24.06.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Steht Deutschland vor dem Immobilien-Comeback?
Die Preise für Wohnimmobilien ziehen wieder an, Investoren aus dem Ausland nehmen den deutschen Markt erneut ins Visier. JLL-Deutschlandchef Konstantin Kortmann erkennt einen Stimmungsumschwung – warnt aber vor falschen Hoffnungen.
Nach Jahren der Zurückhaltung zeigt sich laut JLL-Deutschlandchef Konstantin Kortmann wieder mehr Zuversicht am Immobilienmarkt. Ausländische Investoren sehen Deutschland im Aufschwung, bleiben aber angesichts niedriger Renditen und hoher Baustandards noch vorsichtig. Wohnimmobilien verzeichnen wieder steigende Preise, vor allem in Toplagen. Zugleich mahnt Kortmann: Der Einstieg sollte nicht vom Versuch abhängen, den perfekten Zinszeitpunkt zu erwischen – die Marktbewegung habe bereits begonnen. Langfristig erwartet er bei Bestandsmieten jährliche Steigerungen von 4 bis 5 Prozent. Um Bauen zu erleichtern, fordert er vereinfachtes Planungsrecht und niedrigere Standards. Die Mietpreisbremse bezeichnet er als hinderlich für Investitionen. Nicht jeder werde sich künftig Wohneigentum leisten können – das erfordere ehrliche Beratung und realistische Erwartungen.
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Studie: So viel Kosteneinsparung ist nach dem Sanieren möglich
Der deutsche Gebäudebestand soll großflächig saniert werden, um energieeffizienter zu werden. Doch wie hoch sind dadurch die Kosteneinsparungen tatsächlich? Eine Studie versucht dies nun zu beziffern.
Die Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag der DENEFF zeigt: Energetische Sanierungen können die Heizkosten erheblich senken: In einem unsanierten Einfamilienhaus summieren sich die Energiekosten bis 2045 je nach Preisentwicklung auf 60.000 bis 120.000 Euro. Wird das Haus hingegen auf Effizienzhaus-70-Niveau saniert, sinken die Kosten um rund zwei Drittel. Bei einem Effizienzhaus 55 bleiben sogar nur etwa 25 Prozent der ursprünglichen Kosten übrig.
Neubaukrise verschärft sich: 130.000 Mietwohnungen weniger erwartet
Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) erwartet bis Ende 2025 knapp 130.000 weniger Neubauwohnungen als in den Jahren zuvor. Der Verband fordert nun eine EU-Notverordnung.
Laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) werden 2025 deutlich weniger Mietwohnungen fertiggestellt – bis zu 130.000 weniger als in den Jahren 2023 und 2024 zusammen. Allein bei den GdW-Mitgliedern soll der Neubau um 40 Prozent auf nur noch 17.700 Einheiten einbrechen. Grund seien die massiv gestiegenen Baukosten: Seit 2019 hätten sich die Preise für Bauleistungen im Neubau um fast 50 Prozent verteuert. Besonders geförderte Wohnungen für Geringverdiener sind vom Rückgang betroffen. Zwar ist die Zahl neu gebauter Sozialwohnungen zuletzt auf 27.000 Einheiten gestiegen, doch laut GdW reicht das angesichts des Bedarfs nicht aus. Der Verband fordert eine EU-Notverordnung, um den sozialen Wohnungsbau zu beschleunigen und gegenüber anderen Rechtsgütern zu priorisieren – ähnlich wie beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
Streit-Thema Mietpreisbremse: Fronten bleiben nach Experten-Anhörung verhärtet
Die Verlängerung der Mietpreisbremse bleibt ein Zankapfel. Daran hat auch eine Anhörung verschiedener Experten im Bundestag nichts geändert – im Gegenteil.
Der Bundestag diskutiert aktuell über eine Verlängerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029. In einer Expertenanhörung zeigten sich die Meinungen gespalten: Vertreter von Eigentümerverbänden, Immobilienwirtschaft und Ökonomie lehnten das Vorhaben ab. Sie sehen darin ein Hemmnis für Investitionen und Neubau. Mietervertreter und juristische Experten hingegen halten die Mietpreisbremse für ein notwendiges Instrument gegen überhöhte Mieten, fordern jedoch Nachbesserungen – etwa bei der Durchsetzung und dem Stichtag für Neubauten. Zudem bereitet das Justizministerium weitere Regulierungen bei Index- und Kurzzeitmieten vor. Auch der Bundesrat brachte einen Entwurf mit neuer Begründungspflicht für Länder ein. Die politische Einigung bleibt damit umkämpft.
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