Kampfsportveranstaltungen, Parteiversammlungen oder rechtsextreme Konzerte, aber auch zur Planung von konspirativen Aktionen.