20.06.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Per Gesetz: Bauturbo gestartet
Mit Tempo, Geld und weniger Bürokratie will die Bundesregierung den Wohnungsbau beschleunigen. Doch die Mieten steigen weiter – besonders in Berlin. Bauministerin Hubertz und Finanzminister Klingbeil stellten ein Gesetz vor, das Baugenehmigungen in nur 2 Monaten ermöglichen soll.
Kommunen sollen flexibler planen, aufstocken und nachverdichten dürfen – bis Ende 2030 befristet. Begleitet wird das Vorhaben von 500 Milliarden Euro Infrastrukturinvestitionen. Gleichzeitig sollen Mietwohnungen aber weiterhin nicht einfach in Eigentumswohnungen umgewandelt werden können. Denn: Seit 2015 stiegen die Angebotsmieten in Großstädten im Schnitt um 50 Prozent, in Berlin sogar um 107 Prozent. Auf eine neue Zahl von Wohnungen, die pro Jahr gebaut werden sollen, legt sich Hubertz nicht fest. Sie will sich lieber an der Entwicklung von Quadratmeterpreisen, Bauzeiten und Baukosten messen lassen.
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Stimmung in der Branche steigt, Bagger stehen noch still
Die Manager blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Doch echte Investitionen, vor allem im Neubau, lassen weiter auf sich warten.
Eine neue Umfrage von IW und ZIA zeigt: Die Geschäftserwartungen steigen deutlich, besonders im Wohnsegment. 94 Prozent der Firmen rechnen mit weiter steigenden Mieten, knapp 40 Prozent erwarten höhere Kaufpreise. Auch für Büros und Projektentwickler verbessert sich die Stimmung spürbar. Gründe sind verbesserte Finanzierungsaussichten und politische Signale. Doch nur ein Drittel plant mehr Neubau – auf dem Grundstücksmarkt bleibt es noch ruhiger. Experten sprechen daher eher von Zweckoptimismus als von echter Trendwende.
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Wohnungsbau erholt sich – aber noch weit entfernt vom Ziel
Die Baugenehmigungen steigen wieder, vor allem bei Einfamilienhäusern. Doch der Wohnungsmarkt bleibt angespannt und der Bedarf weit höher.
Im April wurden laut Statistischem Bundesamt 4,9 Prozent mehr Genehmigungen erteilt, im Jahresverlauf ein Plus von 3,7 Prozent. Der Zuwachs kommt fast ausschließlich von Einfamilienhäusern. Bei Mehrfamilienhäusern stagniert die Zahl, Zweifamilienhäuser gehen sogar zurück. Die Regierung unter Kanzler Merz plant Gesetzesänderungen, um Verfahren zu beschleunigen. Doch Experten wie das IMK warnen: Statt 250.000 braucht es dauerhaft über 350.000 neue Wohnungen pro Jahr. Von echter Entlastung ist Deutschland also noch weit entfernt.
Wärmepumpen: Preischaos und Rückbau-Fallen verunsichern Verbraucher
Die Verbraucherzentrale schlägt Alarm: Wer beim Heizungstausch nicht vergleicht, zahlt schnell Zehntausende Euro zu viel. Auch beim Gasanschluss drohen teure Überraschungen.
Ein Angebots-Check zu Wärmepumpen zeigt Preisunterschiede zwischen 20.000 und 63.000 Euro – oft fehlen Angaben zu Elektroinstallation, Fundament oder Förderung. Nur 26 Prozent der Angebote waren vollständig. Parallel offenbart eine Umfrage zur Stilllegung von Gasanschlüssen eine zweite Baustelle: Die Rückbaukosten variieren stark: zwischen 0 bis 6.000 Euro. Welche Gebühren Netzbetreiber rechtlich weitergeben dürfen, ist bislang unklar. Die Forderung an den Gesetzgeber: endlich verbindliche Regeln schaffen.