19.12.2025
Ihr News-Update für die erfolgreiche
BGH prüft Haftung von Maklern bei Diskriminierung
Ein Fall aus Hessen bringt die Wohnungssuche vor den Bundesgerichtshof. Das erwartete Urteil könnte für Makler und Vermieter weitreichende Folgen haben und über den Einzelfall hinaus an Bedeutung gewinnen. Eine Wohnungssuchende fühlte sich wegen ihres Namens benachteiligt, nachdem Anfragen mit ausländischem Namen abgelehnt wurden, während identische Anfragen mit deutschem Namen erfolgreich waren. Die Diskriminierung selbst gilt als festgestellt, strittig ist jedoch, ob der Makler dafür haften muss oder ausschließlich der Vermieter. Zudem prüft der BGH, ob sogenannte Testing-Verfahren als Beweis anerkannt werden können. Vorinstanzen kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das Verfahren gilt als richtungsweisend für die Anwendung des Gleichbehandlungsgesetzes im Mietrecht. Eine Entscheidung wird im neuen Jahr erwartet.
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Studie zeigt wachsende Hürden für junge Immobilienkäufer
Der Weg ins Eigenheim wird für junge Käufer immer länger. Steigende Preise und hohe Kaufnebenkosten erhöhen das nötige Eigenkapital stark und verschieben damit die Chancen zwischen den Generationen spürbar. Laut einer Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft müssen Millennials im Schnitt fast 14 Jahre sparen, um genügend Eigenkapital für den Immobilienkauf zu erreichen. Damit dauert der Vermögensaufbau doppelt so lange wie bei den Babyboomern in den 1980er Jahren. Damals reichten deutlich geringere Jahresgehälter aus. Haupttreiber der Entwicklung sind der starke Immobilienpreisboom und höhere Grunderwerbsteuern, weniger die laufende Belastung durch Zins und Tilgung. Immer häufiger entscheiden Erbschaften oder Schenkungen darüber, ob ein Kauf möglich ist, was Fragen der Generationengerechtigkeit aufwirft.
EZB hält Zinsen stabil und sorgt für Planungssicherheit im Immobilienmarkt
Die EZB hält die Leitzinsen stabil und verschiebt damit Hoffnungen auf eine baldige Zinswende. Das gibt dem Immobilienmarkt zwar mehr Planungssicherheit, wirft aber zugleich neue Fragen für Investoren und Finanzierer auf. Der Einlagenzins bleibt bei zwei Prozent, nachdem die Notenbank bereits seit Sommer auf weitere Anpassungen verzichtet. Experten sehen darin ein Zeichen für ein länger anhaltendes Zinsplateau, auf das sich die Immobilienwirtschaft weitgehend eingestellt hat. Finanzierungen kommen vor allem bei soliden Projekten zustande, während einzelne Segmente wie Büro und Einzelhandel weiter unter Druck stehen. Für 2026 erwarten viele Marktteilnehmer stabile Rahmenbedingungen, die kurzfristige Risiken begrenzen, Investitionen aber stärker auf Cashflow stabile Nutzungsarten und langfristig tragfähige Standorte lenken.
Baugenehmigungen steigen spürbar trotz anhaltender Schwäche im Wohnungsbau
Im Wohnungsbau zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Genehmigungen. Trotz dieses Aufschwungs bleibt die Lage für viele Unternehmen angespannt, weil zentrale Herausforderungen weiter ungelöst sind. Im Oktober wurden 6,8 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahr und auch im bisherigen Jahresverlauf liegt das Plus bei über 11 Prozent. Besonders stark wächst die Zahl der Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser. Dennoch bleibt die Branche unter Druck: Laut Ifo-Institut beurteilen Wohnungsbauunternehmen die Geschäftslage weiterhin negativ und klagen zunehmend über fehlende Aufträge sowie mehr Stornierungen. Auch politische Maßnahmen wie der neue Bau Turbo sollen Planungsverfahren beschleunigen, lösen aber kurzfristig nicht den Engpass an bezahlbarem Wohnraum.
Mieterbund: Durchschnittliche Betriebskosten erneut gestiegen
Die durchschnittlichen Betriebskosten steigen weiter und belasten viele Haushalte zunehmend. Vor allem Energiepreise und kommunale Abgaben geben hier den Ausschlag. Die Unterschiede zwischen Wohnungen werden immer größer. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes erhöhten sich die durchschnittlichen Betriebskosten 2024 um mehr als sechs Prozent auf 2,67 Euro pro Quadratmeter. Den größten Anteil haben Heizung und Warmwasser, deren Höhe stark vom energetischen Zustand der Gebäude sowie von Preisunterschieden bei Gas, Heizöl und Fernwärme abhängt. Zusätzlich wirken steigende CO₂-Kosten preistreibend. Auch die neu berechnete Grundsteuer dürfte vielerorts zu weiteren Belastungen führen. Entlastend wirkte lediglich der Wegfall der Umlage für Kabelanschluss und Gemeinschaftsantenne, der diese Kosten deutlich senkte.
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