19.06.2026
Ihr News-Update für die erfolgreiche
Ab heute gilt der Widerrufsbutton: Was Makler jetzt beachten müssen
Wer Maklerverträge digital abschließt, muss sich auf neue gesetzliche Vorgaben einstellen. Neben technischen Anpassungen sind auch rechtliche Anforderungen zu beachten. Fehler können den Provisionsanspruch gefährden.
Ab dem 19. Juni 2026 müssen Unternehmen bei online abgeschlossenen Fernabsatzverträgen einen Widerrufsbutton bereitstellen. Besonders betroffen sind Immobilienmakler, die Verträge mit Kaufinteressenten über Webseiten, Portale oder digitale CRM-Prozesse anbahnen und abschließen. Die neue Funktion muss gut sichtbar platziert sein und Verbrauchern einen einfachen elektronischen Widerruf ermöglichen. Zusätzlich ist eine elektronische Eingangsbestätigung erforderlich. Auch die Widerrufsbelehrung muss an das neue gesetzliche Muster angepasst werden. Digitale Vertragsprozesse müssen lückenlos dokumentiert werden, andernfalls kann der Provisionsanspruch angreifbar werden. Als weniger fehleranfällige Alternative wird eine reine Verkäuferprovision genannt.
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Baugenehmigungen steigen, Fertigstellungen bleiben zurück
Mehr Projekte erhalten grünes Licht, doch auf den Baustellen kommt die Erholung bislang nur langsam an. Die Branche sieht vor allem politische Unsicherheiten und hohe Kosten als Hindernis für neue Investitionen.
Wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, wurden von Januar bis April 2026 insgesamt 83.700 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders stark legten Genehmigungen für Zweifamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser zu. Trotz des Aufwärtstrends warnt die Immobilienwirtschaft vor voreiligen Schlussfolgerungen. Laut ZIA wächst die Lücke zwischen genehmigten und tatsächlich fertiggestellten Wohnungen weiter. Der Verband fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen, bessere Abschreibungsmöglichkeiten und niedrigere Erwerbsnebenkosten, um mehr privates Kapital für den Wohnungsbau zu mobilisieren. Auch der GdW sieht angesichts rückläufiger Fertigstellungen noch keinen nachhaltigen Aufschwung am Wohnungsmarkt.
Vonovia-Chef fordert einfachere Standards für günstigeren Wohnungsbau
Der Wohnungsmangel bleibt groß, viele Projekte rechnen sich nicht. Vonovia-Chef Luka Mucic fordert deshalb einen Kurswechsel beim Neubau und stellt bestehende Standards infrage.
Vonovia-Chef Luka Mucic plädiert für einfachere Baustandards, um Wohnungsbau günstiger und schneller zu machen. Nach seinen Angaben liegen die Baukosten derzeit bei rund 3.500 Euro pro Quadratmeter. Ziel seien Kosten von höchstens 2.500 Euro. Dafür müssten Kommunen auch einfacher ausgestattete Wohnungen zulassen. Als mögliche Kostentreiber nennt Mucic unter anderem Balkone, begrünte Dächer, Tiefgaragen und hohe Schallschutzanforderungen. Mit seiner Kritik steht er laut Bericht nicht allein. Angesichts von rund 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen und rückläufigen Fertigstellungen fordert die Branche seit Längerem weniger Bürokratie und schnellere Verfahren, um den Neubau anzukurbeln.
Stimmung am Wohnungsmarkt kippt wieder
Die Erholung am Wohnimmobilienmarkt verliert an Dynamik. Eine neue Expertenumfrage zeigt, dass die Erwartungen für Häuser und Eigentumswohnungen wieder deutlich vorsichtiger ausfallen.
Die Frühjahrsumfrage 2026 des Beratungs- und Forschungsunternehmens Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) signalisiert eine deutliche Eintrübung der Marktstimmung. Der bundesweite Preiserwartungsindex für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser ist nach positiven Werten im Herbst 2025 wieder in den negativen Bereich gefallen. Zwar rechnen die meisten Experten mit stabilen Preisen, der Anteil der Befragten mit sinkenden Preiserwartungen ist jedoch deutlich gestiegen. Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Aussichten unter anderem in Brandenburg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise positiv bewertet werden, überwiegt in Berlin und Schleswig-Holstein der Pessimismus. Deutlich robuster bleiben laut FPRE die Erwartungen für Wohnungsmieten, bei denen weiterhin mehrheitlich von steigenden Preisen ausgegangen wird.
Müllgebühren-Ranking: Wohnkosten steigen weiter
Nicht nur Mieten belasten Haushalte zunehmend. Eine neue Auswertung zeigt, dass auch die Müllgebühren vielerorts gestiegen sind und je nach Stadt stark variieren.
Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt erhebliche Unterschiede bei den Müllgebühren in den 100 größten deutschen Städten. Für einen vierköpfigen Musterhaushalt reichen die jährlichen Kosten von rund 163 Euro in Flensburg bis zu mehr als 500 Euro in Dortmund. Berücksichtigt wurden neben den Gebühren auch Unterschiede beim Serviceumfang und den Abholrhythmen. Laut IW erschwert zudem die mangelnde Transparenz vieler Kommunen den Vergleich der Kosten. Die Studie verdeutlicht, dass nicht nur Mieten, sondern auch kommunale Abgaben einen spürbaren Einfluss auf die Wohnkosten haben.
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