09.12.2024
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Heizungsgesetz im Wahlkampf-Wirrwarr: Sorgt eine Rückabwicklung für Chaos statt Lösungen?
Planungssicherheit statt Wahlkampfchaos: Handwerk, Städte und Verbraucher warnen vor radikalen Änderungen am Gebäudeenergiegesetz.
Die Forderungen von Union und FDP, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) rückgängig zu machen, stoßen auf breite Kritik. Vertreter des Handwerks, der Städte und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes warnen vor den Folgen radikaler Schritte. Handwerkspräsident Jörg Dittrich betont, dass öffentliche Debatten über Rückabwicklungen nur zu Verunsicherung führen. Stattdessen fordert er eine vereinfachte und technologieoffene Novelle des GEG. Der Deutsche Städtetag sieht eine 180-Grad-Wende als schädlich für die notwendige Planungssicherheit von Behörden und Hauseigentümern.
Hintergründe zum sogenannten Heizungsgesetz lesen Sie hier.
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Wohngipfel endet mit alten Forderungen und neuer Kritik
Nach dem Bruch der Ampel-Koalition wurde der für Dezember geplante Wohngipfel bei Kanzler Olaf Scholz abgesagt. Stattdessen fand ein Ersatztreffen des „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ im Bauministerium statt, begleitet von Protesten und teils scharfer Kritik.
Angesichts der Regierungsbilanz der Ampel, mit dem klar verfehlten Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr und Mieterschutzmaßnahmen wie der Mietpreisbremse, die kaum Wirkung zeigten, sind die Erwartungen an die neue Regierung groß. Vertreter der Grünen forderten auf dem Ersatz-Wohnungsgipfel ein Gesetz für faire Mieten, während die Linke einen bundesweiten Mietendeckel verlangte. Mieterinitiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützten diese Forderungen mit Protestaktionen in über 30 Städten.
Die Immobilienbranche plädierte für eine beschleunigte Neubauförderung, niedrigere Baukosten und effizientere Genehmigungsverfahren. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW kritisierte die unzureichenden Mittel des Bauministeriums und mahnte zügige politische Reformen an. Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) forderte stärkere Signale der neuen Regierung, insbesondere im Bereich der Bau- und Förderregelungen.
Wohnungsbau im Sinkflug: Wenn Politik nur noch auf Sparflamme baut
Nach Jahren der Unsicherheit blickt die Bauwirtschaft vorsichtig optimistisch auf 2024 – doch der Wohnungsbau bleibt das Sorgenkind.
Die Bauwirtschaft in Deutschland zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung, obwohl die Lage im Wohnungsbau weiterhin kritisch bleibt. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) rechnet 2024 mit einem Umsatzrückgang von 4 Prozent und erwartet für 2025 noch ein Minus von 2,5 Prozent. Der Tiefbau profitiert von Investitionen in Infrastrukturprojekte, während der Wohnungsbau mit einem Rückgang der Fertigstellungen auf 250.000 bis 255.000 Einheiten in 2024 zu kämpfen hat. Im nächsten Jahr werden nur noch 220.000 Fertigstellungen erwartet.
Eine leicht optimistische Stimmung löst der sinkende Anteil an Bauunternehmen aus, die schlechtere Geschäfte erwarten. Hoffnung besteht außerdem durch die Aussicht auf leicht sinkende Zinsen und eine stabile Neubauförderung durch die nächste Bundesregierung. Die ZDB fordert zudem eine Ausweitung des Bauministeriums sowie die Wiedereinführung breiterer Förderprogramme, etwa für den Effizienzhaus-55-Standard, um die Baukosten zu senken.
Wohnungsmarkt-Drama: So legen Politik und Bürokratie den Wohnungsmarkt lahm
Trotz großer Ankündigungen bleibt bezahlbarer Wohnraum in Deutschland Mangelware – warum sich nichts ändert und alle nur zuschauen.
Die Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt bleibt angespannt: Steigende Mieten und ein unzureichendes Angebot prägen das Bild. Unternehmen wie LEG erhöhen die Mieten um bis zu 4 Prozent, während Politiker wie Klara Geywitz (SPD) Wohnungssuchende in günstigere, oft wirtschaftlich schwächere Regionen verweisen. Der Wohnungsbau stagniert trotz ambitionierter Versprechen: Weder Horst Seehofers Ziel von 1,5 Millionen Wohnungen bis 2021 noch Olaf Scholz‘ jährliche 400.000 Neubauten wurden erreicht.
Die Mietpreisbremse, 2015 eingeführt, zeigt wenig Wirkung, da sie oft nur durch Klagen durchgesetzt werden kann und durch den fehlenden politischen Willen fehlt es ebenso an radikalen Lösungen wie einem Mietendeckel oder einem massiven staatlichen Bauprogramm.
Mia san reich: München führt das Städteranking der reichsten Städte an
München ist die reichste Stadt Deutschlands – jedenfalls wenn man die Kaufkraft pro Einwohner betrachtet. In der Kaufkraft-Studie von GfK wurden allerdings nur die bevölkerungsreichsten Städte berücksichtigt.
München ist in diesem Jahr die deutsche Stadt mit der höchsten Kaufkraft mit 35.867 € pro Einwohner. Auch Düsseldorf (31.988 €) und Frankfurt (30.611 €) folgen dicht dahinter und beeindrucken durch ihre wirtschaftliche Stärke. Weitergeführt wird die Liste der 6 reichsten Städte Deutschlands von Stuttgart (30.499 €), Hamburg (29.657 €) und Köln (29.105 €).
Neben der Kaufkraft spielen auch Faktoren wie Mietpreise eine Rolle: München führt hier mit einer durchschnittlichen Miete von 1.434,05 € für eine 1-Zimmer-Wohnung im Zentrum, während Düsseldorf mit 970,00 € am günstigsten ist.
Auch bekannte Unternehmen wie BMW in München, Henkel in Düsseldorf oder Lufthansa in Köln tragen zur wirtschaftlichen Attraktivität bei. Trotz hoher Lebenshaltungskosten bleibt die Kombination aus Wirtschaftskraft und Lebensqualität ein entscheidender Faktor für die Attraktivität dieser Metropolen.