11.07.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Baupreise ziehen weiter an – schlechte Nachrichten für den Wohnungsbau
Die Baupreise in Deutschland steigen schneller als die Inflation – besonders bei Heizungen, Dächern und Elektroanlagen. Für die Bauwirtschaft und die Bundesregierung ist das ein großes Problem. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Baupreise im Mai 3,2 Prozent über dem Vorjahr, während die Inflationsrate bei 2,2 Prozent lag. Besonders stark betroffen sind der Einbau elektrischer Anlagen (+5,7 Prozent) sowie von Heizungen und Wärmepumpen (+4,5 Prozent). Dach- und Holzarbeiten wurden ebenfalls deutlich teurer. Neubauten konventioneller Wohngebäude verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 %. Die hohen Baupreise gefährden die politischen Pläne, mehr Wohnraum zu schaffen. Zwar lässt die private Nachfrage nach Neubauten wegen der hohen Kosten nach, doch insgesamt bleibt Bauen teuer – auch wegen gestiegener Energie- und Rohstoffpreise seit 2022.
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Seriöse Energieberater erkennen und richtig nutzen
Wer sein Haus modernisieren will, sollte rechtzeitig eine gute Energieberatung suchen. Denn nicht jedes Angebot ist seriös – und nicht jeder Berater unabhängig. Energieberater helfen dabei, passende Maßnahmen für eine Sanierung zu finden – etwa neue Fenster, Heizung oder Dämmung. Wichtig ist ein ganzheitlicher Blick aufs Gebäude. Fachfirmen beraten oft einseitig. Erste Tipps gibt es kostenlos bei Verbraucherzentralen. Eine umfassende Vor-Ort-Beratung kostet meist zwischen 1.600 und 2.000 Euro. Wichtig für alle, die eine staatliche Förderung nutzen möchten: Nur die Beratungsleistungen von Experten, die bei der Energie-Agentur gelistet sind, können gefördert werden. Vor der Wahl eines Beraters lohnt sich Eigenrecherche – etwa durch das Prüfen von Bewertungen, Referenzen und Qualifikationen. Je besser Eigentümer vorbereitet sind, desto mehr bringt die Beratung.
Neue Gasspeicher-Strategie: Marktlogik statt Sicherheitsreserve
Deutschlands Gasspeicher bleiben leerer als früher: Bundesministerin Reiche setzt bei der Befüllung auf den Markt statt auf staatliche Vorgaben. Fachleute warnen jedoch vor Risiken – besonders bei einem kalten Winter könnte das zu Problemen führen. Reiche hat zentrale Vorgaben aus Habecks Amtszeit gestrichen und die Befüllung von Gasspeichern wie Rehden weitgehend dem Markt überlassen. Der staatliche Einkäufer Trading Hub Europe soll nur noch im Notfall einspringen. Aktuell liegt der durchschnittliche Speicherstand bei knapp über 50 Prozent, Rehden sogar bei nur gut 2 Prozent. Während Reiche auf Preisanreize und LNG-Importe setzt, warnt der Verband der Speicherbetreiber: Ohne klare Vorgaben könnten die Speicher im Ernstfall zu leer sein. Sollte im Herbst teuer nachgekauft werden müssen, drohen höhere Preise. Reiche hält dagegen: Man beobachte die Lage genau – und vertraue auf Marktmechanismen.
Bauen soll schneller gehen – Union und SPD bringen Bauturbo ein
Gestern haben Union und SPD ihren „Bauturbo“-Entwurf mit Änderungen zur ersten Lesung in den Bundestag eingebracht. Ziel: Bauvorgaben lockern, damit schneller neue Wohnungen entstehen – durch Umbau, Aufstockung oder Neubau auch ohne Bebauungsplan. Der Gesetzentwurf soll Kommunen mehr Spielraum geben. Sie könnten Neubauten künftig schneller genehmigen – oft auch ohne neuen Bebauungsplan. Auch im Außenbereich und in bestehenden Wohngebieten sollen neue Wohnungen möglich sein.
Außerdem geplant: Weniger Lärmschutz-Auflagen bei Bauprojekten in Mischgebieten, mehr Nachverdichtung durch Anbauten oder Hinterhofbebauung und eine Verlängerung des Umwandlungsschutzes für Mietwohnungen. Der Entwurf wurde an den Bauausschuss weitergeleitet. Schon im Herbst könnte das Gesetz beschlossen werden – als wichtiger Schritt gegen Wohnungsnot und für mehr Tempo am Bau.