09.02.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Knacken Bauzinsen bald die 4-Prozent-Marke?
Nach dem jüngsten EZB-Entscheid mehren sich die Hinweise auf steigende Bauzinsen. Experten erwarten für 2026 höhere Finanzierungskosten und Wechselkursentwicklungen. Staatsschulden und Marktbedingungen schaffen zusätzliche Unsicherheiten. Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen erneut unverändert gelassen und damit die Markterwartungen bestätigt. Kurzfristig bleiben die Baufinanzierungszinsen stabil, mittelfristig wächst jedoch der Druck nach oben. Eine Mehrheit der befragten Banken rechnet im Jahresverlauf 2026 mit einer Rückkehr zur 4-Prozent-Marke. Als Treiber gelten steigende Staatsausgaben, höhere Anleihe-Emissionen und begrenzter Spielraum bei langfristigen Renditen. Gleichzeitig könnte ein weiter erstarkender Euro das Wirtschaftswachstum bremsen und die Geldpolitik vor neue Herausforderungen stellen. Während die Immobilienpreise wieder leicht anziehen und die Zahl der Transaktionen steigt, agieren Banken bei Finanzierungen zunehmend vorsichtig. Alternative Kreditgeber gewinnen dadurch weiter an Bedeutung.
Schwarz-rote Heizungsblockade verunsichert Markt und Handwerk
Der politische Stillstand beim Heizungsgesetz verunsichert Eigentümer und bremst Entscheidungen rund um Sanierung und Heizungstausch. Das wirkt sich zunehmend auf Handwerksbetriebe und den Immobilienmarkt insgesamt aus. Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz abschaffen, kann sich aber bislang nicht auf eine Nachfolgeregelung einigen. Solange unklar bleibt, welche Vorgaben künftig gelten sollen, halten sich viele Hauseigentümer mit Investitionen zurück. Einige spekulieren darauf, später wieder Öl oder Gas einsetzen zu können. Für Handwerksbetriebe hat das spürbare Folgen, da Aufträge ausbleiben, obwohl zuvor stark in Schulungen, Personal und neue Technik investiert wurde. Auch die Heizungsindustrie berichtet von einer angespannten Lage und wachsendem Frust. Branchenvertreter warnen vor Stellenabbau und Kurzarbeit und fordern klare gesetzliche Vorgaben sowie verlässliche Förderbedingungen, um Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.
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Justizministerium bringt Mietrechtsreform auf den Weg
Kurzzeitverträge und überteuerte möblierte Wohnungen sollen künftig strenger reguliert werden. Justizministerin Stefanie Hubig plant eine umfassende Mietrechtsreform, die mehr Transparenz schaffen und Schlupflöcher schließen soll. Für den Immobilienmarkt bedeutet das wohl noch mehr Regulierung und neue Unsicherheiten für Vermieter. Das Bundesjustizministerium will Mieter besser schützen und unter anderem die Mietpreisbremse verschärfen, etwa durch klare Regeln für Möblierungszuschläge und strengere Vorgaben für Kurzzeitmietverträge. Für den Immobilienmarkt heißt das: Geschäftsmodelle mit möblierten Wohnungen und befristeten Verträgen werden unattraktiver, besonders in angespannten Städten. Gleichzeitig steigt für Vermieter der administrative Aufwand, während Investoren weitere Eingriffe ins Mietrecht kritisch sehen. Insgesamt dürfte die Reform den Druck auf Renditen erhöhen, aber auch zu mehr Transparenz und Stabilität für Mieter beitragen.
Luxusimmobilien: Ansprüche verändern sich
Der Markt für Luxusimmobilien stabilisiert sich langsam, Kaufentscheidungen werden jedoch vorsichtiger. Selbst sehr vermögende Käufer achten stärker auf Preise, Lage und Signalwirkung, wie Luxus-Makler Björn Dahler im Interview mit dem Handelsblatt berichtet. Der Gründer des Maklerhauses Dahler rechnet 2026 zwar mit leicht steigenden Transaktionen im Luxussegment, sieht die Stimmung aber weiterhin als gedämpft an. Geopolitische Unsicherheiten und die schwache Wirtschaft bremsen auch wohlhabende Käufer, die heute sensibler agieren als noch vor wenigen Jahren. Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern haben sich angenähert, was zu kürzeren Vermarktungszeiten führt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Lage, Ausstattung und Architektur, während reine Neubauten mit höchster Energieeffizienz wegen hoher Preise weniger gefragt sind. Luxus definiert sich zunehmend über Qualität statt Fläche, auch kleinere Objekte können überzeugen. Insgesamt bleibt der Markt anspruchsvoll, aber strukturiert.
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Tausende demonstrieren in München gegen „Mietwahnsinn“
Tausende Menschen gingen am Samstag in München auf die Straße, weil steigende Mieten, Verdrängung und Wohnungsmangel den Alltag prägen. Wohnen ist für viele zur Existenzfrage geworden ist. Die Demonstrierenden versammelten sich in der Münchner Innenstadt, um gegen hohe Mieten, Verdrängung durch Investoren und fehlenden bezahlbaren Wohnraum zu protestieren. Familien, ältere Menschen und junge Haushalte machten deutlich, wie stark der Druck auf dem Wohnungsmarkt inzwischen ist. Redner kritisierten Leerstand, den Verkauf von Sozialwohnungen und immer weiter steigende Angebotsmieten. Vertreter von Mieterorganisationen sprachen von einer Wohnungskrise, die längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Auch die Stadtpolitik meldete sich zu Wort und verwies auf begrenzte kommunale Handlungsmöglichkeiten sowie Schwächen im Mietrecht. Die Demonstration führte durch zentrale Stadtviertel und unterstrich den wachsenden Unmut über die Entwicklung des Münchner Wohnungsmarkts.
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