02.10.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Steuerschlupflöcher bei Immobilien sollen geschlossen werden
Die Grünen haben ein Arbeitspapier vorgelegt, das weitreichende Steuerreformen für Immobilieninvestoren und Erben vorsieht. Schlupflöcher bei der Spekulationssteuer und Erbschaftsteuer sollen geschlossen werden.
Das Arbeitspapier enthält steuerliche Reformen, die reiche Immobilienbesitzer und Erben stärker belasten. Die Spekulationssteuer auf Immobilienverkäufe soll künftig auch nach der 10-Jahres-Frist fällig werden, und Immobilienunternehmen sollen für alle Gewinne Gewerbesteuer zahlen. Zudem soll die Grunderwerbsteuer bei sogenannten Shared Deals anteilig erhoben werden. Erbschaftsteuer-Ausnahmen für sehr große Vermögen sollen abgeschafft werden, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.
Immobilienpreise stabilisieren sich
Der Immobilienmarkt in Deutschland wird nach der Zinskrise wieder zunehmend stabiler – die Angebotspreise steigen größtenteils wieder.
Insbesondere in Dortmund, wo die Preise im 3. Quartal um 3,7 Prozent auf 2.580 Euro pro Quadratmeter gestiegen sind. Auch in Duisburg (+1,6 Prozent) und Essen (+1,3 Prozent) haben sich die Preise erholt, nachdem sie zuvor gesunken waren. Hamburg (+2,2 Prozent) verzeichnet den dritten Anstieg in Folge.
Bundesweit (+0,8 Prozent) zeigt sich ein ähnlicher Trend – 11 von 15 untersuchten Städten mit einem Plus –, wobei München (-0,1 Prozent) mit 8.190 Euro pro Quadratmeter unangefochten die teuerste Stadt bleibt. Am stärksten gefallen sind die Preise in Leipzig (-4,3 Prozent). Das geht aus dem immowelt Preiskompass für das 3. Quartal 2024 hervor.
Sind viele Insolvenzen positiv für den Immobilienmarkt?
Die Insolvenzwelle trifft weiterhin viele Projektentwickler. Ist diese Art der Marktbereinigung am Ende sogar gut für den Immobilienmarkt?
Diese Frage hat der Immobilienmanager ausgewählten Branchenakteuren im Vorfeld der Expo Real 2024 gestellt, die vom 7. bis 9. Oktober in München stattfindet. Die Meinungen dazu sind unterschiedlich: Steffen Wittwer von Sonar Development sieht sowohl Chancen als auch Risiken, da zwar der überhitzte Grundstücksmarkt abkühlt, die Banken jedoch restriktiver bei Finanzierungen werden. Martin Hantel von Benchmark Real Estate hält eine Marktbereinigung für positiv, solange die richtigen Teilnehmer ausscheiden. Reinhold Knodel von Pandion AG betont die Notwendigkeit einer funktionierenden Development-Branche, sieht jedoch Entspannung bei der Grundstücksakquisition und wachsendes Interesse der Investoren. Pepijn Morshuis von Trei Real Estate betrachtet die Entwicklung neutral, während Adrian Zellner von Garbe Insolvenzen als unvermeidliche Konsequenz der aktuellen Marktlage ansieht. David Tschörner von Red Square hinterfragt, ob Insolvenzen allein eine Konsolidierung darstellen. Matthias Dötsch von Complemus Real Estate sieht den Entwicklermarkt noch am Anfang der Konsolidierung, wobei Logistikimmobilien aufgrund hoher Nachfrage im Vorteil sind.
ImmoTommy: Einfach weiter so?
Vor rund 6 Wochen haben der Spiegel und der NDR über die fragwürdigen Tipps von Immobilieninfluencer ImmoTommy berichtet. Was hat sich seitdem getan?
Nach den Enthüllungen über ImmoTommy und sein Netzwerk haben sich rund 50 Betroffene gemeldet. Die Vorwürfe reichen von überhöhten Immobilienpreisen bis hin zu riskanten Finanzierungen. Käufer berichten von überraschenden Zahlungen an Dritte und geplatzten Finanzierungsversprechen. Einige haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Käufe rückgängig zu machen. Der Influencer weist derweil in einem neuen Video alle Vorwürfe zurück – und gibt weiter Immobilientipps.