13.02.2026
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Eigenkapital: Ohne Erbe kein Wohneigentum
Der Traum vom Eigenheim scheitert immer häufiger nicht am Einkommen, sondern am fehlenden Eigenkapital, denn Käufer müssen heute deutlich mehr Ersparnisse mitbringen als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Eine Studie von Hüttig & Rompf zeigt, dass die Eigenkapitalquote seit der Zinswende deutlich gestiegen ist, während sich die monatliche Belastung spürbar erhöht hat. Die Eigenkapitalquote von Selbstnutzern erhöhte sich von etwa 20 Prozent in den Jahren 2020 und 2021 auf rund 27 Prozent im Jahr 2025. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch das Kiel Institut. Demnach benötigen Haushalte heute mehr als drei Jahresgehälter als Eigenkapital und müssen bei einer Sparquote von 20 Prozent rund 14 Jahre dafür zurücklegen. In den 1980er-Jahren reichte im Schnitt das 1,7-Fache eines Jahresgehalts. Haupttreiber sind hohe Kaufpreise und gestiegene Kaufnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer. Experten fordern daher Reformen, um die Einstiegshürden zu senken.
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Gewerbliche Wohninvestments steigen deutlich
Der Markt für Wohn- und Geschäftshäuser legt wieder spürbar zu. Steigende Transaktionszahlen, stabile Renditen und moderat wachsende Preise machen Zinshäuser für viele Investoren erneut attraktiv.
Das zeigt der Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser Deutschland 2026 von Engel und Völkers Research. 2025 wurden bundesweit rund 38.000 Transaktionen registriert, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das Umsatzvolumen liegt bei 35 bis 38 Milliarden Euro, fast ein Drittel entfällt auf die sieben A-Städte. Bestandsobjekte kosten im Schnitt 1.996 Euro pro Quadratmeter. Die Mietrenditen liegen bundesweit bei 5,4 Prozent, in den A Städten bei 4,1 Prozent. Vor allem private Anleger nutzen das aktuelle Marktumfeld für Zukäufe, während institutionelle Investoren noch zurückhaltend sind.
Gutachten: Immobilienteilverkauf ist kein Darlehen
Ein neues Rechtsgutachten stellt klar, dass der Immobilienteilverkauf rechtlich kein Darlehen ist. Es stellt damit die Grundlage für eine mögliche Regulierung nach Verbraucherdarlehensrecht infrage.
Der Münchner Rechtswissenschaftler Hans Christoph Grigoleit kommt zu dem Ergebnis, dass beim Teilverkauf keine persönliche Rückzahlungspflicht besteht und damit ein zentrales Merkmal eines Darlehens fehlt. Der wirtschaftliche Rückfluss erfolge ausschließlich über den späteren Verkaufserlös der Immobilie. Auch eine analoge Anwendung des Darlehensrechts lehnt das Gutachten ab, da weder eine Regelungslücke noch eine vergleichbare Interessenlage vorliege. Der Bundesverband für Immobilienverrentung begrüßt diese Einschätzung und spricht sich gegen eine verpflichtende Kreditwürdigkeitsprüfung oder die Ausweisung eines effektiven Jahreszinses aus. Stattdessen fordert der Verband klare und standardisierte Informationsunterlagen für mehr Transparenz.
Büromarkt zieht an, Hamburg liegt vorne
In den besten Bürolagen deutscher Großstädte ziehen Mieten und Nachfrage wieder an. Das eröffnet neue Chancen im Investmentgeschäft.
Vor allem in Hamburg, München und Berlin ist das Interesse an zentralen, hochwertigen Flächen hoch, während Leerstände niedrig bleiben. Hamburg führt dabei aktuell das Feld an und verzeichnet die stärkste Wertentwicklung unter den fünf Metropolen. Die Kombination aus lebhafter Vermietung, sinkenden Spitzenrenditen und weiter steigenden Spitzenmieten sorgt dort für zusätzlichen Rückenwind. Insgesamt wurden 2025 rund 4,1 Milliarden Euro in Büros der fünf wichtigsten Metropolen investiert, deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. Unternehmen konzentrieren sich zunehmend auf moderne Flächen in Toplagen, während einfache Lagen es schwerer haben. Für 2026 rechnet JLL mit rund zehn Prozent mehr Flächenumsatz. Entscheidend werden stabile Mieteinnahmen und eine gute Objektqualität sein.
Hat EU-Kommission bei Immobiliendeal getrickst?
Ein Immobilienverkauf der EU-Kommission im Volumen von 900 Millionen Euro ruft die Europäische Staatsanwaltschaft auf den Plan und wirft Fragen zur Abwicklung eines groß angelegten Büro-Deals in Brüssel auf.
Die Behörde ermittelt im Zusammenhang mit dem Verkauf von 23 Gebäuden an den belgischen Staat im Jahr 2024 und sammelt dazu Beweismittel. Die Kommission bestätigte die laufenden Ermittlungen und kündigte volle Kooperation an. Nach eigenen Angaben sei das Verfahren ordnungsgemäß und im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erfolgt. Mit dem Verkauf wollte die Kommission ihre Büroflächen bis 2030 um 25 Prozent reduzieren und eine Umgestaltung des Europaviertels ermöglichen. Weitere Details zu den Vorwürfen wurden zunächst nicht genannt.
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