17.02.2026
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Haus & Grund warnt vor Mietanstieg durch SPD-Vorstoß
Der Eigentümerverband Haus & Grund warnt vor steigenden Mieten, sollte die SPD Krankenkassen- und Pflegebeiträge auf Mieteinnahmen erheben. Laut Verband könnten die Mieten infolge zusätzlicher Belastungen um bis zu 15 Prozent steigen. Präsident Kai Warnecke begründet dies mit der geringen Rendite vieler privater Vermieter von im Schnitt rund zwei Prozent. Zusätzliche Abgaben ließen sich daher kaum auffangen und würden voraussichtlich an Mieter weitergegeben. Die SPD weist diese Kritik zurück. Man wolle rechtliche Grundlagen schaffen, damit Mehrbelastungen nicht auf Mietende abgewälzt werden dürfen. Hintergrund ist ein Positionspapier zum neuen Grundsatzprogramm, das eine breitere Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung vorsieht. Union und Ökonom Martin Werding lehnen den Vorstoß ab.
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Bessere Stimmung im Wohnungsbau
Im deutschen Wohnungsbau hellt sich die Stimmung zu Jahresbeginn etwas auf, doch von einer echten Trendwende kann noch keine Rede sein. Hohe Kosten und fehlende Aufträge bremsen die Branche weiter. Laut Ifo-Institut stieg das Geschäftsklima im Januar von minus 22,7 auf minus 20,9 Punkte. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage und die Erwartungen etwas besser. Gleichzeitig klagt fast jedes zweite Unternehmen über zu wenig Aufträge. Der Anteil stieg zuletzt auf knapp 50 Prozent. Projektabsagen bleiben auf niedrigem Niveau. Hoffnung setzt die Branche auf steigende Genehmigungen und auf staatliche Investitionen in Infrastruktur. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe rechnet für 2026 mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent.
Eon drängt auf Smart-Meter-Pflicht
Eon fordert eine gesetzliche Pflicht für den Einbau von Smart Metern in allen Haushalten und Sanktionen gegen säumige Netzbetreiber. Der Konzern kritisiert das langsame Tempo beim Rollout in Deutschland. Ende September 2025 lag die Quote hierzulande bei nur rund vier Prozent, während viele europäische Länder bereits deutlich weiter sind. Vertriebsvorstand Marc Spieker spricht sich dafür aus, langsamen Netzbetreibern nach einer Übergangsfrist das Umrüstungsrecht zu entziehen. Smart Meter gelten als Schlüssel für flexible Stromtarife, steuerbare Netze und die Integration erneuerbarer Energien. Für die Immobilienwirtschaft gewinnen sie an Bedeutung, etwa bei Wärmepumpen, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur.
Europa baut wieder mehr Wohnungen
In Europa wird wieder mehr gebaut, vor allem Wohnungen. Für 2026 erwarten die Forscher von Euroconstruct ein reales Wachstum der Bauwirtschaft von 2,4 Prozent, mit wichtigen Impulsen aus Deutschland. Bis 2028 soll das Bauvolumen weiter zulegen. Besonders der Wohnungsbau und der Tiefbau treiben die Entwicklung. Für Deutschland rechnen die Experten bis 2028 mit bis zu 215.000 fertiggestellten Wohnungen pro Jahr. Gleichzeitig bleiben hohe Baukosten, Fachkräftemangel und regulatorische Fragen Bremsfaktoren. In vielen Ländern fließt zudem weiterhin mehr Geld in die Sanierung von Bestandsgebäuden als in den Neubau.
Gericht rügt zu hohe Versicherungskosten
Ein Berliner Amtsgericht hat überhöhte Versicherungskosten bei Vonovia beanstandet und einer Mieterin rund 500 Euro zugesprochen. Das Urteil könnte Signalwirkung für bis zu 140.000 Mieter in der Hauptstadt haben. Nach Ansicht des Gerichts verstieß der Konzern gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot, weil eine teure Sammelversicherung abgeschlossen wurde, die unnötigerweise auch Risiken wie Vulkanausbrüche, Erdbeben und Lawinen abdeckte. Die umgelegten Kosten lagen deutlich über dem Berliner Betriebskostenspiegel. Das Urteil ist rechtskräftig. Mieter haben zwölf Monate Zeit, ihre Abrechnungen prüfen zu lassen und gegebenenfalls Rückforderungen geltend zu machen. Für große Wohnungsunternehmen erhöht die Entscheidung den Druck, Betriebskosten transparent und marktüblich zu kalkulieren.
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