03.07.2025
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Wohninvestmentmarkt schwächelt im 2. Quartal
Nach einem starken Jahresauftakt ist der Schwung am Wohninvestmentmarkt abgeflaut. Trotzdem bleibt der deutsche Wohnungsmarkt für Investoren interessant.
Im ersten Halbjahr 2025 lag das Transaktionsvolumen für Wohnimmobilien mit über 20 Einheiten bei 3,6 Mrd. Euro und damit knapp über dem Vorjahreswert. Ein Großteil davon entfiel jedoch auf das 1. Quartal, während im 2. Quartal nur rund 1,2 Milliarden Euro umgesetzt wurden. Laut einer Analyse von Lübke Kelber bremste vor allem der Rückgang großer Deals über 100 Millionen Euro die Entwicklung. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und schwankender Zinsen bleibt der deutsche Markt wegen seiner Transparenz und Liquidität attraktiv für Investoren. Steigende Angebotsmieten von 4,7 Prozent im Bestand im ersten Halbjahr 2025 sprechen zudem für wachsende Kapitalwerte. Mittelfristig könnte das wieder mehr nationales und internationales Kapital anziehen.
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KfW-55-Förderung soll zurückkommen – Branche fordert schnelle Umsetzung
Viele genehmigte Wohnungsbauprojekte liegen auf Eis. Der Stopp der KfW-55-Förderung hat Investitionen gebremst. Die Branche drängt auf eine schnelle politische Lösung.
Laut dem Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen könnten Tausende Projekte rasch gebaut werden, wenn die Förderung für den EH55-Standard wieder aktiviert wird. Im Koalitionsvertrag ist eine zeitlich befristete Rückkehr der Förderung vorgesehen, bislang aber nicht umgesetzt. Die Immobilienbranche fordert zudem klare Regeln: Die Förderung soll an das Bauvorhaben gebunden sein, damit Eigentümerwechsel nicht zum Verlust führen. Auch eine Verlängerung der Umsetzungsfristen auf sechs Jahre wird verlangt, um Planungssicherheit zu geben. CDU/CSU-Vertreter kündigten an, die Förderung zusammen mit anderen Maßnahmen wie dem Bauturbo voranzubringen. Die Branche sieht darin einfache und notwendige Schritte, um den Bauüberhang zu aktivieren und neuen Wohnraum zu schaffen.
Mietminderung wegen Hitze in der Wohnung?
Die aktuelle Hitzewelle treibt die Temperaturen in vielen Wohnungen nach oben. Doch nicht jede sommerliche Wärme gilt als Mietmangel. Mieter können nur unter bestimmten Bedingungen Ansprüche geltend machen.
Vermieter müssen laut Deutschem Mieterbund für einen technisch angemessenen sommerlichen Wärmeschutz sorgen, haben aber Spielraum bei der Umsetzung. Ein Mietmangel liegt erst vor, wenn die Wohnung dauerhaft unerträglich heiß wird – wie in einem Fall, in dem das Hamburger Amtsgericht eine Mietminderung bei über 30 Grad am Tag und über 25 Grad in der Nacht anerkannte. Extremfälle wie Dachwohnungen mit über 40 Grad können sogar fristlose Kündigungen und Schadenersatzansprüche rechtfertigen. Das zeigen Urteile, etwa durch den Berliner Verfassungsgerichtshofs, der einer Mieterin solche Rechte zusprach. Mieter sollten Wärmeschutzmaßnahmen immer mit dem Vermieter abstimmen, vor allem wenn sie das Erscheinungsbild des Hauses verändern.
Revolutionäre Neuerung am Bau: Holzklemmbausteine
TRIQBRIQ will die Baubranche mit innovativen und nachhaltigen Holz-Klemmbausteinen aufrütteln. Der Ansatz ist modular, flexibel, wiederverwendbar und abfallfrei und wurde bereits mit dem Deutschen Immobilienpreis 2024 in der Kategorie „Branchen-Pionier“ ausgezeichnet.
Wipfelschnitte, Durchforstungs- oder Schadholz sind in der Forstwirtschaft eher Beiprodukte, da sie meist für den Bau nicht genutzt werden können. TRIQBRIQ fertig aus diesen Holzarten aber streckbare Klötze, mit denen Häuser gebaut werden können. Weil nicht geleimt oder geschraubt werden muss, entfallen einerseits die üblichen Trocken- oder Aushärtungsphasen und obendrein ist sogar ein zerstörungsfreier Rückbau möglich, sodass die Steine einfach wiederverwendet werden können. So löst das schwäbische Unternehmen gleich mehrere Probleme des klassischen Bauwesens.
Viele Österreicher mit Wohnsituation unzufrieden
In Österreich bleibt Wohnen für viele Menschen ein Kompromiss. Hohe Kosten, wenig Platz und eine ungünstige Umgebung sorgen für Unzufriedenheit. Besonders junge Mieter und Stadtbewohner sehen Verbesserungsbedarf.
Wie eine repräsentative Studie von immowelt.at zeigt, ist jeder Zweite in Österreich nicht wirklich zufrieden mit der eigenen Wohnsituation. Die größte Unzufriedenheit zeigen sich bei Mietern, jüngeren Altersgruppen und Stadtbewohnern. Besonders Menschen unter 30 Jahren sehen ihre aktuelle Wohnsituation häufig als Übergangslösung – bedingt durch hohe Mietpreise, geringe Wohnflächen oder Unzufriedenheit mit der Wohnumgebung. Knapp ein Drittel der Befragten plant in den nächsten fünf Jahren einen Umzug, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 61 Prozent. Die Gründe reichen von familiären Veränderungen über den Wunsch nach mehr Platz bis hin zur Suche nach altersgerechtem Wohnen.