15.10.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bayerns Bauminister verteidigt Baupolitik der Länder
Ende September fand in Passau Bauministerkonferenz statt, ein Treffen der Fachminister aus den 16 Bundesländern. Bayern hat dort derzeit den Vorsitz. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter spricht im Interview über die Themen der Konferenz: Unter anderem über den neuen Gebäudetyp E, eine Aussetzung der Grunderwerbssteuer für Erstkäufer oder eine Senkung von Notar- und Maklergebühren.
Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum war zentrales Thema der diesjährigen Bauministerkonferenz. Das soll auch mit einer Entschlackung der Bauvorschriften vonstattengehen. Bernreiter setzt daher große Hoffnung auf den Gebäudetyp E, der gezielt Abweichungen von Maximalnormen am Bau erlaubt, um die Kosten zu senken. Erstkäufern die Grunderwerbssteuer zu erlassen, dafür sieht der Minister keine Mehrheit im Bundesrat. Die Senkung der Kaufnebenkosten, beispielsweise durch Deckelung der Notar- und Maklergebühren, sei laut Bernreiter nicht im Aufgabenbereich der Bauminister, sondern müsste von den Kollegen im Justizministerium adressiert werden.
Grundsteuer: Klagewelle nach Rechtsgutachten?
Zwei Jura-Professoren prüfen im Auftrag des Städtetages NRW das neue Grundsteuer-Modell in Nordrhein-Westfalen. Das Rechtsgutachten hegt erhebliche Zweifel an der Rechtssicherheit des neuen Gesetzes. Folgt auf dieser Basis nun eine Klagewelle? NRW wendet bei der Grundsteuer das Bundesmodell an, das in insgesamt 9 Bundesländern zur Anwendung kommt.
Ab dem 1. Januar 2025 soll die neue Grundsteuer in der Praxis erhoben werden. Besagtes Rechtsgutachten hält die Bemessung der Steuer in NRW für problematisch und anfällig für Klagen. Verfasst haben das Papier Prof. Dr. Lampert (Uni Osnabrück) und Prof. Dr. Hummel (Uni Hamburg). Der Städtetag appelliert nun an die Landesregierung in Düsseldorf, schnellstmöglich die Berechnung anzupassen. Dass dies aber noch für 2025 passiert, ist so gut wie ausgeschlossen.
Mehr Informationen zur neuen Grundsteuer, lesen Sie auch im
immowelt Ratgeber.
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So macht man den Eigentümer eines Grundstücks ausfindig
Wie macht man eigentlich den Eigentümer eines brachliegenden Grundstücks oder leerstehenden Hauses ausfindig? Im Internet macht ein kurioser Tipp die Runde: Auto durch den Zaun fahren und zwecks Schadensregulierung über die Polizei den Eigentümer ermitteln lassen. Kann zum Ziel führen, ist aber wenig empfehlenswert, weil damit mehr Ärger droht als es Nutzen bringt.
Der normale Weg, um den Grundstückseigentümer herauszufinden, führt in Deutschland über das Grundbuchamt. Die Behörden geben die Daten aber meist nicht ohne Grund heraus, sondern schreiben den Eigentümer mit dem Anliegen an und der kann dann entscheiden, ob er sich meldet. Allerdings gibt es noch zwei weitere Methoden: Nachbarn fragen oder einen Architekten einschalten. Letztere müssen häufig wegen Bauvorhaben oder Umbauten die Eigentümer benachbarter Grundstücke einbeziehen. Im Regelfall erteilen die Grundbuchämter daher eingetragenen Architekten unkompliziert Auskunft über die Eigentumsverhältnisse von Grundstücken.
Schiri Zwayer: Seine Mieter zeigen ihm die rote Karte
Felix Zwayer ist einer der bekanntesten deutschen Fußballschiedsrichter, leitet unter anderem Partien in der 1. und 2. Bundesliga und bei Europameisterschaften. Hauptberuflich ist Zwayer aber Immobilienkaufmann. Und hat da nun Ärger mit Mietern.
Eine ganze Siedlung in Berlin Neukölln ist seit Wochen ohne Heizung und Warmwasser. Für die Verwaltung der Liegenschaften ist eine Firma zuständig, die Zwayer gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern gehört. Sie wäre also für die Reparatur des Rohrbruchs zuständig, der seit Anfang September für kaltes Wasser sorgt. Mittlerweile gehen die Mieter auf die Straße, beschweren sich über fehlende Kommunikation und unverständlich lange Reparaturzeiten. Die Hausverwaltung von Zwayer macht lange Lieferzeiten für Ersatzteile für die Verzögerungen verantwortlich und beteuert, dass die Heizungen dann in Kürze wieder laufen.
Kurios: Im Landtag in NRW regnets rein
Das Dach des Landtagsgebäudes in Nordrhein-Westfalen ist undicht. Abgeordnete und Verwaltungsangestellte müssen sich derzeit mit Eimern und Zimmerpflanzen behelfen.
Das Gebäude in Düsseldorf direkt am Rheinufer, in dem die Regierung des Bundeslandes NRW tagt, wurde 1988 eingeweiht und bezogen. Das Dach hat nach dieser Zeit offensichtlich das Ende seiner Lebensdauer erreicht, denn an etlichen Stellen tritt bei Regen Wasser ein. Ein Sprecher des Landtags bestätigte, dass die Dachkonstruktion eigentlich ein Sanierungsfall sei, allerdings noch kein Zeitplan für in Instandsetzung bestehe.