04.02.2025
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Inflation steigt – Dilemma für die EZB
Die Inflation in der Euro-Zone ist im Januar überraschend auf 2,5 Prozent gestiegen. Besonders Dienstleistungen treiben die Preise weiter in die Höhe. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte eigentlich weitere Zinssenkungen geplant. Nun steht sie vor einem Dilemma.
Die sogenannte Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, liegt sogar bei 2,7 Prozent und verharrt damit seit fünf Monaten auf einem hohen Niveau. Ökonomen warnen, dass die Preisanstiege im Dienstleistungssektor länger dauern könnten als erwartet. Während sich die Finanzmärkte auf weitere Zinssenkungen eingestellt hatten, könnte der neue Inflationsanstieg nun für Zurückhaltung bei der EZB sorgen.
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Mieten steigen weiter, Immobilienpreise bleiben stabil
Die Mieten in Deutschland steigen weiter kräftig, während die Kaufpreise für Wohnimmobilien stabil bleiben. Besonders betroffen sind Berlin, Essen und Frankfurt, wo die Mieten teils um über 8 Prozent zulegten. Grund für die Entwicklung sind hohe Nachfrage und zu wenige Neubauten.
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die Neuvertragsmieten im vierten Quartal 2024 um durchschnittlich 4,7 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig wurden 2024 nur 260.000 neue Wohnungen fertiggestellt, 2025 könnten es noch weniger sein. Während Käufer weiterhin zurückhaltend agieren, erwartet das IW für 2025 einen leichten Anstieg der Immobilienpreise, da Zinsen stabil bleiben und die Einkommen steigen.
Ostdeutschland: Wohnungsleerstand teils über zehn Prozent
In Deutschland stehen 1,9 Millionen Wohnungen leer, besonders betroffen ist der Osten mit Leerstandsquoten von teils über zehn Prozent. Während Ballungsräume unter Wohnraummangel leiden, sorgt die Abwanderung aus ländlichen Regionen für ungenutzte Immobilien. Ein Problem bleibt der spekulative Leerstand.
Laut Mikrozensus 2022 wurden 55 Prozent der leerstehenden Wohnungen bereits seit über einem Jahr nicht mehr bewohnt. Besonders betroffen sind strukturschwache Regionen mit wenig Arbeitsplätzen, während in Großstädten wie Berlin oder München zehntausende Wohnungen fehlen. Auch steigende Sanierungskosten und ungelöste Erbfragen tragen zum Leerstand bei.
Bausparen ade: neue Wege zur Baufinanzierung
Der Bausparvertrag verliert an Attraktivität, da Zinsen niedrig und Gebühren hoch sind. Alternativen wie Annuitätendarlehen, Forward-Darlehen oder staatliche Förderkredite bieten mehr Flexibilität. Doch auch hier gibt es Risiken, die Bauherren kennen sollten.
Annuitätendarlehen ermöglichen eine sofortige Finanzierung mit festen Raten, während Forward-Darlehen zukünftige Zinssätze sichern. Endfällige Darlehen kombinieren Kredite mit Sparverträgen, bergen aber höhere Risiken. Förderprogramme wie KfW-Kredite unterstützen energieeffizientes Bauen, während Mietkauf für Käufer mit wenig Eigenkapital infrage kommt. Wer Rendite sucht, kann mit ETF-Sparplänen Kapital für eine Immobilie aufbauen – allerdings ohne staatliche Förderung oder garantierte Planungssicherheit.
Studie: 14.000 Wohnungen aus leeren Büros in München möglich
Eine Studie des ifo-Instituts zeigt, dass in München durch den Umbau leerstehender Büroflächen bis zu 14.000 Wohnungen entstehen könnten. Doch hohe Umbaukosten und planerische Hürden bremsen die Umsetzung.
Der Leerstand von Bürogebäuden steigt, aber viele Objekte sind wegen ihrer Lage oder Bauweise schwer umzunutzen. Zudem verteuert der Umbau die Mieten: Wohnraum aus ehemaligen Büros kostet oft 6 Euro pro Quadratmeter mehr als Neubauten. Trotzdem kann die Umwandlung den Mietmarkt entlasten, wenn sie in größere Quartierskonzepte eingebunden wird. Experten fordern daher steuerliche Anreize und eine Lockerung der Bauvorschriften, um die Umwandlung wirtschaftlicher zu machen.