25.06.2025
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Haushalt 2025: Bund stockt Mittel für Bauen und Wohnen kräftig auf
Mit dem neuen Bundeshaushalt stehen 2025 rund 7,4 Milliarden Euro für das Bauressort bereit – ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Neben mehr Geld für sozialen Wohnungsbau und Städtebauförderung sind auch neue Programme für Sanierungen und klimafreundlichen Neubau geplant.
Das Bundeskabinett hat den Haushalt 2025 beschlossen und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mit 7,4 Milliarden Euro deutlich mehr Mittel als im Vorjahr zugewiesen. 2026 soll der Etat weiter auf 7,6 Milliarden Euro steigen. Der Fokus liegt auf Investitionen in sozialen Wohnungsbau, Städtebauförderung sowie Förderprogramme für klimafreundlichen Neubau und Sanierung. Allein für den sozialen Wohnungsbau stehen ab 2025 jährlich 3,5 bis 5,5 Milliarden Euro bereit. Ergänzend fließen Gelder aus dem neuen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, etwa für Programme wie „Jung kauft Alt“ oder „Gewerbe zu Wohnen“. Die Städtebauförderung soll bis 2029 fast verdoppelt werden. Der Haushalt geht nun in die parlamentarische Beratung, ein Beschluss wird im September erwartet.
Gutes Zeitfenster für Käufer: Leistbare Wohnfläche steigt
Wohnungskäufer erhalten in vielen Städten wieder deutlich mehr Fläche für ihr Geld. In 72 von 79 Großstädten ist die leistbare Quadratmeterzahl im Vergleich zu 2022 gestiegen – um bis zu 32 Quadratmeter.
Eine aktuelle Auswertung von immowelt zeigt: Für ein Budget von 350.000 Euro erhalten Käufer 2025 in 72 von 79 deutschen Großstädten mehr Wohnfläche als noch vor drei Jahren. Gründe sind gesunkene Immobilienpreise und niedrigere Zinsen. Besonders stark fällt der Zugewinn in Chemnitz (+32 Quadratmeter), Salzgitter (+29) und Duisburg (+22) aus. In den Metropolen wie München oder Hamburg liegt das Plus immerhin bei 5 Quadratmetern.
Langfristig fällt die Bilanz dagegen schlechter aus: Im Vergleich zu 2020 ist die leistbare Wohnfläche in nahezu allen Großstädten gesunken – teils deutlich. In Städten wie Hagen, Herne oder Magdeburg beträgt der Rückgang bis zu 46 Quadratmeter, trotz insgesamt noch günstiger Preisniveaus. Gleichzeitig weisen einige der preiswertesten Städte erhöhte Kriminalitätsraten auf, was potenzielle Käufer bei der Standortwahl berücksichtigen sollten.
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CO2-Schock für Eigentümer: Unsanierte Gebäude könnten bis 2040 Tausende Euro pro Jahr kosten
Ab 2027 gilt ein neues Emissionshandelssystem für Gebäude. Der CO2-Preis wird dann durch Angebot und Nachfrage bestimmt – und könnte sich bis 2040 versechsfachen. Für Eigentümer unsanierter Häuser bedeutet das drastische Mehrkosten, wie eine Simulation zeigt.
Mit dem neuen EU-Emissionshandelssystem ETS-2, das ab 2027 in Kraft tritt, steigt der CO2-Preis für Heizenergie stark an. Während aktuell 55 Euro pro Tonne CO2 fällig werden, könnte der Preis bis 2040 auf 400 Euro steigen – ein Plus von über 600 Prozent. Für Eigentümer unsanierter Immobilien wie in Hamburg ergeben sich daraus potenzielle Mehrkosten von über 2.700 Euro pro Jahr. Bei größeren Mehrfamilienhäusern mit schlechter Energiebilanz wie in Augsburg könnten jährlich sogar bis zu 45.000 Euro anfallen. Da Vermieter bei energetisch schlechten Gebäuden bis zu 95 Prozent der Kosten tragen müssen, geraten besonders private Eigentümer unter Druck.
Laut einer Studie des Öko-Instituts wäre sogar ein CO2-Preis von über 500 Euro nötig, um die gleichen Emissionseinsparungen wie durch das Heizungsgesetz zu erreichen. Eine soziale Wärmewende mit gezielten Förderungen und Anreizen wird daher als Lösung empfohlen.
Regierung senkt den Gaspreis – auf Kosten der Energiewende?
Die Bundesregierung streicht die Gasspeicherumlage, was die Energiekosten für private Haushalte senken soll. Finanziert wird der Schritt aus dem Klimafonds, was bei Grünen und Umweltschützern für Kritik sorgt.
Ab dem 1. Juli 2025 entfällt für Verbraucher die Gasspeicherumlage. Der Gaspreis sinkt dadurch im Durchschnitt um etwa drei Prozent. Für einen Single-Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Verbrauch bedeutet das rund 18 Euro Ersparnis im Jahr, für Familien mit 20.000 Kilowattstunden rund 71 Euro. Finanziert wird die Maßnahme aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), der ursprünglich für Investitionen in den Klimaschutz gedacht war. Die Grünen kritisieren deshalb, dass nun fossile Energien mit Klimageldern subventioniert werden. Auch Agora Energiewende äußert sich ablehnend. Insgesamt rechnet die Regierung für 2025 mit Kosten von 6,3 Milliarden Euro für die Energieentlastungen bei Gas und Strom.
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