28.08.2025
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Hohe Mieten belasten Studierende und Azubis
Viele junge Menschen müssen einen sehr großen Teil ihres Einkommens für die Miete zahlen. Besonders Studierende und Auszubildende sind dadurch stark belastet und geraten oft in finanzielle Schwierigkeiten. Wer mehr als 40 Prozent seines Einkommens für Wohnen ausgibt, gilt als überlastet. Bei Studierenden trifft das auf 62 Prozent zu, bei Auszubildenden auf 37 Prozent. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung sind es nur 12 Prozent. Studierende haben oft weniger als 930 Euro im Monat zur Verfügung, Azubis rund 1.280 Euro. Einen großen Teil verdienen sie durch Nebenjobs, hinzu kommen Unterstützung der Familie und teilweise BAföG. Die Zahlen stammen aus aktuellen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes.
Wohnungsbau: Metropolen vorne, Leipzig holt auf
Neue Zahlen zeigen, wo derzeit die meisten Wohnungen entstehen und welche Städte beim Wohnungsbau vorne liegen. Besonders die Metropolen bleiben das Zentrum der Bautätigkeit, doch auch Leipzig entwickelt sich zu einem wichtigen Markt. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Halbjahr 2025 leicht um 2,9 Prozent. Die GeoMap-Analyse der Real Estate Pilot AG erfasst aktuell rund 10.900 aktive Bauprojekte in Deutschland. Berlin führt mit 2.583 Projekten deutlich, gefolgt von München und Hamburg. Leipzig verzeichnet inzwischen mehr Bauprojekte als Frankfurt und gilt als wichtigster Wachstumsmarkt im Osten. Gleichzeitig zeigt sich ein Strukturproblem: Während mehr Einfamilienhäuser genehmigt werden, stagniert der Bau von Mehrfamilienhäusern. Damit fehlen vor allem dringend benötigte Mietwohnungen in den Städten.
BGH: Sperrfrist gilt nicht bei GmbH & Co. KG
Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Wird eine vermietete Wohnung an eine GmbH & Co. KG verkauft, beginnt keine Kündigungssperrfrist. Das Urteil ist wichtig für Eigentümer und Mieter in gefragten Städten. Im konkreten Fall ging es um eine Wohnung in München. Die Vermieter wollten nach einer Eigenbedarfskündigung die Mieter zum Auszug bewegen. Diese beriefen sich auf eine zehnjährige Sperrfrist. Der BGH stellte klar: Eine solche Frist gilt nur, wenn an eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder mehrere Käufer verkauft wird. Bei einer GmbH & Co. KG gilt die Sperrfrist erst nach Umwandlung in Eigentumswohnungen und weiterem Verkauf. Für die Praxis bedeutet das: Eigentümer können sich erst ab diesem Zeitpunkt auf Eigenbedarf berufen.
Projektentwickler Benchmark meldet Insolvenz an
Die Frankfurter Projektentwicklungsgruppe Benchmark Real Estate hat Insolvenz angemeldet. Für die Branche ist das ein weiteres Signal, wie stark die aktuelle Marktlage selbst etablierte Entwickler unter Druck setzt. Das Amtsgericht bestellte Andreas Kleinschmidt von White & Case als vorläufigen Insolvenzverwalter. Benchmark entwickelt seit 2009 Büro-, Hotel- und Wohnprojekte in verschiedenen Städten. Zu den jüngsten Vorhaben zählen die Revitalisierung des Bürohauses Efeus im Frankfurter Mertonviertel und der Bürokomplex Townus in Oberursel. Beide Projekte sind bislang nicht verkauft. Beobachter verweisen auf die fehlende Fortführungsprognose als zentralen Grund für die Insolvenz. Gründer und Geschäftsführer Götz U. Hufenbach hatte bereits auf der Expo Real 2024 eine verhaltene Stimmung beschrieben. Neben Frankfurt betreibt das Unternehmen auch Büros in Duisburg, Monheim und Berlin.
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Verschollenes Nazi-Raubkunst-Gemälde in Immobilienanzeige entdeckt
Ein jahrzehntelang verschollenes Gemälde ist plötzlich in einer argentinischen Immobilienanzeige aufgetaucht und könnte ein spektakulärer Fall von Nazi-Raubkunst sein, der internationale Ermittler und die Kunstwelt gleichermaßen beschäftigt. Das Werk „Das Porträt einer Frau“ des italienischen Malers Giuseppe Ghislandi wurde während des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker geraubt. Jahrzehntelang blieb es unauffindbar, bis es nun durch Zufall auf Fotos eines Verkaufsangebots entdeckt wurde. Die Spur führt zu den Töchtern eines geflüchteten NS-Funktionärs in Südamerika. Während die Erben Goudstikkers rechtliche Schritte einleiten, ist das Gemälde inzwischen verschwunden. An seiner Stelle hängt nun ein Teppich, die Anzeige ist gelöscht, und selbst Interpol sucht nach dem verschollenen Kunstwerk.