12.01.2026
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Bundesrat will Mietpreisbremse nachschärfen
Mehrere Bundesländer erhöhen den Druck auf den Bund, die Mietpreisbremse schneller und konsequenter anzuwenden. Steigende Mieten sollen wirksamer begrenzt und Umgehungen eingedämmt werden. Hintergrund ist ein vom Bundesrat beschlossener Gesetzentwurf, der insbesondere bei möblierten Wohnungen und kurzfristigen Vermietungen nachschärfen soll. Ziel ist es, Schlupflöcher zu schließen und die Durchsetzung der Regelungen zu verbessern. Die Mietpreisbremse wurde erst kürzlich bis Ende 2029 verlängert und gilt bereits in zahlreichen Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Nach Angaben der Länder leben rund 26 Millionen Menschen in entsprechenden Gebieten. Für Vermieter und Verwalter könnten sich die rechtlichen Anforderungen damit weiter verschärfen.
Baupreise steigen stärker als die Inflation
Die Baupreise in Deutschland sind im November erneut stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Damit erhöhen sie den Kostendruck im Wohnungsbau weiter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich Bauleistungen für Wohngebäude im Jahresvergleich um gut drei Prozent. Besonders deutlich stiegen die Preise bei einzelnen Ausbaugewerken, während andere Bereiche moderater zulegten. Für Bauherren, Projektentwickler und Investoren bleibt das Kostenumfeld damit angespannt. Die Entwicklung erschwert neue Bauprojekte und wirkt sich auch auf Sanierungen und Modernisierungen aus. Insgesamt zeigt sich, dass sich die Entlastung auf der Kostenseite bislang nicht nachhaltig durchsetzt.
Grunderwerbsteuer steigt, Neubau bleibt unter Druck
Steigende Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer signalisieren eine vorsichtige Belebung des Immobilienmarkts. Doch hinter den besseren Zahlen verbergen sich strukturelle Probleme, die vor allem den Neubau weiter ausbremsen. Zwischen Januar und November 2025 nahmen die Länder rund 13,9 Milliarden Euro ein, für das Gesamtjahr werden gut 15 Milliarden Euro erwartet. Nach dem Einbruch der Vorjahre gilt dies als Zeichen wachsender Marktaktivität, allerdings vor allem im Bestand. Branchenvertreter warnen davor, das Steueraufkommen als Beleg für eine Neubauwende zu deuten. Hohe Baukosten, geringe Genehmigungszahlen und steigende Nebenkosten belasten den Wohnungsbau weiter. Experten rechnen auch 2025 und 2026 mit deutlich sinkenden Fertigstellungen. Forderungen nach Freibeträgen bei der Grunderwerbsteuer gewinnen erneut an Bedeutung.
Fünf-Jahres-Frist für gewerbliche Vermieter beginnt
Seit Jahresbeginn gelten für in Österreich gewerbliche Vermieter neue Regeln bei befristeten Mietverträgen. Diese greifen tief in bestehende Geschäftsmodelle ein und werfen Fragen zur Abgrenzung, zu Renditen und zur künftigen Angebotsentwicklung auf. Neue Mietverträge müssen nun mindestens fünf Jahre laufen, andernfalls gelten sie automatisch als unbefristet. Die bisher übliche Drei-Jahres-Frist in Österreich entfällt für professionelle Anbieter wie Fonds und größere Wohnungsunternehmen, während private Vermieter weiterhin davon ausgenommen sind. Ziel der Reform ist es, kurze Vertragslaufzeiten und häufige Neuverhandlungen einzudämmen. Zusätzlich begrenzt eine neue Regelung die Mieterhöhungen im Jahr 2026 auf maximal ein Prozent. In der Branche sorgt vor allem die unklare Definition des gewerblichen Vermieters für Unsicherheit. Erste gerichtliche Klärungen werden im Laufe des Jahres erwartet.
Anm. d.R.: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir es versäumt deutlich zu machen, dass dies ausschließlich in Österreich gilt. Wir bitten um Entschuldigung für etwaige so entstandene Verwirrung.
Trump greift mit Hypothekenankäufen in den Immobilienmarkt ein
US-Präsident Donald Trump hat massive Käufe von Hypothekenanleihen angekündigt. Damit will er die Finanzierungskosten für Immobilienkredite in den USA senken. Das Volumen der geplanten Ankäufe soll bei rund 200 Milliarden US-Dollar liegen und über staatlich gestützte Institute erfolgen. Ziel der Maßnahme ist es, Hypothekenzinsen zu drücken und den US-Immobilienmarkt zu stabilisieren. Die Details zur Umsetzung und zum Zeitplan blieben zunächst offen. Beobachter rechnen jedoch damit, dass die Ankündigung auch Auswirkungen auf internationale Kapitalmärkte haben könnte. Damit rückt das Thema Immobilienfinanzierung erneut in den Fokus der globalen Zinspolitik.
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