11.02.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Wohnungsnot hausgemacht: Warum sich Deutschland selbst den Eigentumstraum verbaut
Eine Forsa-Umfrage im Auftrag des IVD zeigt, dass 58 Prozent der Deutschen Wohneigentum als beste Altersvorsorge ansehen. 43 Prozent wünschen sich eine Immobilie zur Selbstnutzung, 15 Prozent als Kapitalanlage – doch die Hürden sind meist hoch.
Besonders groß ist der Wunsch bei Mietern – 67 Prozent würden lieber in den eigenen vier Wänden wohnen. Doch finanzielle Hürden stehen oft im Weg: 48 Prozent fehlt das nötige Eigenkapital, 40 Prozent können sich die Kreditraten nicht leisten.
Um das zu ändern, fordern die Befragten mehr staatliche Unterstützung, durch Steuervergünstigungen, eine Senkung der Grunderwerbsteuer oder die Wiedereinführung der Eigenheimzulage.
Befragt wurden 1.009 Bundesbürger ab 18 Jahren.
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Wohnungspolitik im Tiefschlaf: Während die Preise steigen, bleiben konkrete Lösungen aus!
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Unklarheit steigen die Immobilienpreise in Deutschland wieder. Laut dem Verband der Pfandbriefbanken (VDP) verteuerten sich Eigenheime 2024 um 1,2 Prozent, Eigentumswohnungen um 1,3 Prozent.
Besonders gefragt sind Mehrfamilienhäuser, deren Preise um 2,9 Prozent stiegen, während die Mieten mit 4,6 Prozent noch stärker anzogen. Gleichzeitig vergaben Banken fast ein Viertel mehr Immobilienkredite als im Vorjahr, was auf eine steigende Nachfrage hindeutet.
Doch der Wohnungsbau bleibt in der Krise: 57 Prozent der Bauunternehmen klagen über fehlende Aufträge, während Deutschland rund 550.000 Wohnungen, insbesondere im sozialen Bereich, fehlen. In den Metropolen verteuerten sich Immobilien im Schnitt um 2,3 Prozent, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Städten. Die Entwicklung hängt nun von der neuen Bundesregierung ab – doch bislang spielt die Wohnungspolitik im Wahlkampf kaum eine Rolle.
Heizen für viele immer noch Luxus
Laut einer Eurostat-Umfrage konnten sich im Jahr 2024 6,2 Prozent der Menschen in Deutschland – rund 5,2 Millionen – kein ausreichend warmes Zuhause leisten.
Damit ist der Anteil zwar niedriger als 2023 (8,2 Prozent), aber weiterhin deutlich höher als vor der Energiekrise 2021 (3,3 Prozent). Besonders betroffen sind Haushalte in Bremen (12,2 Prozent), dem Saarland (11,1 Prozent) und dem Regierungsbezirk Arnsberg (9,6 Prozent), während die Oberpfalz mit 1,4 Prozent am besten dasteht.
Trotz gesunkener Heizkosten für Gas (-12 Prozent) und Öl (-8 Prozent) bleibt das Preisniveau durch die Energiekrise weiterhin hoch. Die drei Hauptfaktoren für die sogenannte Energiearmut sind nach Recherchen unsanierte Gebäude, hohe Energiekosten und geringe Einkommen. In der gesamten EU waren 2023 rund 47 Millionen Menschen betroffen – ein Anstieg von 16 Millionen im Vergleich zu 2021. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Wohnräume nicht unter 19 bis 20 Grad zu heizen, um Schimmel und gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
Absurde Grundsteuer: Wenn ein Baggersee zum Luxusgrundstück wird
Einer Familie aus Tuttlingen ist passiert, wovor viele Angst haben: Für ihr Grundstück – einen Baggersee – stieg die Grundsteuer nun von jährlich 250 Euro auf 6.284 Euro. Der Grund: die Wasserfläche wurde nicht korrekt erfasst.
Zur Berechnung der neuen Grundsteuer mussten Eigentümer ihre Grundstücksdaten selbst melden. Dabei war vielen nicht bewusst, dass sie Wasserflächen ausnehmen müssen. Auch andere Hausbesitzer sind betroffen: Laut Haus & Grund sind Verdopplungen oder Verdreifachungen der Steuer häufig, manche zahlen sogar das Zehnfache. Besonders betroffen sind Einfamilienhausbesitzer mit großen Grundstücken, während Gewerbebetriebe teils entlastet wurden. Die Stadt Tuttlingen verteidigt die Reform, verweist auf den erhöhten Hebesatz und erklärt, dass Einsprüche meist sinnlos seien. Einzige Option: Ein Gutachten vorlegen, das einen deutlich niedrigeren Bodenrichtwert belegt.