27.01.2025
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Empirica-Vorstand Braun: Mehr Effizienz statt Neubau
Reiner Braun, Vorstand des Marktforschungsinstituts Empirica, kritisiert die aktuelle Wohnungsbaupolitik und meint, dass 400.000 neue Wohnungen pro Jahr nicht notwendig sind. Stattdessen sollte der bestehende Wohnraum effizienter genutzt werden.
Er fordert mehr Bauland und Druck auf Grundbesitzer, um Flächen schneller zu bebauen. Zudem schlägt er eine höhere Grundsteuer vor, um das Wohnen teurer zu machen und so mehr Umzüge zu fördern. Die Mietpreisbremse hält er für problematisch, da sie zu niedrige Vergleichsmieten schafft.
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Geywitz fordert Staatshilfe für teure Studenten-Mieten
In einem BILD-Interview fordert Bauministerin Klara Geywitz (SPD), dass der Staat die Miete für Azubis und Studenten übernehmen soll, wenn diese mehr als 400 Euro für ein WG-Zimmer zahlen. Junge Menschen in Ausbildung sollten nur bis zu dieser Summe selbst für ihre Wohnkosten aufkommen müssen, so die Politikerin.
In einem BILD-Interview fordert Bauministerin Klara Geywitz (SPD), dass der Staat die Miete für Azubis und Studenten übernehmen soll, wenn diese mehr als 400 Euro für ein WG-Zimmer zahlen. Junge Menschen in Ausbildung sollten nur bis zu dieser Summe selbst für ihre Wohnkosten aufkommen müssen, so die Politikerin. Geywitz betont, dass es darum gehe, jungen Menschen bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Auf die Sorge, dass Vermieter die Mieten erhöhen könnten, antwortet sie, dass eine faire Lösung gefunden werde und Mietwucher bereits jetzt strafbar sei.
Warum die Ampel beim Wohnungsbau scheiterte
Die scheidende Bundesregierung scheitert deutlich selbstgesteckten Ziel von neuen 400.000 Wohnungen. Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erklärt, warum das gesteckte Ziel von der Politik nicht erreicht werden konnte.
Die scheidende Bundesregierung scheitert deutlich selbstgesteckten Ziel von neuen 400.000 Wohnungen. Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erklärt, warum das gesteckte Ziel von der Politik nicht erreicht werden konnte. Die Hauptgründe waren steigende Zinsen und hohe Baukosten. Er fordert weniger Bürokratie, einfachere Bauvorschriften und eine Förderung ländlicher Regionen. Statt auf Energieeffizienzklassen sollte der Fokus auf CO₂-Emissionen liegen. Auch steuerliche Änderungen, wie die Abschaffung der Spekulationsfrist, könnten die Branche belasten. Innovationen und Deregulierung sind aus seiner Sicht essenziell.
Verbände fordern: Keine Wärmepumpen-Förderung
Die Forderung mutet zunächst absurd an: Umweltverbände und Wärmepumpen-Hersteller fordern ein Ende der Förderung für die Geräte. Der Vorwurf: Die Preise sind auch deswegen so hoch, weil die Industrie die Förderung einfach mit einpreist und so kräftige Gewinne einstreicht.
Fakt ist, dass Wärmepumpen im europäischen Ausland teils deutlich weniger kosten als in Deutschland. Zwar gibt auch beispielsweise in Frankreich oder Großbritannien der Staat einen Zuschuss, wenn sich Eigentümer für eine Wärmepumpen entscheiden, allerdings als Festbetrag. Die in Deutschland eingeführte anteilige Förderung, die bis zu 21.000 Euro betragen kann, wird indes attraktiver je höher die Gesamtkosten liegen. Wärmepumpen-Hersteller und Heizungsbauer hätten also weniger Anreiz, den Einbau zu aggressiven Preisen anzubieten, so die Kritiker der Förderung. Die Deutsche Umwelthilfe oder Hersteller Octopus Energy fordern daher eine Fixpreis-Förderung nach dem Vorbild der europäischen Nachbarländer.