05.11.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Klimaziele vertagen, Subventionen streichen – Lindners Rezept für die Immobilienkrise?
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat mit seinem neuen Wirtschaftskonzept Spannungen innerhalb der Ampel-Koalition ausgelöst. Subventionen streichen, Klimaziele verschieben – ist das die Lösung für die Immobilienwirtschaft? Branchenvertreter hoffen auf mehr als Symbolpolitik.
Der Vorschlag von Lindner sieht vor, klimapolitische Subventionen abzuschaffen und den Klima- und Transformationsfonds (KTF) aufzulösen – mit möglichen Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft. Zudem sollen Förderprogramme für energieeffiziente Gebäude und Wärmenetze reduziert oder zeitlich gestreckt werden. Auch eine Verlängerung der Frist für den Heizungstausch um Jahre und eine Lockerung der Vorgaben für erneuerbare Energien in Heizungen und Wärmenetzen schlägt der Finanzminister vor. Auf europäischer Ebene will er zudem das Ziel der Klimaneutralität auf 2050 verschieben. Experten der Bauwirtschaft fordern hingegen mehr Investitionsmittel und konkrete Maßnahmen zur Förderung der Infrastruktur.
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Wohnungsbau-Desaster: Mieter und Eigentümer fordern endlich konkrete Maßnahmen
Wohnungsmangel und hohe Baukosten – Haus & Grund und der Deutsche Mieterbund (DMB) fordern die Regierung zum Handeln auf. Wird die Politik auf die ungewöhnliche Allianz von Vermietern und Mietern hören?
Die Verbindung der Mieter und Eigentümer-Vertreter fordern die Regierung auf, noch vor der nächsten Bundestagswahl 2025 Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus umzusetzen. Kritisiert wird vor allem das Scheitern der Ampelkoalition beim Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr und schlagen 5 konkrete Maßnahmen vor: ein Zinsverbilligungsprogramm für Wohnungsbau, mehr Bauland, eine Reform der Grunderwerbsteuer, Abbau von Bürokratie und eine Überprüfung von Bauvorschriften. Die Finanzierung dieser Maßnahmen, so die Verbände, liege in der Verantwortung der Regierung, die laut ihnen nicht an Einnahmenmangel, sondern an falscher Ausgabenpolitik leidet.
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Wohnatlas: Hier lohnt sich der Kauf außerhalb der Hauptstadt trotz Pendelkosten
Wohnungspreise in Berlin schrecken viele ab – aber ein Umzug ins Umland könnte sich lohnen. Orte wie Bernau und Ludwigsfelde bieten Immobilienkäufern erhebliche Preisvorteile, die selbst die Pendelkosten langfristig überwiegen.
Trotz Pendelkosten kann sich ein Wohnungskauf im Berliner Umland langfristig laut einer Modellrechnung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts für den Wohnatlas der Postbank lohnen. Dabei bietet Bernau bei Berlin den größten Preisvorteil: Pendler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Berlin fahren, könnten bis zu 43 Jahre lang sparen, bevor die Pendelkosten den Kaufpreisvorteil ausgleichen. Auch Orte wie Ludwigsfelde und Eberswalde sind laut Studie attraktiv für Käufer, die Berlin verlassen möchten, da die Ersparnisse im Vergleich zu den hohen Quadratmeterpreisen in der Hauptstadt die Pendelkosten langfristig übersteigen.
Vom Mogul zum Pleitekönig: Baupromi meldet Insolvenz an
Der bekannte Immobilienunternehmer Christoph Gröner hat für seine Gröner Group GmbH Insolvenz angemeldet. Zerstörtes Vertrauen und Druck von Gläubigern führten zu diesem drastischen Schritt.
Laut Unternehmensmitteilung sind die schwierige Marktentwicklung seit 2021, vor allem aber auch die negativen Medienberichte verantwortlich, die das Vertrauen der Investoren untergraben hätten. Gröner wollte ursprünglich durch Stundungsvereinbarungen mit Gläubigern Zeit gewinnen, doch nun droht eine Zwangsversteigerung eines Leipziger Grundstücks, das als Sicherheit für ein Darlehen der Raiffeisenbank eingetragen ist. Trotz der Insolvenz soll das operative Geschäft der Gruppe unverändert weiterlaufen, und die Geschäftsleitung strebt an, die Verbindlichkeiten so weit wie möglich zu begleichen.
Wohnungsnot weltweit: G7-Staaten beraten Lösungen
Steigende Mieten und Immobilienpreise belasten weltweit viele Haushalte. Die G7-Staaten haben nun gemeinsame Maßnahmen beschlossen, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern und soziale Ungleichheiten zu bekämpfen.
Beim jüngsten Treffen haben sich die G7-Staaten intensiv mit der globalen Wohnungsnot auseinandergesetzt. Angesichts steigender Mieten und Immobilienpreise in vielen Ländern betonten die Teilnehmer die Dringlichkeit gemeinsamer Maßnahmen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Geplante Initiativen umfassen Investitionen in sozialen Wohnungsbau, die Förderung nachhaltiger Bauweisen und die Einführung von Mietpreisbremsen. Diese Schritte sollen dazu beitragen, die Wohnsituation für breite Bevölkerungsschichten zu verbessern und soziale Ungleichheiten zu verringern.