27.03.2026
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Zu teuer, zu wenig: Wohnungsbau bricht weiter ein
Die Bau- und Immobilienbranche schlägt Alarm, weil der Wohnungsbau weiter einbricht. Hohe Kosten treiben Mieten nach oben und verschärfen die Lage. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Wohnungen hoch. Wirtschaftsverbände und Wissenschaftler warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Wohnungsnot in Deutschland. Grund sind vor allem hohe Baukosten, die laut dem Kieler Bauforschungsinstitut Arge in Großstädten zu Mieten von mindestens 18 Euro pro Quadratmeter führen. Gleichzeitig rechnen Branchenvertreter für 2026 mit nur noch rund 200.000 fertiggestellten Wohnungen, deutlich unter dem Bedarf von mindestens 300.000 Einheiten jährlich. Als Lösungsansatz gilt ein einfacherer und kostengünstigerer Wohnungsbau, etwa durch den geplanten Gebäudetyp E. Zudem fordern die Verbände mehr Förderung für den sozialen Wohnungsbau sowie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Der Bedarf bleibt hoch, da die Zahl kleiner Haushalte weiter steigt.
Staat soll wieder bauen: Regierung plant Wohnungsbaugesellschaft
Die Bundesregierung will stärker in den Wohnungsbau eingreifen. Geplant ist eine staatliche Gesellschaft, die selbst Wohnungen errichtet. Parallel sollen Baukosten gesenkt und Mietpreise begrenzt werden. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft, damit der Bund künftig selbst in großem Stil Wohnungen bauen kann. Hintergrund sind stark gestiegene Mieten in vielen Städten und der anhaltende Wohnungsmangel. Ziel ist es, das Angebot deutlich auszuweiten. Gleichzeitig spricht sich Klingbeil für niedrigere Baustandards aus, um Kosten zu senken, und verweist auf bestehende Ansätze für einfacheres Bauen. Auch ein starkes Mietrecht und wirksame Begrenzungen der Mietpreise hält er für notwendig, insbesondere in Großstädten. Die Vorschläge sind Teil der aktuellen wohnungspolitischen Reformdebatte.
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Geld für Eigentümer und Vermieter: Staat fördert Wallboxen
Verkehrsminister Schnieder startet ein neues Förderprogramm mit 500 Millionen Euro. Ziel ist, dass privates Laden von Elektroautos auch für Mieter und Wohnungseigentümer erschwinglich wird. Eigentümergemeinschaften und Vermieter, die Anschlüsse installieren wollen, können in Kürze Anträge auf Förderung stellen. Ab 2027 werden Anschlüsse für E-Autos bei Neu- und Umbauten ohnehin Pflicht. Mit den neuen Fördermitteln gibt es pro Stellplatz maximal 1.500 Euro, in Sonderfällen kann die Summe auf 2.000 Euro steigen. Gefördert werden Anschaffung und Errichtung von Wallboxen sowie die technische Ausrüstung, der Netzanschluss oder notwendige Baumaßnahmen in Mehrparteienhäusern. Fördermittel für Wallboxen gab es bereits in der Vergangenheit. Bisher wurden aber vorwiegend Einfamilienhaus-Wallboxen subventioniert und die Förderung lief 2024 aus. Jetzt soll auch die Ladeinfrastruktur an Mehrfamilienhäusern verbessert werden. In Kürze sollen auch Immobilieneigentümer mehr in die Pflicht genommen werden: Bei Neubauten oder Sanierungen muss eine Ladeinfrastruktur mitgeplant werden. Ab 2027 müssen Neubauten verpflichtend einen Ladepunkt pro drei Parkplätze installieren.
Razzia bei Immobilienunternehmer: Ermittlungen wegen Finanzdelikten
Ermittler durchsuchen mehrere Standorte eines bekannten Immobilienunternehmers. Zwei Personen wurden festgenommen. Die Hintergründe bleiben zunächst unklar, doch es geht um schwerwiegende Vorwürfe aus dem Finanzbereich. Ermittler durchsuchten am Donnerstag Büros und weitere Objekte des Immobilienunternehmers Uwe Reppegather und seiner Centrum-Gruppe in Düsseldorf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richten sich die Maßnahmen gegen mehrere Beschuldigte. Reppegather sowie eine weitere Person wurden auf Ibiza festgenommen. Konkrete Vorwürfe nennt die Behörde bislang nicht und verweist auf laufende Ermittlungen im Bereich der Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Hintergrund könnten Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Insolvenz des Unternehmers im Jahr 2023 sein. Damals standen Forderungen von rund 1,6 Milliarden Euro einer sehr niedrigen Gläubigerquote gegenüber. Reppegather weist die Vorwürfe über seinen Anwalt zurück.
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USA öffnen Immobilienkredite für Bitcoin
In den USA sollen Bitcoin und Ethereum bald als Sicherheit für Immobilienkredite gelten. Das könnte mehr Käufern den Zugang zum Markt eröffnen und den Wettbewerb in ohnehin angespannten Regionen weiter verschärfen. Damit würde sich die Finanzierung von Immobilien in den USA grundlegend verändern. Käufer müssten ihre Krypto-Bestände nicht mehr erst in Dollar umwandeln, sondern könnten sie direkt als Sicherheit für einen Kredit einsetzen. Hintergrund ist eine Initiative der US-Aufsicht FHFA, nach der die großen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac entsprechende Modelle entwickeln sollen. Das dürfte vor allem jüngeren Käufern helfen, die über digitale Vermögenswerte verfügen, aber wenig klassisches Eigenkapital besitzen. Zugleich wachsen die Risiken, weil Kryptowährungen stark im Wert schwanken. In Deutschland bleibt ein solcher Schritt vorerst ausgeschlossen. Hier können Krypto-Gewinne nur nach vorheriger Umwandlung in Euro in die Immobilienfinanzierung einfließen.
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