25.02.2026
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Öl und Gas bleiben erlaubt: Regierung entschärft Heizungsgesetz
Das Heizungsgesetz der Ampel-Regierung wird aufgeweicht: Union und SPD haben sich auf Leitlinien für eine Neuregelung des Gebäudeenergiegesetz verständigt. Die bisherige Vorgabe für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entfällt.
Diese sah vor, dass neu verbaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Diese strikte Regelung soll gestrichen werden. Künftig sollen neben Wärmepumpen, Fernwärme und Hybridlösungen auch reine Gas- oder Ölheizungen weiter zulässig sein. Voraussetzung ist, dass diese ab 2029 einen wachsenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe nutzen. Der Anteil klimafreundlicher Gase wie Biomethan oder synthetischer Energieträger soll zunächst bei mindestens 10 Prozent liegen, weitere Schritte werden gesetzlich festgelegt. Die Förderung über die Bundesförderung effiziente Gebäude bleibt bis mindestens 2029 bestehen. 2030 ist eine Evaluierung vorgesehen. Zudem soll eine Regelung folgen, die Mieter vor überhöhten Nebenkosten durch unwirtschaftliche Heizungen schützt. Ein Gesetzentwurf wird im Frühjahr erwartet.
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Höhe von Immobilienkrediten steigt an
2025 stieg die durchschnittliche Darlehenssumme für Immobilienfinanzierungen in Deutschland abermals an. Aber nicht überall gleichmäßig: Während der Wert im Deutschlandmittel wächst, gibt es auch Regionen, wo die Höhe von Finanzierungen gesunken ist.
Nach aktuellen Abschlusszahlen des Finanzdienstleisters Dr. Klein liegt die durchschnittliche Kreditsumme für Immobilienkäufe 2025 bei 322.421 Euro und damit rund 5 Prozent über dem Vorjahr. Der Trend zu höheren Kreditsummen zeigt sich aber nicht in allen Regionen: Besonders in norddeutschen Bundesländern wie Bremen (+13 %) und Mecklenburg-Vorpommern (+12 %) steigen die Summen deutlich, während sie in vier Bundesländern (Saarland, Thüringen, Berlin und Brandenburg) zurückgehen. Bayern bleibt mit durchschnittlich 386.652 Euro das teuerste Bundesland für Baudarlehen, das Saarland mit 233.227 Euro das günstigste. Diese Entwicklung zeigt, dass trotz eines bundesweiten Anstiegs die regionale Dynamik der Finanzierungsgrößen stark variiert.
Nur 3-mal Note 2: Studie testet Service von Maklern
Eine aktuelle Servicestudie untersucht zehn große überregionale Maklerunternehmen. Das Ergebnis zeigt ein insgesamt solides Niveau, aber deutliche Unterschiede zwischen persönlicher Beratung und digitalen Kontaktwegen. Nur 3 Unternehmen kommen im Gesamturteil auf die Note „gut“.
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag von ntv zehn überregional tätige Immobilienmakler getestet. Die Branche erreicht im Schnitt 68,3 Punkte von 100 möglichen Punkten und damit ein befriedigendes Qualitätsurteil. Drei Anbieter schneiden mit gut ab, die übrigen bleiben im Mittelfeld. Stärken zeigen sich vor allem im persönlichen Kontakt bei Verkaufsberatung und Besichtigungen, wo Fachkompetenz und strukturierte Gespräche überzeugen. Schwächen bestehen dagegen bei telefonischer Erreichbarkeit und im E-Mail-Service, wo viele Anfragen unbeantwortet bleiben oder nur unzureichend individuell beantwortet werden. Im Ranking belegen Dahler & Company, Von Poll Immobilien und Engel & Völkers die ersten drei Plätze.
Altersstruktur: Junge zieht es in Uni-Städte, Senioren dominieren ländliche Kreise
Die Altersstruktur der Haushalte unterscheidet sich regional stark. Während Universitätsstädte besonders viele junge Haushalte anziehen, prägen Senioren viele ländliche Regionen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Einpersonenhaushalte deutlich. Für Makler entstehen daraus unterschiedliche Marktbedingungen.
