23.03.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Immobilienstimmung kippt: Regulierung belastet Wohnsegment
Die Stimmung in der Immobilienbranche verschlechtert sich erneut. Besonders im Wohnsegment trüben sich die Erwartungen deutlich ein. Neben geopolitischen Risiken rücken auch politische Eingriffe stärker in den Fokus der Unternehmen.
Die Immobilienwirtschaft blickt laut Immobilienstimmungsindex des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) zunehmend skeptisch auf die kommenden Monate. Während sich die aktuelle Geschäftslage leicht verbessert, gehen die Erwartungen deutlich zurück. Besonders betroffen ist das Wohnsegment, in dem die Zukunftserwartungen stark einbrechen und das Stimmungsniveau auf den niedrigsten Stand seit 2024 fällt. Als Belastungsfaktoren nennen die rund 1.200 befragten Unternehmen steigende Energiepreise infolge geopolitischer Entwicklungen sowie geplante Verschärfungen der Mietpreisregulierung. Auch die Projektentwicklung bleibt in einer angespannten Lage mit deutlich negativen Bewertungen. Lediglich Büroimmobilien zeigen eine positive Entwicklung. Insgesamt signalisiert der Index eine fragile Erholung und wachsende Unsicherheit in zentralen Marktsegmenten.
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Deutschland sucht den Makler des Jahres
Es kann nur einen geben. Zumindest beim Deutschen Immobilienpreis 2026, denn der Award „Makler des Jahres“ wird nur an ein Unternehmen vergeben. Drei Finalisten können sich Hoffnungen machen, diese Auszeichnung am Mittwochabend in Köln zu gewinnen.
VON POLL IMMOBILIEN, Mayer & Dau Immobilien und Hinrichsen Immobilien. Ob europäisches Schwergewicht mit 400 Standorten oder lokaler Champion – in der Kategorie „Makler des Jahres“ zählen keinesfalls schiere Größe oder Umsatzvolumen, sondern außergewöhnliche Projekte, nachhaltiges Wachstum und echte Kundennähe. Eben Profis, die im Bereich Wohnimmobilien Maßstäbe setzen.
Energieausweis wird strenger und teurer
Beim Energieausweis stehen umfassende Änderungen bevor. Künftig müssen mehr Eigentümer ein Dokument vorlegen, zudem verschieben sich die Effizienzklassen. Auch für Verkauf und Finanzierung gewinnt der Ausweis weiter an Bedeutung.
Mit der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie wird der Energieausweis in Deutschland deutlich ausgeweitet. Künftig ist er nicht nur bei Verkauf oder Neuvermietung erforderlich, sondern auch bei umfassenden Sanierungen und teils bei Vertragsverlängerungen. Gleichzeitig wird die Effizienzskala von A bis G neu geordnet, wobei die beste Klasse nur noch für Nullemissionsgebäude erreichbar ist. Wie die Einordnung im Detail erfolgt, ist noch offen, Verschiebungen zwischen den Klassen gelten jedoch als wahrscheinlich. Experten erwarten zudem steigenden Sanierungsdruck für ineffiziente Gebäude. Der Ausweis dürfte künftig häufiger auf dem Bedarf basieren und damit teurer werden. Für den Immobilienmarkt gewinnt er zusätzlich an Gewicht, da Banken ihn stärker in Finanzierungsentscheidungen einbeziehen.
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Bauzinsen lösen sich von EZB und ziehen an
Die EZB hält die Leitzinsen stabil, doch für Immobilienkäufer bringt das keine Entlastung. Die Entwicklung der Bauzinsen folgt derzeit anderen Faktoren. Vor allem der Kapitalmarkt gibt die Richtung vor.
Während die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen unverändert lässt, steigen die Bauzinsen weiter an. Maßgeblich ist laut Interhyp nicht die Geldpolitik, sondern die Entwicklung am Kapitalmarkt. Besonders die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen dient als zentraler Referenzwert für Immobilienkredite und ist zuletzt deutlich gestiegen. In der Folge liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei rund 3,8 Prozent, bei geringem Eigenkapital auch darüber. Das Marktumfeld bleibt volatil und wird vor allem durch Inflationserwartungen und geopolitische Entwicklungen geprägt. Für die Finanzierung gewinnt damit die individuelle Beratung und der Vergleich von Angeboten weiter an Bedeutung.
Gaspreise steigen: EU schlägt niedrigere Speicherziele vor
Die EU-Kommission will auf steigende Gaspreise reagieren. Ein neuer Vorschlag zielt darauf ab, den Druck auf die Märkte zu verringern. Hintergrund sind anhaltende Unsicherheiten bei der Energieversorgung.
Angesichts steigender Gaspreise infolge des Iran-Kriegs empfiehlt die EU-Kommission den Mitgliedstaaten, die Füllziele für Gasspeicher von bislang 90 auf 80 Prozent zu senken. Ziel ist es, die Nachfrage zu reduzieren und so den Preisdruck zu mindern. Auslöser sind Störungen auf den globalen Energiemärkten, insbesondere bei Flüssiggaslieferungen aus Katar. Trotz der angespannten Situation bewertet die Kommission die Versorgungssicherheit derzeit als stabil und verweist auf Fortschritte bei der Diversifizierung der Energiequellen seit 2022. Die bestehenden Speicherziele waren damals eingeführt worden, um Engpässe und starke Preissprünge zu verhindern.
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