05.05.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Bafin senkt Risikoaufschlag: Immobilienkredite werden günstiger
Die Finanzaufsicht Bafin lockert den Kapitalpuffer für Immobilienkredite: Banken müssen künftig nur noch ein statt 2 Prozent Risikorücklage bilden. Das senkt die Finanzierungskosten und eröffnet mehr Spielraum für Verhandlungen. Doch Verbände fordern weiterreichende Schritte.
Die Kreditvergabe für Wohnimmobilien wird etwas leichter: Die Bafin halbiert den Risikopuffer für Banken und ermöglicht damit günstigere Finanzierungskonditionen. Käufer mit wenig Eigenkapital und Bauunternehmen könnten dadurch wieder besseren Zugang zu Darlehen bekommen. Auch der Spielraum für individuelle Verhandlungen steigt. Hintergrund ist die stabilisierte Lage am Immobilienmarkt – trotz nur leicht sinkender Zinsen. Viele Branchenvertreter kritisieren, dass die Maßnahme zu kurz greift. Zusätzliche Vorgaben wie der antizyklische Kapitalpuffer belasten die Finanzierung weiterhin, während der Wohnraummangel in Deutschland weiter wächst.
Stadtwohnungen für Familien bald unbezahlbar?
Die Baukosten in Deutschland sind seit 2020 massiv gestiegen – und gebaut wird meist nur noch für kleine Haushalte. Laut neuem Bauforschungsbericht finden Familien kaum noch passende Wohnungen in Städten. Experten warnen: Ohne politische Wende wird Wohnen unbezahlbar.
Der Wohnraummangel spitzt sich weiter zu – besonders für Familien. Ein neuer Bauforschungsbericht zeigt: In den Städten sinkt die Zahl familienfreundlicher Grundrisse rapide, während Baukosten und Mieten explodieren. Die Folge: Immer mehr Haushalte mit Kindern müssen aus dem urbanen Raum weichen. Gleichzeitig fehlen bundesweit über eine halbe Million Wohnungen – Tendenz steigend. Selbst Neubauten wären nur mit Kaltmieten ab 17,50 Euro pro Quadratmeter kostendeckend. Die Experten fordern deshalb gezielte Subventionen und einen radikalen Kurswechsel in der Förder- und Baupolitik. Andernfalls droht eine soziale Verdrängung in nie dagewesenem Ausmaß.
Weniger Theorie, mehr Praxis: In diesen Bundesländern geht das Bauen voran
Wohnungsnot, hohe Baukosten, zu viel Bürokratie: Die Politik sucht nach Lösungen – und einige Bundesländer gehen bereits voran. Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin zeigen mit neuen Standards, wie günstiger und schneller gebaut werden kann. Nun will der Bund nachziehen.
Die Wohnungsbaukrise spitzt sich weiter zu – doch nicht überall wird nur diskutiert. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin entstehen bereits konkrete Projekte, die zeigen, wie es auch anders geht: mit reduzierten Standards, klaren Zuständigkeiten und pragmatischen Entscheidungen. Der „Hamburg-Standard“, das „Schneller-Bauen-Gesetz“ in Berlin und das „Erleichterte Bauen“ in Schleswig-Holstein setzen auf weniger Vorschriften und niedrigere Baukosten – bei gleichzeitiger Rechtssicherheit. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum wieder möglich zu machen. Auch die neue Bundesregierung plant eine Entbürokratisierungsoffensive und will das vereinfachte Bauen künftig bundesweit ermöglichen. Ob daraus wirklich ein Wohnungsbau-Turbo wird, hängt jedoch auch vom politischen Mut ab.
Weiterlesen auf Handelsblatt.com
Der Inhalt befindet sich hinter einer Paywall.
Kampf gegen Fernwärme-Preise: Verbraucherverbände fordern Preisdeckel
Für viele Haushalte wird Fernwärme zum teuren Dauerposten: Jeder vierte Anbieter verlangt 20 Cent je Kilowattstunde oder mehr. Ein Anbieterwechsel? So gut wie unmöglich. Verbraucherschützer fordern jetzt eine gesetzliche Preisgrenze und mehr Kontrolle.
Trotz ihres Potenzials für die Energiewende wird Fernwärme für viele zur Belastung: In 27 Prozent der Netze zahlen Kundinnen und Kunden über 20 Cent pro Kilowattstunde – teils sogar deutlich mehr. Laut Verbraucherzentrale bedeutet das hunderte Euro Mehrkosten im Jahr. Weil die Preise je nach Region stark schwanken und Kunden kaum ausweichen können, schlägt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nun Alarm: Eine gesetzlich geregelte Preisobergrenze und eine unabhängige Kontrolle sollen Abhilfe schaffen. Der Heizungsmarkt braucht aus Sicht der Verbraucherschützer mehr Fairness – auch durch eine bessere Förderung von Wärmepumpen. Die gescheiterte Reform der Fernwärmeverordnung bleibt damit politisch hochbrisant.
Mitten in der Papstwahl: Beeinflusst ein Gerichtsurteil aus London die Konklave?
Ein britisches Gericht spricht einem Makler vier Millionen Euro Schadenersatz zu – der Vatikan muss zahlen. Hintergrund ist ein dubioser Londoner Immobiliendeal. Jetzt sorgt der Fall auch für Unruhe bei der anstehenden Papstwahl.
Ein Immobiliendeal mit Folgen: Ein Londoner Gericht urteilt zugunsten des Maklers Raffaele Mincione, der vom Vatikan einst des Betrugs beschuldigt wurde – und spricht ihm vier Millionen Euro Schadenersatz zu. Das Urteil widerspricht dem Richterspruch aus dem Vatikan selbst, wo Mincione und Kardinal Becciu 2023 wegen Betrugs verurteilt wurden. Doch nicht nur der Imageverlust wiegt schwer: Die Entscheidung könnte auch die am Mittwoch beginnende Papstwahl beeinflussen. Denn Becciu, einst enger Vertrauter im Staatssekretariat, verzichtet nun auf die Teilnahme am Konklave – und sein ehemaliger Vorgesetzter, Pietro Parolin, gilt als Papstkandidat.