16.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Iran-Krieg treibt Bauzinsen über 4 Prozent
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auch auf den Immobilienmarkt aus. Für Bauherren und Käufer werden Finanzierungen teurer. Gleichzeitig zeigen sich bei den Kreditangeboten der Banken große Unterschiede. Nach einer Analyse der Frankfurter FMH-Finanzberatung sind die Bauzinsen in Deutschland erstmals seit längerer Zeit wieder über die Marke von 4 Prozent gestiegen. Grundlage ist eine Auswertung von 207 Kreditangeboten für eine Beispielimmobilie im Wert von 500.000 Euro mit 90 Prozent Beleihung. Auslöser des Anstiegs sind wachsende Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise. Dadurch sind auch die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen gestiegen, an denen sich Bauzinsen orientieren. Für Käufer bedeutet das deutlich höhere Finanzierungskosten. Gleichzeitig zeigt die Analyse große Unterschiede zwischen den Angeboten. Zwischen günstigstem und teuerstem Kredit liegen rund 1,55 Prozentpunkte, was über die Laufzeit Einsparungen im fünfstelligen Euro-Bereich ermöglichen kann.
Enteignungsdebatte um Wohnungen: Berlin beschließt Vergesellschaftungsgesetz
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein Gesetz beschlossen, das die Vergesellschaftung bestimmter Wirtschaftsbereiche ermöglicht. Auch große Wohnungsbestände könnten betroffen sein. Ob und wie das umgesetzt wird, soll jedoch erst später entschieden werden. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein Vergesellschaftungsrahmengesetz verabschiedet. Es legt fest, unter welchen Bedingungen Unternehmen oder Vermögenswerte in Gemeineigentum überführt werden können, etwa in Bereichen der Daseinsvorsorge wie Wohnen, Energie oder Wasser. Enteignungen nach Artikel 14 Grundgesetz ermöglicht das Gesetz ausdrücklich nicht. Grundlage ist stattdessen Artikel 15 Grundgesetz, der eine Vergesellschaftung gegen Entschädigung erlaubt. Das Gesetz soll erst in zwei Jahren in Kraft treten und zuvor vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. Hintergrund ist der Volksentscheid von 2021 zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Initiativen fordern weiterhin, Immobilienkonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen in öffentliches Eigentum zu überführen. Experten gehen davon aus, dass zentrale Fragen zur Entschädigung und Gesetzgebungskompetenz gerichtlich geklärt werden müssen.
Mehr als 137.000 Kinder und Jugendliche ohne Wohnung
Der angespannte Wohnungsmarkt verschärft soziale Probleme. Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind wohnungslos. Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen einen drastischen Anstieg innerhalb weniger Jahre. Die Zahl wohnungsloser Minderjähriger in Deutschland ist laut Bundesregierung deutlich gestiegen. Zum 31. Januar 2025 galten rund 137.100 Menschen unter 18 Jahren als wohnungslos. Drei Jahre zuvor waren es noch etwa 47.200. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren zeigt sich ein deutlicher Zuwachs. In dieser Altersgruppe wurden Anfang 2025 rund 55.700 wohnungslose Menschen registriert. Das geht aus einer Antwort des Bundesbauministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, über die die Rheinische Post berichtet. Als Gründe nennt die Bundesregierung unter anderem geflüchtete Menschen aus der Ukraine sowie eine verbesserte Datenerfassung. Gleichzeitig verbringen Jugendliche immer länger in kommunalen Unterkünften. Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren waren dort im vergangenen Jahr im Schnitt fast 150 Wochen untergebracht.
Nach Rückzug aus Großprojekten: Juristischer Ärger belastet Projektentwickler
Ein Münchner Projektentwickler wollte sich nach dem Rückzug aus mehreren Großprojekten neu aufstellen. Doch juristische Altlasten und offene Forderungen könnten den geplanten Neustart erschweren. Der Münchner Projektentwickler CV Real Estate steht laut Handelsblatt vor weiteren juristischen Problemen. Eine Tochtergesellschaft soll einer Baufirma rund 1,6 Millionen Euro schulden. In einem Zwangsvollstreckungsverfahren drohte dem Gründer Christian Vogrincic zeitweise sogar ein zivilrechtlicher Haftbefehl, der inzwischen aufgehoben wurde.
Das Unternehmen hatte sich zuvor aus mehreren großen Projekten zurückgezogen, darunter das Bürogebäude „Canyon“ in Frankfurt sowie die Entwicklungen „Aurum“ in Augsburg und „Next“ in München. Institutionelle Investoren übernahmen Teile der Projekte. Parallel will sich CV Real Estate strategisch neu ausrichten und künftig verstärkt Infrastrukturprojekte wie Rechenzentren entwickeln. Offene Forderungen aus Projektgesellschaften sollen laut Unternehmensangaben bis Mitte April beglichen werden.
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