25.03.2026
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Iran-Krieg belastet Immobilienmarkt und bremst Investitionen
Der Konflikt im Nahen Osten sorgt für neue Risiken am Immobilienmarkt. Vor allem steigende Energiepreise und mögliche Zinsschritte verunsichern Investoren und könnten die erhoffte Erholung im Jahr 2026 gefährden.
LEG-Chef Lars von Lackum warnt im Handelsblatt-Interview vor den indirekten Folgen des Iran-Kriegs für die Branche. Höhere Energiepreise könnten die Inflation antreiben und damit zu steigenden Zinsen führen. Das würde sowohl Finanzierungen verteuern als auch Immobilienbewertungen belasten. Bereits jetzt zeigt sich laut Lackum Zurückhaltung bei Investoren, die angesichts der unsicheren Entwicklung von Zinsen und Energiepreisen abwarten. Auch Projektentwickler stehen unter Druck, da steigende Baukosten die Wirtschaftlichkeit von Neubauten erschweren. Eine erneute Phase von Stagnation oder sinkenden Bewertungen sei daher nicht ausgeschlossen, sollte das Zinsniveau hoch bleiben.
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Bundrenditen steigen deutlich und erhöhen Zinsrisiken
Steigende Renditen bei Bundesanleihen treiben das Zinsniveau nach oben. Noch ist die Belastung für den Staat begrenzt, doch die Entwicklung könnte Finanzierungen für Immobilienkäufer weiter verteuern. Die Folgen reichen über den Staatshaushalt hinaus.
Auslöser ist der Kursrückgang deutscher Staatsanleihen seit Beginn des Iran-Kriegs, der die Rendite zehnjähriger Papiere auf über drei Prozent steigen ließ. Laut ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann ist die kurzfristige Mehrbelastung für den Bund begrenzt, mittelfristig jedoch kritisch. Denn höhere Renditen verteuern künftige Emissionen, während der Bund 2026 mit 512 Milliarden Euro eine Rekordverschuldung plant. Insgesamt könnten die Zinskosten von Bund, Ländern und Gemeinden langfristig auf bis zu 150 Milliarden Euro jährlich steigen. Steigende Renditen gelten zudem als Referenz für das allgemeine Zinsniveau und können damit auch Immobilienfinanzierungen zusätzlich verteuern, die durch die Eskalation im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ohnehin schon unter Druck geraten sind.
Banken vergeben deutlich mehr Immobilienkredite
Die Banken haben 2025 deutlich mehr Immobilienkredite vergeben. Vor allem bei Wohnimmobilien steigt die Nachfrage spürbar, auch der Neubau bekommt wieder etwas Rückenwind.
Die Pfandbriefbanken haben ihr Neugeschäft mit Immobiliendarlehen im Jahr 2025 klar erhöht. Laut Verband deutscher Pfandbriefbanken lag das Volumen bei 148,6 Milliarden Euro – ein Zuwachs von knapp 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark wuchs die Finanzierung von Wohnimmobilien, vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern. Auch Kredite für den Neubau legten zu, parallel zu steigenden Baugenehmigungen laut Statistischem Bundesamt. Gewerbeimmobilien entwickelten sich ebenfalls positiv, blieben aber unter dem langjährigen Durchschnitt. Insgesamt blieb der Kreditbestand stabil, mit einem wachsenden Anteil an Wohnimmobilien und einem Rückgang bei Gewerbeimmobilien.
Finanzierung für Gewerbeimmobilien wird schwieriger
Bei Gewerbeimmobilien wird die Finanzierung schwieriger. Banken vergeben Kredite vorsichtiger und verlangen strengere Bedingungen, vor allem bei riskanteren Objekten und Refinanzierungen.
Ein Whitepaper von PTXRE zeigt, dass sich die Finanzierung von Gewerbeimmobilien weiter verschlechtert. Kredite werden nicht nur durch höhere Zinsen teurer, sondern auch durch steigende Bankaufschläge und strengere Vorgaben. Banken prüfen genauer und verlangen mehr Sicherheiten. Besonders betroffen sind Immobilien mit höherem Risiko, etwa mit Leerstand oder Modernisierungsbedarf. Stabil vermietete Objekte bleiben dagegen eher finanzierbar. Insgesamt bleibt Geld im Markt, wird aber deutlich vorsichtiger vergeben. Probleme drohen vor allem bei Refinanzierungen, da viele Finanzierungen auslaufen und neue Kredite schwerer zu bekommen sind.
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