Laut der Studie „NIQ Bevölkerungsstrukturdaten“ liegt der Anteil der Haushaltsvorstände unter 30 Jahren bundesweit bei 11,21 Prozent, Senioren ab 60 Jahren stellen mit 37,93 Prozent die größte Gruppe. Besonders hohe Anteile junger Haushalte verzeichnen Universitätsstädte wie Heidelberg und Regensburg. Dagegen dominieren Seniorenhaushalte vor allem in ländlichen Regionen Ostdeutschlands, etwa im Landkreis Spree-Neiße und im Erzgebirgskreis. Ergänzend prognostiziert das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einen Anstieg der Einpersonenhaushalte von 17,6 auf 18,7 Millionen bis 2045. Der Bedarf an kompakten und barrierefreien Wohnungen dürfte weiter wachsen, insbesondere in Großstädten. Regional werden Zuwächse vor allem in Ballungsräumen und Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg erwartet, während strukturschwache Regionen Haushaltsrückgänge verzeichnen.
Klimaschutz ja, aber flexibler: Eigentümer wünschen sich mehr Beinfreiheit
Eine aktuelle Umfrage zeigt klare Erwartungen von Eigenheimbesitzern an die Energiepolitik. Gefordert werden mehr Entscheidungsfreiheit bei der Modernisierung sowie ein stärkerer Fokus auf Wirtschaftlichkeit und weniger auf starre Regelungen.
Laut einer vom Verband der Gas- und Wasserstoffwirtschaft beauftragten Umfrage sprechen sich 65 Prozent der Eigenheimbesitzer für mehr Eigenverantwortung bei energetischen Modernisierungen aus. 58 Prozent befürworten einen technologieoffenen Ansatz, bei dem die CO₂-Reduktion des gesamten Gebäudes zählt und nicht einzelne Heiztechnik vorgeschrieben wird. Zudem unterstützen 66 Prozent eine verpflichtende Beimischung erneuerbarer Gase durch die Versorger, um bestehende Heizungen klimaneutral betreiben zu können. Für 68 Prozent steht die Finanzierbarkeit über der Geschwindigkeit der Umsetzung. Die Ergebnisse zeigen eine breite Zustimmung zum Klimaschutz, jedoch mit klarer Priorität auf Kostenkontrolle und Flexibilität bei der technischen Umsetzung.
1,4 Mio. von Hauskonten geplündert: Vorwürfe gegen Flensburger Hausverwaltung
Die Staatsanwaltschaft Kiel erhebt Anklage gegen einen früheren Verantwortlichen einer Flensburger Hausverwaltung. Es geht um hohe Summen von WEG-Konten. Für zahlreiche Eigentümergemeinschaften hat der Fall spürbare finanzielle Folgen.
Dem ehemaligen Verantwortlichen der Thore Feddersen Immobilienmanagement GmbH wird vorgeworfen, zwischen 2019 und 2023 in 396 Fällen rund 1,4 Millionen Euro von Hauskonten veruntreut zu haben. Laut Staatsanwaltschaft Kiel stammten die Gelder aus Rücklagen von Wohnungseigentümergemeinschaften und waren für Instandhaltungen vorgesehen. Zusätzlich stehen Verstöße gegen Buchführungspflichten im Raum. Für die betroffenen Eigentümer fehlen teils erhebliche Rücklagen, in einem Fall sollen 600.000 Euro nahezu vollständig verschwunden sein. TFI meldete 2023 Insolvenz an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten Vermögenswerte von über einer Million Euro vorläufig gesichert werden. Zudem wird wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Mieterkautionen ermittelt. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Kiel.
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25 Prozent mehr Mitglieder: Mietervereine boomen
Steigende Mieten und hohe Betriebskosten belasten viele Mieter. Mietervereine berichten von deutlich steigenden Beratungsanfragen. In ersten Städten gilt bereits ein Aufnahmestopp.
Nach Angaben mehrerer Mietervereine steigt der Beratungsbedarf deutlich. Das führt einerseits zu einem starken Mitgliederwachstum, andererseits kommen die Beratungsstellen mit der Flut an Anfragen nicht mehr hinterher. In Dresden beispielsweise verzeichnet der Verein in den vergangenen drei bis vier Jahren ein Mitgliederwachstum von 25 Prozent. In Leipzig führte der neue Mietspiegel ab Herbst zu zahlreichen Mieterhöhungen, dort gilt inzwischen ein Aufnahmestopp. Trotz Mietpreisbremse berichten die Vereine von Fällen, in denen Mieten über das zulässige Maß hinaus erhöht wurden. Zusätzlich sorgen hohe Betriebskostenabrechnungen für viele Anfragen, insbesondere zum Jahresende, wenn Abrechnungsfristen auslaufen.
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