23.09.2026
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Heizkosten steigen um bis zu 24 Prozent
Auf viele Haushalte kommen 2026 höhere Heizkosten zu. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt allerdings entscheidend vom Heizsystem ab. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Energieträgern sind erheblich.
Nach Berechnungen von co2online steigen die Heizkosten 2026 je nach Energieträger sehr unterschiedlich. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung verteuert sich Heizöl um 24 Prozent auf 1.275 Euro im Jahr. Bei Holzpellets erwartet die Organisation ein Plus von 17 Prozent auf 870 Euro. Fernwärme wird voraussichtlich ein Prozent teurer und kostet 1.310 Euro, bei Wärmepumpen steigen die Kosten um drei Prozent auf 735 Euro. Erdgas bildet die Ausnahme. Hier rechnet co2online mit einem Rückgang um vier Prozent auf 1.120 Euro. Langfristig könnten sich die Heizkosten für Gas und Öl bis 2045 mehr als verdoppeln, unter anderem durch höhere CO₂ Kosten und Netzentgelte.
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Wohnungspreise im Osten: Halle zieht an Leipzig vorbei
Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen in fast allen untersuchten Regionen Ostdeutschlands. Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen einzelnen Großstädten und ihrem Umland.
Laut einer immowelt Analyse sind die Angebotspreise von September 2025 bis September 2026 in 74 von 76 untersuchten Städten und Landkreisen gestiegen, im Schnitt um 3,8 Prozent. In Halle verteuerten sich Bestandswohnungen um 11,7 Prozent auf 2.945 Euro pro Quadratmeter, während Leipzig mit einem Plus von 0,3 Prozent nahezu stagnierte. Auch Jena und Dresden verzeichneten deutliche Zuwächse. Auffällig ist zudem die Entwicklung außerhalb der Großstädte. Rund um Leipzig stiegen die Preise durchschnittlich um 5,2 Prozent und damit deutlich stärker als in der Kernstadt. Einen einheitlichen Stadt Land Trend gibt es jedoch nicht. In Berlin und Dresden legten die Preise innerhalb der Städte stärker zu.
Bund will Enteignungen von Wohnungsbeständen rasch verbieten
Die Berliner Vergesellschaftungspläne bringen Bewegung in die Bundespolitik. Nach dem Wahlsieg der Linken soll ein bereits vereinbartes Enteignungsverbot nun schnell vorankommen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine rasche Entscheidung über ein Bundesgesetz angekündigt, das Vergesellschaftungen privater Mietwohnungsbestände durch die Länder verhindern soll. Erste Entwürfe werden laut Tagesschau bereits zwischen Bundesjustizministerium und Bundesinnenministerium abgestimmt. Die Immobilienbranche warnt vor einer zunehmenden Zurückhaltung privater Investoren. Zugleich bleibt die rechtliche Lage umstritten. Während mehrere Gutachten Zweifel an einer Vergesellschaftung äußern, kam eine Berliner Expertenkommission 2023 zu dem Ergebnis, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich möglich sei.
Enteignungspläne setzen Immobilienaktien unter Druck
Das Berliner Wahlergebnis sorgt an der Börse für Unruhe. Die Aussicht auf mögliche Vergesellschaftungen großer Wohnungsbestände trifft Immobilienkonzerne in einer Phase, in der steigende Zinsen die Branche ohnehin bereits belasten.
Die Linke wurde bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft und will die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen zum Thema möglicher Koalitionsverhandlungen machen. Grundlage ist auch der Volksentscheid von 2021, bei dem 57,6 Prozent der Teilnehmer für die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzes stimmten. Für eine Umsetzung bestehen laut Artikel jedoch hohe rechtliche, politische und finanzielle Hürden. Die Unsicherheit belastet Aktien von Wohnungskonzernen wie Vonovia und Deutsche Wohnen. Gleichzeitig steht die Branche durch steigende Zinsen unter Druck, weil viele Unternehmen stark fremdfinanziert sind. Vonovia wirbt gegenüber einer künftigen Landesregierung für Neubau, verlässliche Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit statt Vergesellschaftung.


