17.09.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Mietpreisbremse soll schärfer greifen – Justizministerin Hubig kündigt Reformen an
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will das Mietrecht verschärfen. Härtere Strafen für Vermieter und neue Regeln für Mietverträge sollen Mieter besser schützen. Eine Expertenkommission soll zudem langfristige Vorschläge erarbeiten.
Justizministerin Hubig (SPD) kündigte an, Vermieter künftig strenger zu bestrafen, wenn sie die Mietpreisbremse missachten oder Wuchermieten verlangen. Ziel sei es, die bestehenden Regeln wirksamer durchzusetzen und soziale Gerechtigkeit im Wohnungsmarkt zu stärken. Parallel dazu startet eine Expertenkommission, die bis Ende 2026 konkrete Vorschläge für Verbesserungen im Mietrecht vorlegen soll. Bereits kurzfristig will Hubig neue Regeln für Indexmietverträge, möblierte Wohnungen, Kurzzeitvermietungen und Schonfristzahlungen umsetzen. Damit soll die Position der Mieter im Alltag spürbar gestärkt werden. Laut der Ministerin leben rund 44 Millionen Menschen in Deutschland zur Miete. Für sie soll das Mietrecht künftig mehr Schutz und Verlässlichkeit bieten.
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Immobilienfinanzierung: Rekordtief bei Tilgungsraten
Die Tilgungsraten bei Baufinanzierungen sinken auf ein neues Tief. Käufer nehmen mehr Fremdkapital auf und verlängern ihre Kreditlaufzeiten. Dadurch steigen die Gesamtkosten deutlich und die Risiken ebenfalls.
Laut dem Trendindikator Baufinanzierung des Finanzdienstleisters Dr. Klein lag die Anfangstilgung neuer Baukredite im August bei nur 1,92 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2015. Ursache sind steigende Kaufpreise und Zinsen, die Käufer zu geringeren Tilgungsraten zwingen. Während Darlehensnehmer vor einem Jahr durchschnittlich 257.000 Euro aufnahmen, sind es inzwischen etwa 277.000 Euro. Der Beleihungsauslauf stieg auf 84,03 Prozent, sodass Käufer weniger Eigenkapital einbringen. Gleichzeitig verkürzt sich die Zinsbindung im Schnitt auf 10,6 Jahre, was das Risiko steigender Zinsen in der Zukunft erhöht. Finanzexperten empfehlen daher, wenn möglich mehr Eigenkapital einzusetzen, höhere Tilgungsraten zu vereinbaren und Sondertilgungsoptionen zu nutzen. Nur so lassen sich die langfristigen Mehrkosten bei Immobilienkrediten abfedern.
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Immobilienpreise wieder attraktiver für Investoren
Deutsche Großanleger bewerten die Einstiegspreise für Immobilien deutlich positiver als noch im Vorjahr. Besonders Deutschland bleibt im Fokus, auch wenn Büros an Bedeutung verlieren. Neue Trends wie öffentliche Immobilien und Rechenzentren gewinnen an Reiz.
Laut der jährlichen Umfrage von Universal Investment sehen 38 Prozent der deutschen institutionellen Investoren die hiesigen Immobilienpreise inzwischen als „niedrig oder fair“ an, im Vorjahr waren es nur 18 Prozent. Weitere 48 Prozent bewerten die Preise in Deutschland als „hoch, aber akzeptabel“ und lediglich 14 Prozent als „inakzeptabel“. Auch wenn die Investitionsquoten stabil bleiben, rechnen 59 Prozent der Befragten schon 2026 wieder mit steigenden Preisen. Künftig wollen die Anleger ihre Portfolios stärker auf Wohnen und Logistik ausrichten, während die Büroquote sinken soll. Zudem rücken neue Segmente wie Immobilien mit öffentlichen Nutzern sowie Rechenzentren verstärkt in den Fokus.
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Millionen Deutsche kämpfen mit Energierechnungen und Nebenkosten
Trotz zuletzt gesunkener Energiepreise haben viele Menschen in Deutschland Schwierigkeiten, ihre Strom- oder Gasrechnung zu bezahlen. Besonders betroffen sind Mieter, die überdurchschnittlich oft im Zahlungsverzug sind. Auch steigende Nebenkosten belasten viele Haushalte zusätzlich.
Laut Statistischem Bundesamt lebten 2024 rund 4,2 Millionen Menschen in Haushalten, die bei Energierechnungen im Rückstand waren – das entspricht fünf Prozent der Bevölkerung. Damit ist der Anteil im Vergleich zu 2023 zwar leicht gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau. Besonders Mieter sind betroffen: Während 3,4 Prozent der Eigentümerhaushalte Zahlungsprobleme hatten, lag der Wert bei Mietern bei 6,4 Prozent. Hinzu kommt, dass fast ein Drittel der Bevölkerung unerwartete Ausgaben von 1.250 Euro oder mehr nicht aus eigenen Mitteln stemmen könnte. Auch Nebenkosten wie Wasser, Müllabfuhr oder Gebäudereinigung stiegen zuletzt um vier Prozent und belasten Mieter überdurchschnittlich. Die Preise für Haushaltsenergie gingen zwar leicht zurück, liegen jedoch weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau. Damit bleibt Energiearmut für viele Haushalte ein ernstes Problem.
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